Archiv für 16. Februar 2012

Wer wird die Verantwortung für die Folgen übernehmen?

Fragt dieser Kommentator. Und meint damit die westliche Politik zum Sturz bisher säkularer Regime in Arabien. Der Blogwart meldet sich an dieser Stelle und ruft: „Niemand!“ In Demokratien sind Volksvertreter für nichts haftbar außer, sie gestatten einer Liebesparade in ihrer Stadt zu paradieren, worauf sich die Teilnehmer an derselben in einer Unterführung gegenseitig tottreten. Ein Aufschrei ging um die erschütterte Welt! Wobei der OB noch nicht einmal zur Liebesparade aufgerufen hat und auch Aufrufe, recht ordentlich zu drängeln und zu schubsen, sind von ihm nicht überliefert.

Bei der Anzettelung von Kriegen muß aber kein Demokrat befürchten, anschließend vor einem Kriegsverbrechertribunal zu stehen, jedenfalls vor keinem, das sie selbst organisiert haben, um ihre Feinde für ihren Widerstand zu bestrafen. So können sie, unterstützt von den Medien, in anderen Staaten Krieg, Mord und Totschlag organisieren und ruhig weiterhin ihr Leben leben, geschossen wird ja irgendwo anders. Wir müssen uns aber immer sagen, daß uns in 50 Jahren junge Menschen fragen könnten, die sich moralisch höchst edel vorkommen, „warum habt Ihr damals nichts getan, um dieses Morden zu verhindern?“ Dann werden wir eingestehen müssen, daß wir zwar todesmutig dem Hitler aus Wachs den Kopf abgerissen haben, in einer parlamentarischen Demokratie das Parlament aber den Willen des Volkes repräsentiert, egal, ob das Volk in seiner Mehrheit mit den Handlungen des Parlaments einverstanden ist oder nicht. Und das macht diese Herrschaftsform ja auch so überlegen. Jedwedes Verbrechen, begangen von den demokratischen Regierungen, ist damit legitimiert und niemand muß hier irgendetwas übernehmen. Schon gar nicht die Verantwortung.

Bild: Nix zu befürchten. Volksvertretrer haben generell gut Lachen. Sie sind für nichts verantwortlich und werden praktisch für nichts zur Verantwortung gezogen, wie, beispielsweise, der Dieb für den Diebstahl. Ob sie nun Volksvermögen in Milliardenhöhe verschleudern, dafür sorgen, daß ausländische Kriminelle und Sozialschmarotzer die Eingeborenen bestehlen, oder ob sie andere Staaten in Blut und Chaos stürzen, ihre Handlungen bleiben für sie selbst immer folgenlos.  Deshalb beneiden uns Despoten, wie dieser Assad auch um unsere Demokratie. Weil, das Schlimmste, was Demokraten passieren kann, ist die Versetzung ins europäische Parlament, wo sie, fürstlich alimentiert, als Komparsen im Demokratietheater auftreten dürfen. Zum Gaudi der Wähler.


Februar 2012
M D M D F S S
« Jan   Mrz »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829  

Blog Stats

  • 2.178.494 hits

Archiv