Archiv für 6. März 2012

Und der Arme sagte bleich

wäre ich nicht arm, wärst Du nicht reich. Womit die Sache ja ganz klar ist und das nach sozialer Gerechtigkeit schreit. Aber stellen wir uns mal vor, der Brecht hätte einen Blöden genommen, der müßte dann natürlich anklagend rufen: „Wäre ich nicht so ein Volltrottel, wärst Du nicht so ein Schlauer!“  Leuchtet das ein? Der Blogwart meint, das ist doch das Kurzprogramm der Sozialisten. Der Eine hat etwas, das ihm darum genommen werden muß, damit der Andere auch etwas hat. Wenn der Reiche nicht reich wäre, wäre der Arme nicht arm und der Blinde könnte sehen, würde der Sehende geblendet. Hört sich das nicht völlig bescheuert an? Und doch wird das andauernd gepredigt, wenn von Teilhabe gefaselt wird. Verrückt? Aber ja!

Jetzt stellen wir uns mal blöd

und vor, in einem Land stünden Wahlen für das höchste Amt im Staate an und die Medien verheimlichten der wahlbegeisterten aber nicht wahlberechtigten Bevölkerung die Existenz von Kandidaten, wie im Märchen die böse Stiefmutter das Aschenbrödel. Na, was würden wir wohl von diesen Medien halten? Und natürlich, passierte das in Rußland oder Amerika, ach Du meine Güte, wie würden sich da unsere Qualitätsinvestigativen die Finger wund schreiben, daß die  Demokratie gerade in den Sonnenuntergang reitet und „arabischer Frühling, arabischer Frühling“ würden sie rufen und darauf hinweisen, daß bei uns doch alles ganz anders ist und wir können froh sein, aus Auschwitz gelernt zu haben. Nun gibt es sicherlich verschiedene Meinungen zur NPD aber immerhin ist sie eine legale Partei, mindestens so demokratisch wie DIE LINKE, und wenn sie einen Kandidaten aufstellt, mögen dessen Chancen  auch noch so aussichtslos sein, so hat er doch dieselbe mediale Aufmerksamkeit verdient wie diese Beate wer? Oder nicht?

Steinigt sie!

*Michael Mannheimer* schreibt hier in seinem Blog wie die ägyptischen Blütenrevolutionäre derzeit eine Klagewelle gegen Schauspielerinnen lostreten, die sich in der Vergangenheit unislamisch benommen haben, weil es ihre Rollen so vorsahen. Der Blogwart meint, im Grunde ist ihm das ja völlig Wurscht, wie das ägyptische Recht aussieht. Es ist das ägyptische Recht, nicht das deutsche. Und sicherlich sind da auch einige Schönheiten bei der Revolution mitmarschiert und haben nun den Salat und das tut ihm persönlich auch leid. So völlig ohne Häme. Was ihn aber wütend macht, ist die völlige Beklopptheit deutscher Politiker die das bewußt und sehenden Auges in Deutschland befördern und die parasitären Journalisten, die das als Fortschritt in Ägypten behubeln. Ja!!! Demokratie!!! Süper.

Bild: 1909 Berühmte englische Schauspielerin Gladys Cooper. Wird nächste Woche wegen Verspottung Bärtiger in London mit Steinen zu Klump gehauen. Das gehört zu Europa. Sagt Harald Martenstein. Es ist eine Tatsache. Pech gehabt.

Merkels Autobahnen

Wie ja Allgemeinwissen ist, war der Autobahnbau unter der deutschen Reichsregierung Adolf Hitler nicht nur ein gigantisches Arbeitsbeschaffungsprogramm sondern hatte auch höchst praktischen Nutzen. Waren – und Wehrmachtstransporte konnten schneller von Ost nach West und von Nord – nach Süd erfolgen und wir haben heute immer noch etwas davon, denn Mecklenburger kommen so in den Genuß bayrischer Milch, während die Bayern sich Rügenwalder Wurstwaren aufs Brot schmieren können. So sie wollen. Und nach dem Autobahnbau gefiel es dem Großbritannischen Reich in seiner Güte Deutschland den Krieg zu erklären, das Problem mit den Arbeitslosen war also Dank unserer europäischen Freunde gelöst.

Frau Merkel als Bundeskanzlerin steht nun wesentlich bedepperter da. Nicht nur, daß die von ihr subventionierten Solar- und Windkraftanlagen keinerlei praktischen Nutzen zur Versorgung Deutschlands mit Strom leisten, mangels Geldes liegen die von ihr subventionierten „Heiße – Luft“ – Arbeiter nun auf der Straße und vermehren die Arbeitslosenstatistik. Ob uns England noch einmal einen Gefallen tun könnte?

Bild: Liefern kaum Energie, schreddern Zugvögel und Fledermäuse und retten tagtäglich das Weltklima, das es dringend nötig hat. Wird man künftig, um doch noch etwas Positives über die Regierung Merkel zu sagen in die Runde rufen: „Und wer hat denn die Windkraftanlagen gebaut? Herr Ober noch zwei Bier!“

Stimmrechtsweiber

Die letzten Taten der Londoner Stimmrechtsweiber. Unsere Meldung von den letzten Gassenjungentaten der Londoner Suffragetten ergänzen wir durch folgenden ausführlichen Bericht: Am Freitag abend fuhr die Leiterin der Frauenstimmrechtsbewegung im Automobil bei der Privatwohnung des Premierministers vor, nahm ein paar mitgebrachte Steine und warf vier Fensterscheiben ein. Das war das Signal für die Suffragetten, die ganz unauffällig bei den Regierungsgebäuden in Downingstreet und Whitehall sowie in den ganzen weiten Straßenzügen des eleganten westlichen Geschäftsviertels Aufstellung genommen hatten. Der Anschlag, der nun folgte, war sorgsam vorbereitet. Die „Damen“, die bei den Regierungsgebäuden stationiert waren, mußten damit rechnen, daß diese Bauten etwas hinter der Straßenfront zurückliegen und durch eine Umfriedung geschützt sind. Sie hatten sich daher, vorsorglich in Muffs und Handtaschen verborgen, große Steine mitgebracht, andere wieder trugen eine Anzahl mittelgroße in Papier gehüllte Flaschen bei sich. Sobald Mrs. Pankhurst ihre Attacke auf das Haus des Premierministers ausführte, begannen jene Frauen und Mädchen, die sich zur Anteilnahme an der Volksregierung und der hohen Politik berufen fühlen, ihrer  inneren Stimme durch eine Steinwurffüsilade gegen die Gebäude des Innenministeriums und des Ministerium des Innern Ausdruck zu geben. Durch schrille hysterische Schreie spornten sie einander in ihrem edlen Tun an.

Mittlerweile erbrachten die Amazonen im Westend auf eine andere geniale Weise den Befähigungsnachweis ihrer politischen Reife. Hier wurden als Waffe kleine Hämmer gebraucht, die in einem losen Handarbeitsbeutel verborgen waren. In wenigen Minuten waren die Riesenfensterscheiben der Ladenpaläste zu Hunderten zertrümmert. Das Straßenbild ist im Londoner Westend um die Stunde vor Geschäftsschluß außerordentlich belebt. Als man allenthalben das Splittern der Fensterscheiben und das Klirren der Scherben hörte, entstand im Publikum eine nicht geringe Aufregung. Die Läden und Kaufhäuser schlossen sofort ihre Portale und verbarrikadierten die beschädigten Fenster zum Schutze der Auslagen mit Brettern.

Es war zu bemerken, daß sich die Angriffe der Stimmrechtlerinnen hauptsächlich gegen Juwelierläden und Postanstalten wendete. In der Agentur der Hamburg – Amerika – Linie in der Cockspurstreet wurde eine Spiegelscheibe im Wert von 2400 M zerstört und ein wertvolles Schiffsmodell durch Steinwürfe beschädigt. Auch im Geschäftslokal des Norddeutschen Loyd wurde eine Spiegelscheibe im Wert von 1600 M in Scherben geschlagen. Insgesamt beläuft sich der angerichtete Schaden auf Hunderttausende. Es wurde notwendig, Polizeireserven heranzuziehen, die in Gruppen von je zwei oder drei Mann vor jedem Laden Posten nahmen. Dieser Gassenjungenstreich führte zur Verhaftung von 152 Suffragetten. Und das, fügt der Blogwart hinzu, konnten sie sich nur leisten, weil in Europa ein romantisch verklärtes Frauenbild geschaffen wurde,  und die meisten Steineschmeisserinnen der begüterten Oberschicht angehörten, der Papa oder der Ehemann würde sie schon wieder aus dem Schlamassel rausholen. *Coburger Zeitung 06. März 1912 *

Bild: Kochen und Bügeln mittels Elektrizität in Arbeiterwohnungen. Die einen, meint der Blogwart, machen das Leben durch praktische Erfindungen leichter, andere wiederum kämpfen um den Platz am Fressnapf mittels Terror oder Quotenregelung. Fällt allerdings die Stromversorgung aus, so, wie das unsere weise Bundeskanzlerin seit Jahren vorantreibt, ist es Essig mit Kochen, Bügeln und allem anderen.

 


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