Archiv für 20. März 2012

Catherine Ashton macht sich alle Ehre

Das muß der Blogwart aber mal sagen, wenn die EU Leute in Posten bringt, dann sucht sie auch die aus, die an geistigen Gaben stark benachteiligt sind. Wer könnte sich Catherine Ashton als fleißige Arbeiterin in einer Werkstatt für Behinderte vorstellen, wo sie Bilder mit dem Mund malt oder Besen mit den Füßen bindet? Niemand doch! Deshalb ist es auch gut, daß die EU sie beauftragt hat, sich da draussen, außerhalb der EU, aufzuhalten, damit sie nicht zufälligen Besuchern in Brüssel vor die Füße fällt und diese einen unangenehmen Eindruck bekommen.

Ganz läßt es sich aber nicht bewerkstelligen, daß Frau Ashton aus der Öffentlichkeit ferngehalten wird, dann zieht es sie mit Macht zum Mikrophon und immer gibt es niederträchtige Menschen, die ihren Spaß mit der geplagten Frau treiben, ihren Schabernack, um sich hinterher an ihren Dummheiten zu ergötzen. Wenn sie ihr ein Mikrophon vors Angesicht halten und Frau Ashton darauf anspringt, wie der Hund auf den Knochen.

So wie jetzt: „Wenn wir daran denken, was heute in Toulouse passiert ist, erinnern wir uns daran, was letztes Jahr in Norwegen passiert ist, wir wissen was momentan in Syrien passiert und wir sehen, was in Gaza und an anderen Orten passiert, wir denken an junge Menschen und Kinder, die ihr Leben verloren haben,“ Klar, daß ihr daraus jetzt wieder Leute einen Strick daraus drehen. Vermutlich wird sie sogar dazu gedrängt, sich zu entschuldigen. Aber warum?

Hat sich Catherine Ashton das ausgesucht, daß sie ist, wie sie ist? Eine Frau. Dämlich. Und dazu noch hässlich? Gut, das mit Toulouse, da haben deutsche Nazis auf jüdische Kinder geschossen, weil das zwangsläufig Nazis sind. Die so etwas tun. Und Norwegen, da war dieser Nazi Breivik, der hat auf die Kinder von Judenfeinden geschossen, weil Nazis, das nicht so richtig auseinanderhalten können. Juden, Freunde, Feinde – alles eins. Aber Syrien? Fahren da auch Leute vor Schulen und knallen die Kinder ab? Und die Lehrer gleich mit? Aber wer? Assads Schulinspektoren? Verbitterte ehemalige Schüler wegen schlechter Zensuren oder irgendwelche westlichen Nichtregierungsorganisationen? Und was, zum Himmel geschieht in Gaza? Hat da jemand den letzten bethlehemischen Kindermord nicht ordnungsgemäß ins Fernsehen gebracht?

Wie geschrieben, der Frau sollte man nicht vorwerfen was sie ist oder was sie tut oder gar Entschuldigungen von ihr verlangen. Das würde ihre beschränkten Gaben komplett überfordern. Seien wir alle froh, daß sie dort gut versorgt wird in Brüssel und hier niemand anruft, der ihre mundgemalten Grußkarten verkaufen will.

Knuddeln mit Anne Frank

Keine Ahnung, warum sich die Jüdische Allgemeine so aufregt? Natürlich, die Darstellung so hinter dem Schreibtisch, wie sie gerade an ihren „Feuchtgebieten“ schreibt, als wäre sie ein ganz normales Kind, das im nächsten Augenblick zum Handy greifen wird, um ihren Freundinnen SMS zu schicken, das jagt einem Besucher nicht gerade Schauer über den Rücken. Oder Angst. Oder treibt ihm die Tränen in  die Augen. Außer das Bewußtsein, daß das Handy noch gar nicht erfunden ist oder Facebook. Armes Mädchen!

Und dann sieht sie wahrscheinlich noch total uncool aus in ihren Klamotten. Und auch nicht wie jemand, der einem ins Gesicht brüllt: „Du Nazisau hast mich ermordet! Ja, gucke nicht so blöde. Was, Du sagst Du bist erst 14!? Meinst Du, das spricht Dich von der Erbsünde frei?“ Was sie eigentlich tun müßte. Und was ja auch ihre Aufgabe ist.

Kitsch nennt die Jüdische Allgemeine das. Naja, so was ist immer Geschmackssache. Gerade bei Deutschen. Da lieben manche ihre Gartenzwerge und andere Anne Frank. Daß ihr einer den Kopf abreisst, wie diesem Hitler, das steht wohl nicht zu befürchten. Eher, daß sie entführt wird. Oder befreit. Man kann sich das aussuchen. Und sagt doch mal ehrlich, wenn man schon von den Deutschen ermordet wurde, muß man es dann noch als Strafe ertragen, sein ganzes Leben in Wachs hinter einem Schreibtisch zu hocken? Statt inmitten von Frühlingsblumen? Der Blogwart sagt nein! Also geht los und knuddelt die Kleine ein bischen, sie kann den Trost gebrauchen. Sie hat wahrlich kein leichtes Leben.

Bild: Wäre Anne Frank nicht von einem holländischen Landsmann denunziert worden, wofür sich die Holländer aber keineswegs schämen, wäre sie vielleicht in Hollywood groß herausgekommen und müßte nicht im Kinderformat im Wachsfigurenkabinett der Erlösung harren. Ob man sie wachküssen kann?

Das ZDF hätte auch Adolf Hitler eingeladen

…hätte es damals  das Zweite Deutsche Fernsehen schon gegeben und ihm damit eine Plattform zur Verfügung gestellt, für seine kruden, eugenischen Theorien. Soviel ist mal sicher. Denn wer Machmirdendschihad interviewt, natürlich nur, um dessen Vernichtungsphantasien über Israel streng zu geisseln und an das Gewissen des Völkermörders  zu appellieren, der wäre natürlich auch vor dem Föhrer und Reichskanzler nicht zurückgeschreckt. Jeglicher Gefahr trotzend. Am Ende hätte es sogar den mimimi – Holocaust – mimimi verhindert, der Hitler wäre weinend im Fernsehsessel zusammengebrochen, was dann sein Ende gewesen wäre. Man bedenke, der Föhrer! Weinend. Und die harten Kerle von SA und SS sehen das live und in Schwarz – Weiss. So ein Mann ist doch dann für die weitere politische Karriere erledigt. Da der Blogwart nun ja kein Fernsehen mehr sieht fragt er die mitlesenden Fernsehkieker, ob der grandiose Plan des ZDF aufgegangen ist. Ist er? Der Putin ist ja damals auch von der ARD vollständig zur Sau gemacht worden. Weshalb er heute wieder Präsident ist.

Ach, da sieht der Blogwart gerade, er hat den mimimi – Holocaust – mimimi geleugnet und gesagt: „Die haben eine Geschichte mit dem Titel Holocaust gemacht, und die Schäden, die Kosten dafür müssen die Palästinenser tragen“. Nun hat ihm das ZDF garantiert widersprochen, wie das wahrheitsliebende, aufrechte Journalisten tun, denn daß die Deutschen die Palästinenser sind, das sollte selbst für Leute vom ZDF etwas ganz Überraschendes sein. Zeit, daß sich mal die Staatsanwaltschaft mit diesem Machmirdendschihad befasst. Wegen dieser unangebrachten Meinungsäußerung!

Bild: Nur die Furcht vor der investigativen Schonungslosigkeit des ZDF bewog den damaligen Föhrer, Volksschauspieler und Reichskanzler, den Reichsender Paul Nipkow nicht flächendeckend in alle Haushalte auszustrahlen. Meinungsunterdrückung ist ein klassisches Merkmal von Diktaturen. Deutschland gehört, gottlob, nicht dazu.

Leider leider

 

Wie die Märkische Allgemeine berichtet, gilt das Versammlungsrecht … nunmal auch für Rechtsextreme. Noch, fügt der Blogwart hinzu. Und leider, leider.  Brandenburgs Polizeipräsident Arne Feuring bedauert indessen, daß  die Polizei vorerst noch der Neutralität verpflicht sei.   „Für uns ist das immer wieder ein Gewissenskonflikt“, so der Polizeichef. Die staatsbürgerlichen Rechte jedem zu gewähren. Und der Blogwart fragt: Wie lange noch? Wie lange dürfen irgendwelche Leute von vorvorgestern, Naziverbrecher, Judenmörder, Ausländerhasser und alle die, von denen die Nationale Front sagt, sie sind es, einfach so ihre Meinung frei äußern, ohne daß sie die Antifa sofort zusammenschlägt? Man sieht ja an Toulouse, was bei solcher Nachsicht herauskommt. Oder nicht? Der Brandenburger Polizeichef jedenfalls hat das ganze Mitgefühl des Blogwarts. Alleine die Vorstellung, wie dieser brave Mann sich jede Nacht unterm Gewissenskonflikt windet, dem Gesetz genüge zu tun oder einfach den sozialistischen Pöbel machen zu lassen, das ist wirklich furchtbar.

Bild: Deutsche Rechtsextreme werden immer dreister. Hier demonstrieren sie für das Recht, ihre Meinung frei zu äußern, dabei darf in Deutschland jeder ihre Meinung sagen, also die Meinung der Linkspartei, beispielsweise oder die der Bundeskanzlerin. Um die braven Ordnungshüter zu verwirren tragen sie Transparente in englischer Sprache, wenn dann der Übersetzer eingetroffen ist, um strafrechtlich Relevantes zu notieren, hat sich die Versammlung meist schon verlaufen. Und wer ist eigentlich dieser C. Coughlin

Neues von Frau Wagenknecht

Über Rosa Luxemburg, die damalige zu früh geborene Frau Wagenknecht der heutigen DIE LINKE, schreibt die „Freiburger Zeitung vom 20.03.1912*: Auf der Generalversammlung der sozialdemokratischen Wahlvereine Berlins hat Parteisekretär Braun die bekannte Rosa Luxemburg wegen ihres Widerspruchs gegen das sozialdemokratische Stichwahlabkommen mit der fortschrittlichen Volkspartei eine unverantwortliche kapriziöse Primadonna genannt. Der Parteisekretär wollte ohne Zweifel dem Mißmut des Parteivorstandes über die Kritik der Luxemburg Ausdruck geben.

Noch deutlicher macht das Organ des sozialdemokratischen Bauarbeiterverbandes (der Grundstein) seinem Unwillen über den Aufruf Luft, den die Luxemburg in der Bremer Rede an die sozialdemokratische Wählerschaft gerichtet hat. „Ihr müßt jetzt“, so gebot sie den sozialdemokratischen Wählern, „als Masse auf den Kampfplatz und müßt für das preußische Wahlrecht und den Achtstundentag auf der Straße kämpfen“. – Das Organ des Bauarbeiterverbandes wendet sich gegen diesen Befehl u. a. mit folgenden Ausführungen: „Wir können auch nicht die hier und da herrschende Auffassung akzeptieren, daß diese Redereien harmlose Predigten seien; denn die Durchbildung der Arbeiterschaft in der Praxis des Klassenkampfes ist doch eine zu ernsthafte Sache, als daß sie Raum für solchen Unfug bieten könnte. Wir können schon darum nicht dazu schweigen, weil unsere Organisationen, unsere Gewerkschaften die Folgen einer solchen Aufpeitschung der Gemüter und Verwirrung der Geister zu tragen haben. Das Ganze, der Wirklichkeit abgewandte Wesen dieser Propaganda, wovon die Luxemburgischen Reden und Artikel nur den Gipfel darstellen, ist der Grund, auf dem die Schwierigkeiten wachsen, ohne die heute kaum noch eine Lohnbewegung größeren Stils durchgeführt werden kann. Soweit dies letztere Übel – die inneren Kämpfe in den Gewerkschaften bei den Lohnbewegungen – eine psychologische Wurzel hat, ist diese Propaganda deren Nährboden. Und darum erheben wir Protest dagegen. …  Es ist kaum zu verstehen, wie ein urteilsfähiger Mensch der Arbeiterschaft zum „frisch – fröhlichen Sturm“, zum „Kämpfen auf der Straße“ raten kann“.

Vom Bergarbeiterstreik. Anschlag auf Arbeitswillige im Ruhrgebiet. In Asseln (Landkreis Dortmund) wurden in der Nacht zum Dienstag an den Wohnungen von Arbeitswilligen Dynamitpatronen zur Explosion gebracht, wodurch Türen und Fenster stark beschädigt wurden. Personen wurden nicht verletzt. Auf die Ergreifung der Täter sind 1000 Mark Belohnung ausgesetzt worden. Die Behörden haben die Untersuchung eingeleitet. Überfall. Im Stadtteile Delftern in Hagen (Westf.) wurde ein Schachtmeister von zwei montenegrinischen Arbeitern überfallen. Der Angegriffene schoß in Notwehr und tötete einen sofort, während der andere schwer verletzt wurde. Der Blogwart meint: Hier an dieser Stelle fehlt wohltuend jegliches gutmenschliche Gejammer um die Angreifer und es fällt auf, daß die Zeitung offenbar noch weiß, was Notwehr bedeutet. Heute wissen das nicht mal mehr die deutschen Gerichte, von den Journalisten ganz zu schweigen.

Bild: 1912 noch als unvernünftig abgetan, schlug die große Stunde Rosa Luxemburgs 1918, als sie, zusammen mit Karl Liebknecht, einen Bürgerkrieg in Deutschland entfesselte, weshalb sie heute von den LINKEN immer noch verehrt wird, eine große Frau, die vorzugsweise Andere für ihre Ideen sterben ließ, so, wie man das von großen Menschen gemeinhin gewohnt ist. 


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