Archiv für 15. Juni 2012

Angst über der Stadt

Im Einzelhandel in Zerbst geht die Angst um. „Ist der Kunde, der zum Einkauf kommt, ein Kunde oder ein Agent Provocateur, der helfen soll, die Stadtkasse zu füllen?“ Die Stadt nennt das Jugendschutz, der Blogwart nennt das Kindesmissbrauch. Nämlich den Mißbrauch bis dahin unbescholtener jugendlicher Praktikanten zum Zwecke des  Verführens  anderer zu Ordnungswidrigkeiten.

So müssen sich informelle Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR gefühlt haben, nur saß denen nicht unmittelbar der Führungsoffizier im Nacken, so wie es  Bernhard Böddeker tut. Der weiß aber, wenn es um die Volksgesundheit und volle Kassen geht, da kann man nicht mit Samthandschuhen arbeiten, da muß einer der Bluthund sein.

400 € Bußgeld bringt der Stadt der erfolgreiche Einsatz des Praktikanten ein, dem ein argloser Einzelhandelsbeschäftigter die Flasche Schnaps über die Kasse zieht. Verbrechen muß sich wieder lohnen.

Eine Frage der Mode

Nur um das dämagogische Wüten des Thor – Steinar – Models nachzuweisen, keine andere Absicht steckt dahinter, dokumentiert hier der Blogwart in Auszügen Rede und Gegenrede zum Ermächtigungsgesetz zwischen Otto Wels und diesem gewissen A.H., dessen Name nicht genannt werden sollte, ohne sich anschliessend zu bekreuzigen. Leider, leider, findet man ja immer nur die zivilcouragierten Worte des Otto Wels im Internet, dem soll nun abgeholfen werden. Zwischenrufe werden durch den Blogwart weggelassen. Aber was als Debatte um die Gefahr einer künftigen Diktatur beginnt, kuliminiert im erbitterten Streit um die Frage, darf man Andersgekleideten einfach die Hemden herunterreißen? Die Ausführungen des A.H . leicht gekürzt.

Otto Wels: Meine Damen und Herren! Der außenpolitischen Forderung deutscher Gleichberechtigung, die der Herr Reichskanzler erhoben hat, stimmen wir Sozialdemokraten um so nachdrücklicher zu, als wir sie bereits von jeher grundsätzlich verfochten haben. Ich darf mir wohl in diesem Zusammenhang die persönliche Bemerkung gestatten, daß ich als erster Deutscher vor einem internationalen Forum, auf der Berner Konferenz am 3. Februar des Jahres 1919, der Unwahrheit von der Schuld Deutschlands am Ausbruch des Weltkrieges entgegengetreten bin. Nie hat uns irgendein Grundsatz unserer Partei daran hindern können oder gehindert, die gerechten Forderungen der deutschen Nation gegenüber den anderen Völkern der Welt zu vertreten.

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