Archiv für 13. März 2012

Polen hungert

Unterm Griechenland – Getöse ist völlig untergegangen, wie schlimm es dem polnischen Brudervolk geht. … Die Polizei hat innerhalb von fünf Tagen drei Diebesbanden gestellt … Alle zehn Tatverdächtigen, darunter drei Frauen, stammten aus Polen … in ihrem Auto wurden unter anderem 36 Flaschen mit Whisky und diverse Süßwaren gefunden. … Im Wagen wurde ebenfalls gestohlener Alkohol, aber auch größere Mengen elektrischer Zahnbürsten und andere Kosmetika entdeckt. Mal abgesehen davon, daß nach Schengen Deutschland sicherer geworden ist und der Diebstahl fast gegen Null tendiert, wie es der große Wolfgang Schäuble voraussah, möchte der Blogwart doch jeden wohlmeinenden Mitbürger aufrufen, Care – Pakete nach Polen zu versenden, mit Alkohol, Süßigkeiten, Kosmetika und Elektrogeräten, erstens müssen Polen dann nicht mehr nach Deutschland fahren, um gegen ihren Hunger zu klauen und zweitens ist das gut fürs Klima, denn es schont deren Autos und Nachfolger müssen dann auch nicht mehr so rasch in Deutschland gestohlen werden. Also ran jetzt. Stichwort für die Sammelaktion: „Vier Panzersoldaten und ein Hund“.

Bundeswehrsoldaten – schämt Euch!

10 Jahre lang stehen die Soldaten der Bundeswehr nun am Hindukusch, wo sie darauf achten, daß in Münchner U – Bahnen kein Rentner von Zugewanderten zu Brei getreten wird. Dort, so erzählte es Herr Struck, verteidigen sie Deutschlands Freiheit. 10 Jahre lang stützten sie dabei auch ein Regime, daß für das Verlassen des Islam mit anschließendem Beitritt zum Christentum die Todesstrafe vorsieht und es ausdrücklich erlaubt, Frauen die Hucke vollzuhauen. Also etwas, was mit dem Grundgesetz und den westlichen Werten, wie sie so in Deutschland propagiert werden, gar nicht in Übereinstimmung zu bringen ist. Natürlich können die Bundeswehrssoldaten, die wegen der Tarnung Brunnen bohren, Brücken bauen  – und Schulen, gar nicht erkennen, welch menschenverachtendes Regime sie da stützen, denn immerhin besucht sie auch die Kanzlerin. Und die müßte es ja genau wissen, hat sie doch diesen Karsai damals selbst installiert. Auf dem Petersberg. Alternativlos.

Der Blogwart fragt sich nun ganz besorgt, wie können die Kameraden von der Bundeswehr es mit ihrem Gewissen vereinbaren, ein so mörderisches Regime zu stützen? Und wie werden sie sich einst rechtfertigen, daß unterm Schutz ihrer Waffen solch Grausamkeiten begangen werden konnten, werden sie sagen: „Wir haben nur Befehle befolgt, wie die Soldaten der NVA?“

Bild:  Soldaten. Müssen immer die Suppe auslöffeln, die ihnen Politiker einbrocken. Entscheidend dabei ist aber immer, sind die Politiker Demokraten, können sich Soldaten bei all ihren Missetaten auf den Volkswillen berufen, in Diktaturen jedoch nicht, hier heisst es entweder, die Flinte ins Korn werfen oder hinterher einen Prozeß durchstehen, wo man sich auf den Befehlsnotstand beruft und die mangelnde Einsicht. Was freilich nicht hilft.

Warum spricht die Frau nicht deutsch

und warum werden deshalb Polizisten gescholten? Natürlich, die Gefahr, von der Zwickauer NSU – Zelle in Deutschland erschlagen zu werden, übersteigt die Gefahr Opfer migrantischer Einwanderer zu werden, um das Vielfache, dennoch, sollte, wer in Deutschland lebt und arbeitet, nicht wenigsten so viel Deutsch können, um im Notfall anrufen zu können: „Hilfe, Nazis wollen uns bis zu Führers Geburtstag erschlagen!“ Sollte das nicht wenigstens als geringste Integrationsleistung erwartet werden können? Der Blogwart meint ja.

Unsere Nachbarn in Ostafrika

Zu den Vorgängen in Portugiesisch – Ostafrika. Unter der Überschrift: „Die Makuaneger, unsere Nachbarn in Afrika“ veröffentlicht Herr Erich Ruckhaber in der Nr. 63 des „Berliner Tagblatts“ einen Aufsatz, dem wir folgendes entnehmen:

Auf welcher niedrigen Stufe der Moral die Makuas stehen, geht daraus hervor, daß sie sich von den Portugiesen willig als Soldaten gegen ihre eigenen Stammesbrüder brauchen lassen. Der rote Fez, den sie dabei zu tragen bekommen, die Autorität, die sie sich dabei geben können und auch gründlich ausnützen, besonders wenn sie einem anderen etwas wegnehmen wollen, etwa sein Weib, übt einen Reiz auf sie aus, der stärker als alle Brüderliebe ist. Wie grausam sie gegen ihresgleichen Krieg führen, erlebte ein mir befreundeter Kommandant eines Militätpostens. Er sah, daß sein Posten angegriffen wurde und schickte alle seine Leute gegen sie aus. Nach kurzer Zeit kamen diese siegreich zurück und brachten ihm als Zeichen des Sieges ungefähr 150 abgeschnittene männliche Genitalien.

Herr Ruckhaber schildert dann weiter, wie die Portugiesen das unter den Makuas wohnende, augenscheinlich eine weit höhere Kultur als diese besitzende Volk der Lomes unterwarfen und sagt dazu:

Vor vier Jahren hielten die Portugiesen ihren Eroberungszug bei ihnen. Sie haben sich standhaft gewehrt. Von den 5000  Mann, die sie vorher zählten, sind die Hälfte dabei umgekommen. Die Welt hat davon nichts erfahren, nicht einmal ich, der ich damals in der nächsten Nähe wohnte. Die Portugiesen sind eben ein altes Kolonialvolk, das muß man ihnen lassen,  und verstehen ohne großen Lärm Krieg zu führen.

Wir können uns zur Höhe dieses Urteils leider nicht aufschwingen. Wenn diese Tatsachen wahr sind – und Herr Ruckhaber ist seiner Angabe nach Jahre lang in Mocambique gewesen, wird also wohl Bescheid wissen – dann handelt es sich um Schandtaten, die zum Himmel schreien. Es ist auf die Dauer nicht mehr erträglich, daß dieses Volk, das in seiner ganzen Geschichte niemals wirklich kolonisiert hat, an unserer Grenze eine Schandwirtschaft treibt, die auf die Dauer auch für unsere Kolonie Gefahr bringen muß. Wenn die kürzlich von uns gebrachte Meldung von der Erstürmung einer portugiesischen Boma durch die Leute Matakas sich bewahrheitet, so beginnen wir die Motive, welche die Eingeborenen zur Empörung getrieben haben, mehr und mehr zu verstehen. *Ostafrikanische Zeitung 13.03.1912*

Schlimme Zeiten waren das damals, so ganz anders als heute, meint der Blogwart, und es gibt ja immer wieder Gegenden der Welt, die von Despotie und Rückständigkeit zu befreien sind, zum Beispiel durch unsere amerikanischen Freunde. Erstaunlich ist aber, daß bereits 1955, also 10 Jahre nach dem abartigen faschistischen Regime unter Hitler, die Deutschen  verstanden hatten, daß Leute zu steinigen und von Dächern zu werfen, keine Art ist, seinen Unmut über Frisuren Ausdruck zu verleihen, während die Menschen im Irak, die vor der brutalen Herrschaft dieses Saddam Husseins zitterten, und nicht vor schiitischen Milizen, immer noch nicht begriffen haben, daß solche Praktiken nicht zum Islam gehören, der im Grunde ja friedlich ist und deshalb, so Ex – Bundespräsident Wulff, zu Deutschland gehört. Der hat ja nun Zeit, könnte sich in den Irak begeben und mit diesen Emos reden, daß sie sich bitte den Traditions- und Haartrachtvorstellungen der Schiiten anpassen mögen. In Deutschland klappt das ja auch. 

Bild: Dank Schmidts Kraftnahrung aus Dresden, unterwerfen die Europäer immer weitere Gebiete Afrikas, zwingen edle Schwarze unter den Fez und sie dazu, die Genitalien ihrer getöteten Feinde abzuschneiden.  100 Jahre später, obwohl es kaum noch Weiße in Afrika gibt, haben die Schwarzen nichts von ihrer damaligen Zivilisiertheit verloren, etwas, auf das sich besonders Philippa Ebéné etwas einbilden kann.


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