Rußland will Osteuropa militärisch bedrohen

meint Zettel. Womit? Fragt der Blogwart. Mit Atomraketen? Mit einer Armee, die ihre Reserven zusammenkratzen mußte, um den Aggressor Georgien zurückzuschlagen. Die mit 5 veralteten Langstreckenbombern Stärke demonstriert? Deren Kriegsflotte marode ist? Die sich wie ein Schneekönig freut, wenn ihr Indien modifizierte Suchoi – Bomber zurückverkauft. Die mit veralteten Panzern herumgurkt? Da er aus Zettels kleinem Zimmer geflogen ist, stellt er die Frage hier. Offenbar empfindet der Blogger Zettel Rußland als größere Gefahr als das geschätzte Amerika, das seit Ende der Blockkonfrontation unaufhörlich Kriege in aller Welt führt, um Freiheit, Demokratie und Coca Cola zu verbreiten. Nun, in Rußland herrschen bereits Coca Cola, die Demokratie ist gelenkt, wie in Deutschland, und die Freiheit mindest ebenso groß. Außer, was Schwulenparaden betrifft. Klar, daß Rußland aber keine Lust auf einen amerikainitiierten russischen Frühling hat. Wenn dabei auch ordentlich viel Russen totgeschossen werden, wie Lybier in Lybien oder Syrer in Syrien oder Afghanen in Afghanistan, werden die meisten Totgeschossenen doch gerne auf das Totsein verzichten können.

Auch der letzte Ahnungslose könnte inzwischen bemerken, daß die Sowjetunion mausetot ist und da der Kapitalismus regiert. Wie unter dem Zaren. Wo es eine Duma gab. Eine Art Parlament. So wie heute. Der Zar hat ja, wir wissen es, auch pausenlos Osteuropa überfallen. Deshalb müssen wir uns alle fürchten, daß die Sowjetarmee wieder bei uns einmarschiert. So mit „Leuchtend prangten ringsrum Apfelblüten … “ und den Panjewagen und T 72. Aus Georgien sind sie ja auch nicht wieder abgezogen.

20 Responses to “Rußland will Osteuropa militärisch bedrohen”


  1. 1 eulenfurz 28. März 2012 um 06:20

    Schrecklich, dann leben wir wohl bald wieder in einer pseudodemokratischen Sowjetzone mit einer FDJ-Sekretärin an der Spitze?

  2. 2 Karl Eduard 28. März 2012 um 06:37

    Ja. Mit sowjetischen Nuklearwaffen erzwungen. Der Honecker hatte damals ja auch keine Wahl. Tanzt nach unserer Pfeife, haben die Russen gesagt, wir pulverisieren Euch sonst zu Atomen. Was will man da machen? Trotz amerikanischer Pershing II mußte der Dachdeckerlehrling sich der nuklearen Drohung beugen. Fukushima mahnt.

  3. 3 Orwell 28. März 2012 um 07:23

    Bei Zettel rausgeflogen, oi wej. Nunja, man kann dort vieles lesen, vor allem aber immer öfter die Meinung Zettels, die er für das non plus ultra und die ultimative Weisheit erkennt. Selbstkritik selbst bei nachgewiesenen Irrtümern kommt nicht, eher das Rückversichern bei anderen, ob nicht seine „Meinung“ besser wäre als die Logik die ihr zuwieder spricht und klar erkennbar ist. Ich habe den Verdacht das Zettel an einer Art des Altersstarrsinns leidet, und/oder aber ein „egooppinionales“ Weltbild besitzt. Leider nicht zu ändern.

    Seis drum, nicht weinen, Kalle-Ede 😀

  4. 4 Orwell 28. März 2012 um 07:27

    Also, dieses Kommentarfenster braucht eine Erika oder Edit! 😀
    (zuwider! -nicht zuwieder)

  5. 5 Karl Eduard 28. März 2012 um 07:35

    Iss egal. Die Rechtschreibung von Blücher war auch katastrophal und dennoch hat er Napoleon verhauen.

  6. 6 EisbärIn 28. März 2012 um 09:20

    Man braucht sich da ja nur mal in die Geschichte der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts anzugucken. Was haben die Amis den Menschen in der von Ihnen besetzten Zone gebracht? – nichts, außer Freiheit und Wohlstand. Da hatten es die Menschen in der sowjetisch besetzten Zone aber deutlich besser – denen wurde von den edlen Sowjetrussen der Sozialismus geschenkt, das war doch was!

  7. 7 Karl Eduard 28. März 2012 um 09:30

    @EisbärIn

    Ich dachte, Freiheit und Wohlstand hätten die Türken den Deutschen erarbeitet. Nicht die amerikanischen Befreier.

  8. 8 Beipflichter 28. März 2012 um 10:20

    Aproposito: Um ihren „Sozlsmus“ (O-Ton Dachdecker) hat unsere West-Intälligänzija die Ostzoneure von Anfang an und jahrelang schwer beneidet und mit veritabler Fassungslosigkeit mitansehen müssen, wie dieser kostbare Schatz zu Beginn der 90-er so achtlos weggeworfen wurde. – Daher setzt sie jetzt alles daran, diesen „Nie-Gelungen“-Schatz zu bergen und das gesamte Füllhorn seiner Köstlichkeiten und Wohltaten erneut über uns auszugiessen.

  9. 9 Karl Eduard 28. März 2012 um 11:00

    Ulkigerweise sind aber kaum begeisterte Westmenschen in die DDR übergesiedelt. Selbst diese Luc Joachimsen nicht. Die Bundespräsidentengeheimwaffe der DIE LINKE.

  10. 10 Beipflichter 28. März 2012 um 11:28

    Iss auch klar. – Edel und selbstlos, wie sie nun mal sind, wollten sie die sozialistischen Segnungen nicht exklusiv für sich selbst in Anspruch nehmen, sondern darauf hinarbeiten, dass der S. auch den Rest- Westzoneuren zuteil werde. – Nicht wie diese schnöden „Republikflüchtlinge“, die sich ohne Rücksicht auf ihre Brüder und Schwestern in Christo, äh in Marxo, den westlichen, kapitalistischen Ausbeutern in die Arme warfen.

  11. 11 Hildesvin 28. März 2012 um 15:38

    @EisbärIn: Mit den zweifelhaften Wohltaten haben sie aber nicht eben gleich nach der Befreiung losgelegt…
    Zu „Operation Paperclip“ guckst Du hier:
    http://www.kriegsreisende.de

  12. 12 EisbärIn 28. März 2012 um 20:45

    @Karl Eduard: Egal, Hauptsache wir sind uns einig, dass die Amis die Bösen und die Russen die Guten sind.

    @Hildesvin: Genau, und der Braindrain dauert ja noch an, zumindest in den MINT-Fächern. Da haben wir aber Schwein, dass uns Soziologen, Genderforscher, Klimatologen und andere studierte Rote und Grüne in ausreichender Zahl bleiben. So haben wir wenigstens eine Chance, dass wir hier bald ein sozialistisches, ökologisches, oder gar ökosozialistisches Paradies haben.

  13. 13 EisbärIn 28. März 2012 um 21:05

    Mensch, habe eben in der Aufzählung die Künstler vergessen, ein besonderer Meister hier: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunstmarkt/julius-von-bismarck-bildwerfer-und-seegeissler-11695610.html

  14. 14 Volker 28. März 2012 um 21:07

    Ich habe nichts zu sagen, außer dass ich mich EisbärIn (der oder dem?) voll inhaltlich anschließe.
    Die Welt ist kein Ponyhof. Wir haben nur die Wahl zwischen dem größeren oder dem kleineren Übel.
    Ich will das kleinere.

  15. 15 Karl Eduard 29. März 2012 um 02:48

    @EisbärIn

    Nein, da sind wir uns überhaupt nicht einig. Es ist nun mal nicht so kindergartenleicht zu sagen, die sind die Bösen und die die Guten. Es kommt immer darauf an, wo man als Staat die eigenen Interessen sieht und daran hapert es hier gewaltig.Oder wie der Iraker rufen würde: Ich bin zwar jetzt tot, dafür bin ich aber befreit worden. Danke, Amerika.

    @Volker

    Das kleinere Übel wählen die Leute immer bei Wahlen. Manche sind sogar stolz darauf, daß sie das kleinere Übel gewählt haben. Die kommen gar nicht darauf, daß man ja auch mal kein Übel wählen klönnte.

  16. 16 eulenfurz 29. März 2012 um 06:53

    @Karl Euard
    Die sagen sich aber: Wenn ich gar kein Übel wähle, kommt das allergrößte Übel, darum wohl oder übel das kleinere Übel!

  17. 17 EisbärIn 29. März 2012 um 08:47

    @Karl Eduard: „Es kommt immer darauf an, wo man als Staat die eigenen Interessen sieht und daran hapert es hier gewaltig.“ Mir kommt es vor allem darauf an, wo meine eigenen Interessen liegen. In meinem Interesse ist es, dass ich (und meine Kinder und Enkel) nicht wieder Mitglied der „Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft“ werden muss (auch wenn der Monatsbeitrag nur 10 Alupfennige beträgt). Ich will möglichst frei sein. Die größtmögliche Freiheit haben bis jetzt immer die Amerikaner garantiert – auch, wenn die öfter mal Mist bauen. Die Russen standen noch nie für Freiheit! Kann sein, dass die sich ändern, ich sehe da aber zur Zeit keine Anzeichen.

    @Volker: „der oder dem“ ist sexistisch, so was muss ich mir als vom Aussterben bedrohte TierIn nicht bieten lassen

  18. 18 Beipflichter 29. März 2012 um 09:03

    Bestimmten „Erklärungsmodellen“ zufolge, war Westeuropa, und insbesondere die Ba-Är-Dä nix weiter als ein „Auffangbecken“, in das die türkische Überbevölkerung kanalisiert wurde, um die Südostflanke der Nato zu Beginn des Kalten Krieges zu stabilisieren. Derohalben insistierten unsere „transatlantische Freunde“ darauf, dass bei uns nicht nur südeuropäische sondern auch türkische „Gastarbeiter“ angeworben wurden, obwohl Bedenken wegen der „kulturellen Ferne“ der Anzuwerbenden geäussert wurden. – Aber der „westlichen Führungsmacht“ hatte man sich natürlich zu fügen. – Und als der Türkeiimport einmal angelaufen war, entstand ein „Feed-Back“-Effekt, d. h. immer mehr kamen und brachten ihre Familien mit. Missfallensbekundungen seitens der indigenen Kartoffeln konnten, besonders hierzulande, bestens als Munition zur Bekämpfung von „Ausländerfeindlichkeit und „Faschismus“ benutzt werden. – Ergo ging der Import munter weiter, und wurde uns zynischerweise von unseren Umerziehern als Bereicherung verkauft.

    Die Ober-Infamie ist, dass wir, da wir jetzt von Millionen von Orient-Assis geflutet sind, jetzt auch noch „High-Tech“-Importe verdauen sollen. Sollte die indigene Bevölkerung schrumpfen, auch gut, wir sind in Mitteleuropa ohnehin überbevölkert. Wir brauchen keine Füllsel aus Auswärtsistan.

  19. 19 Beipflichter 29. März 2012 um 10:47

    Oops, letzter beitrag iss in falscher baustelle !! 😦 gehört eins obendrüber

  20. 20 Volker 29. März 2012 um 19:09

    Das kleinere Übel wählen die Leute immer bei Wahlen. Manche sind sogar stolz darauf, daß sie das kleinere Übel gewählt haben. Die kommen gar nicht darauf, daß man ja auch mal kein Übel wählen klönnte.

    KarlEduard, wir sind im freien Fall. Geburtenrate und Reproduktionsrate, Massenimport ausländischer Unterschichten, Aufgabe der Hoheitsrechte …
    Wir können froh sein, wenn wir überhaupt noch zwischen zwei Übeln wählen dürfen.


Comments are currently closed.



März 2012
M D M D F S S
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  

Blog Stats

  • 2.232.073 hits

Archiv


%d Bloggern gefällt das: