Wer wird die Verantwortung für die Folgen übernehmen?

Fragt dieser Kommentator. Und meint damit die westliche Politik zum Sturz bisher säkularer Regime in Arabien. Der Blogwart meldet sich an dieser Stelle und ruft: „Niemand!“ In Demokratien sind Volksvertreter für nichts haftbar außer, sie gestatten einer Liebesparade in ihrer Stadt zu paradieren, worauf sich die Teilnehmer an derselben in einer Unterführung gegenseitig tottreten. Ein Aufschrei ging um die erschütterte Welt! Wobei der OB noch nicht einmal zur Liebesparade aufgerufen hat und auch Aufrufe, recht ordentlich zu drängeln und zu schubsen, sind von ihm nicht überliefert.

Bei der Anzettelung von Kriegen muß aber kein Demokrat befürchten, anschließend vor einem Kriegsverbrechertribunal zu stehen, jedenfalls vor keinem, das sie selbst organisiert haben, um ihre Feinde für ihren Widerstand zu bestrafen. So können sie, unterstützt von den Medien, in anderen Staaten Krieg, Mord und Totschlag organisieren und ruhig weiterhin ihr Leben leben, geschossen wird ja irgendwo anders. Wir müssen uns aber immer sagen, daß uns in 50 Jahren junge Menschen fragen könnten, die sich moralisch höchst edel vorkommen, „warum habt Ihr damals nichts getan, um dieses Morden zu verhindern?“ Dann werden wir eingestehen müssen, daß wir zwar todesmutig dem Hitler aus Wachs den Kopf abgerissen haben, in einer parlamentarischen Demokratie das Parlament aber den Willen des Volkes repräsentiert, egal, ob das Volk in seiner Mehrheit mit den Handlungen des Parlaments einverstanden ist oder nicht. Und das macht diese Herrschaftsform ja auch so überlegen. Jedwedes Verbrechen, begangen von den demokratischen Regierungen, ist damit legitimiert und niemand muß hier irgendetwas übernehmen. Schon gar nicht die Verantwortung.

Bild: Nix zu befürchten. Volksvertretrer haben generell gut Lachen. Sie sind für nichts verantwortlich und werden praktisch für nichts zur Verantwortung gezogen, wie, beispielsweise, der Dieb für den Diebstahl. Ob sie nun Volksvermögen in Milliardenhöhe verschleudern, dafür sorgen, daß ausländische Kriminelle und Sozialschmarotzer die Eingeborenen bestehlen, oder ob sie andere Staaten in Blut und Chaos stürzen, ihre Handlungen bleiben für sie selbst immer folgenlos.  Deshalb beneiden uns Despoten, wie dieser Assad auch um unsere Demokratie. Weil, das Schlimmste, was Demokraten passieren kann, ist die Versetzung ins europäische Parlament, wo sie, fürstlich alimentiert, als Komparsen im Demokratietheater auftreten dürfen. Zum Gaudi der Wähler.

6 Antworten to “Wer wird die Verantwortung für die Folgen übernehmen?”


  1. 1 Prosemit 16. Februar 2012 um 07:21

    Und das macht diese Herrschaftsform ja auch so überlegen. Jedwedes Verbrechen, begangen von den demokratischen Regierungen, ist damit legitimiert und niemand muß hier irgendetwas übernehmen. Schon gar nicht die Verantwortung.

    Da muss ich aber heftig widersprechen. Ich kenne viele Politiker, die die Verantwortung tragen. Spätestens bis in den wohlverdienten vorgezogenen Vorruhestand, wo sie die Verantwortung nicht mehr weiter tragen müssen und sich auf den Lorbeeren, gepolstert mit den Ruhestandgeldern oder „Ehrensold“ ausruhen.

    Ich kenne allerdings keinen, der zur Verantwortung gezogen wurde, auch wenn sie gerne Verantwortung übernehmen. Besonders, wenn diese mit Privilegien wie abtastfreies Einchecken beim Fliegen oder den Privatjet zur Geburtagssause mit fremdfinanzierten Hotelupgrade verbunden sind.

  2. 2 eulenfurz 16. Februar 2012 um 08:26

    Doch, Kriegsminister Guttenberg wurde fürs Plagiatieren zur Verantwortung gezogen!

  3. 3 Sophist X 16. Februar 2012 um 08:35

    In einer Auseinandersetzung kämpfen immer Gut und Böse miteinander. Wenn Assad böse ist, ist jeder gut, der gegen ihn kämpft. Anders kann es nicht sein, so kennen es Hillary, Angela und die anderen aus den Filmen am Sonntagnachmittag.

  4. 4 Rucki 16. Februar 2012 um 09:34

    @Sophist X

    Frau sollte halt nie einen „Western“ mit einem „Nahen Ostern“ verwechseln.

    (Der Leser sollte einen Nahen Ostern übrigens nicht mit dem höchsten christlichen Fest verwechseln)

  5. 5 Easterner 16. Februar 2012 um 10:15

    Tja, lohnt sich denn da der Diktatorenberuf ueberhaupt noch? Man hat eine Zeit lang absolute Macht, doch wehe wehe, wenn ich auf das Ende sehe. Das war ja fuer einige dieser Zunft nicht gerade erstebenswert. Als lupenreiner Demokrat teilt man sich die Macht zwar zum Schein mit gleichgesinnten Scharlatanen, das jedoch voellig ohne Risiko, und wer moechte schon wie Gaddafi enden?

  6. 6 Beipflichter 16. Februar 2012 um 14:58

    Doch es gibt schon „löbliche“ Ausnahmen. – Als einem Kurt Waldheim, zum Bleisstift, per gefälschter Dokumente eine Mitgliedschaft in irgendeiner teuflischen braunnazifaschistischen Organisiation „nachgewiesen“ wurde, war er so gut wie füsiliert. So geht es auch heute jedem einfaltspinseligen Politiker, der es wagen sollte gegen den heiligen Antifa-Kanon zu verstossen, sei es auch nur verbal, in einem läppischen Nebensatz. Der kann sich aufs geteert und gefedert werden durch die diskurshoheitlichen Grossinquisitoren der Medienkaste verlassen.


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