Archiv für 23. März 2012

Qualitätsjournalismus in Aktion

Die Sucht, die Wahrheit zu ergründen, ist förmlich mit den Händen zu greifen. Danke, GEZ, Du ermöglichst es Leuten, wie den gezeigten, ein hartes, gefahrvolles Leben im Dienste der Volksbildung zu führen.

ARD demaskiert Wladimir Putin

ZDF treibt Ahmadinedschad in die Enge

Deutschland darf wieder Lachen

Glück gehabt. Forderte, nach den Recherchen von Eulenfurz, als noch nicht klar war, ob der verrückte Einzeltätermoslem in Toulouse vielleicht doch der wiederinkarnierte Föhrer ist, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, noch eine deutschlandweite Schweigeminute für die in Toulouse ermordeten Juden, die  in deutschen Schulen abzuschweigen sei, kann Deutschland nun aufatmen.

Mit Rücksicht auf den immer größer werdenden Anteil moslemischer Kinder an deutschen Bildungseinrichtungen wird auf das Schweigen verzichtet. Man wolle, so hieß es, in einer Stellungnahme aus dem Zentralrat, die Gefühle der muslimischen Kinder nicht verletzen. Es werde aber gebeten,  Jubelfeiern, wie sie im Gaza – Streifen üblich sind, auf die geglückten Ermordung von Juden,   im Familienkreise abzuhalten. Schließlich müsse der Unterricht ja weitergehen. Bildung sei wichtig. Hieß es in der Stellungnahme.

Der Blogwart meint, die Stellungnahme war natürlich erstunken und erlogen. Denn ganz klar macht es für Herrn Graumann keinen Unterschied ob der Täter ein Rechter war, der das Recht nicht verstanden hat, oder ein verrückter Moslem mit Islam – Hintergrund. Andernfalls könnte man ja auch sonst was für Ideen kommen.

Bild: Der Föhrer war es dieses mal nicht, der das Massaker in Toulouse zu verantworten hatte. Deutschlands Kinder können deshalb ungehindert Lachen, Lernen, Fröhlich sein und Singen und stolz das Pali – Tuch tragen. Wie es im Liede so schön heißt. Andernfalls hätten sie schweigen müssen. Und das ist bekanntlich Gold.

Die einzige Antwort

Verschärfter Schnapsboykott. Berlin 23. März. 1912 (W. T.-B.) Der Vorwärts schreibt: Arbeiter! Parteigenossen! Die Spirituszentrale hat die Preise wieder erhöht. Die einzige Antwort darauf lautet: Verschärfung des Schnapsboykotts.

Wie erwartet erklärt Frankreichs Präsident Sarkozy den Killer von Toulouse für verrückt. Verrückte Muslime hätten nichts mit dem Islam zu tun, während verrückte Nazis wohl etwas mit Nazis gemein hätten. Nämlich den Nazi. Um einem Generalverdacht gegen nichtverrückte Muslime entgegenzuwirken, ruft der Präsident auf, Muslime auf der Staße anzusprechen, sie zu küssen und ihnen zu sagen, wie dankbar Frankreich ist, daß sie seine Lande bevölkern. Ein Vorgehen, das auch in Deutschland Schule machen sollte. Meint der Blogwart. Nazikatzen sollten hingegen nicht auf solch feinsinnige Differenzierungen hoffen. 

Marokkanisches Raubgesindel. Madrid, 23. März. (W. T. – B.) Vierzig Marokkaner, die zur Bergung der Ladung des bei Leuta gestrandeten deutschen Dampfers Arenfeld angeworben worden waren, plünderten die Waren, töteten einen Maschinisten und verwundeten den Kapitän eines Rettungsdampfers. Der Gouverneur traf Schutzmaßnahmen.

Bilder aus dem brennenden Peking.  Das junge China hat eine schwere Niederlage erlitten: darin gipfeln die Schilderungen William Maxwells, der gegenwärtig in Peking weilt und ein interessantes Bild von den Einzelheiten des jüngsten Aufruhrs entwirft. Plötzlich und überraschend brach das Signal des Aufruhrs los: „wir kletterten hastig auf einen Glockenturm und zählten gleich zu Anfang nicht weniger als zehn verschiedene Feuerstätten. Die verbotene Stadt ist ein einziges Flammenmeer und von allen Seiten knattern Geschütze. War es eine Gegenrevolution oder Meuterei? Ich stürmte durch die Straßen, von allen Seiten hasteten Europäer und Japaner in das Gesandschaftsviertel, europäische Soldaten begleiteten Sie, in den Eingängen machte man die Geschütze schußbereit. Es war schon dunkel: nun zuckte der deutsche Scheinwerfer durch die Nacht und in seinem grellen Scheine sah man, wie amerikanische Soldaten hastig die Wälle besetzten. In der berühmten Morisonstraße – sie wird nach dem dort wohnenden Timeskorrespondenten so genannt – schien die Hölle los zu sein, die Flammen wogten, überall meuternde Soldaten. Es waren angehörige der modern organisierten und modern ausgerüsteten dritten Division, unter dem Befehl ihrer Offiziere schleppten sie fort, was an Wertsachen nur zu ergattern war. Ich sah diese modernen Soldaten Chinas blindlings auf die entsetzt und fassungslos dastehenden Kaufleute feuern, Soldaten erbrachen Türen und Fenster und bedrohten jeden Chinesen mit dem Tode, der ihnen nicht sofort seine Wertsachen und den Schlüssel zu seinem Geldschranke auslieferte. Und diese Plünderungen, dieser Raub wurde sorgsam und methodisch ausgeführt, die Soldaten nahmen nur das Wertvolle, warfen das andere beiseite, überließen es den Kulis, zerschmetterten sinnlos Porzellangeräte und vergaßen nicht, die Lampen umzuwerfen, damit das Haus in Feuer aufgehe. Und das waren diese europäisch geschulten Soldaten, die fremde Kritiker so oft gelobt haben, das waren die modernen Truppen, gegen die die Revolutionsarmee des Südens machtlos sein sollte! Ich hatte mir längst ein höchst ungünstiges Bild über die Disziplin bei diesen jung – chinesischen Truppen bilden müssen, hatte auf meiner Reise von Hankau nach Peking genug gesehen, um zu wissen, was von dieser modernen chinesischen Armee zu halten ist. Ich besuchte auch Kwantschui, den entlegensten Außenposten der Nordarmee: 24 Stunden vorher hatten diese modernen Soldaten die Stadt in Brand gesteckt und die Militärkasse mit 25000 Doll. geraubt. … “ *Freiburger Zeitung 23.03.1912*

Bild: Um den Kapitalisten den Saft abzudrehen, ruft der sozialdemokratische Vorwärts die klassenbewußten Arbeiter dazu auf, so lange auf den Genuß hochprozentiger geistiger Getränke  zu verzichten, bis die Preiserhöhung zurückgenommen wurde. Stattdessen wird der Verzehr von Gänsewein empfohlen. (Bild) Hier eine junge Klassenkämpferin, die das begehrte Nass schöpft, um damit, gemeinsam mit ihren Klassenbrüdern und – Schwestern, auf den Sieg der Revolution und das baldige Absterben des faulenden, parasitären Kapitalismus anzustoßen. Wohl bekommts.  Boykotte sind eine der schärfsten und wirksamsten Waffen der revolutionären Arbeiterjugend. Wie zum Beispiel der Boykott jeglicher Arbeit.


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