Archiv für 26. Juni 2012

Quartiermacher aus Tansania in Deutschland

Die Häuser sehen gut aus, alle haben Strom. Die Quartiermacher aus Tansania, die nach Hindenburg gekommen sind, um die besten Unterbringungsmöglichkeiten für weitere Afrikaner zu erkunden, die mit Sicherheit schon auf dem Weg zu uns sind, sind begeistert. Die Orte sind sauber, kaum jemand wird auf offener Straße erschlagen, die Häuser haben trotz Klimawende immer noch Strom für Fernseher und Kühlschrank. Ein Paradies, schätzen die Erkunder die Lage ein. Da in Tansania für junge Leute nach der Schule eine weitere Ausbildung oft an den fehlenden finanziellen Mitteln scheitert, wohingegen Schulabgänger in Deutschland erst einmal vom Staat geschlossen in die Orte „Saus“ und „Braus“ verfrachtet werden, wo sie an Milch – und Honigbächen lagern und ihnen die gebratenen Tauben ins Mäulchen fliegen, bleibt ihnen nur der lange und beschwerliche Weg nach Deutschland. Dort, so weiß man in Tansania, arbeiten die Deutschen, wie einst die Heinzelmännchen in Köln, für das Wohl und das Glück der ganzen Welt, ohne sich selbst zu schonen. Solidarität ist eben die Zärtlichkeit der Völker.

Bild: Auch Deutschland war nicht immer hell, sauber, freundlich und voll von elektrischem Strom für jedes Haus.  Um das zu verändern, verließen die Männer viele Stunden am Tag ihr Heim, um einer Arbeit nachzugehen. Die Weibchen hingegen blieben zurück und wehrten die Überfälle von Bären, Wölfen, Finanzbeamten oder Politikern demokratischer Parteien ab. In noch späteren Zeiten beteiligten sich Frauen an der Erwerbsarbeit. Kein Weg für Tansania. Meint der Blogwart.

Ehrenmord ist Ehrensache

Unglaublich und empörend, wie viel Häme über den Innenminister ausgegossen wird, das hat der nicht verdient, denn dem Hörensagen nach hält er sich für einen Patrioten.  Also für jemanden, der sein Land liebt, seine Menschen, seine Kultur und der darum alles tut, damit es ihm besser geht, dem Land und seinen Menschen. Also Deutschland und den Deutschen. Immerhin ist er ja deutscher Innenminister und nicht der von Kamerun oder Indonesien.

Patriot zu sein heißt für ihn also, möglichst viele illegal Eingereiste nicht verfolgen zu lassen, ausländische Straftäter mit Samthandschuhen behandeln zu lassen und dafür zu sorgen, daß kriminielle Banden ungehindert die deutsche Staatsgrenze passieren können, wo sie dann am Eigentum der Deutschen teilhaben, ihre Gesundheit ruinieren oder ihnen das Leben nehmen. Das zeichnet den patriotischen Innenminister aus, daß er aus Liebe zu Deutschland, alles daran setzt, Deutschland abzuschaffen und den Deutschen größtmöglichen Schaden zuzufügen zu lassen. Wie gesagt, er ist der Innenminister und hält sich für einen Patrioten. Der seine Taten aus Liebe zu Deutschland begeht. Das ist ihm eine Ehre. Und die sollte ihm keiner mit boshaften Bemerkungen abschneiden.

Darauf wollte der Blogwart nur einmal verweisen, der voll hinter unserem Innenminister steht. Und wenn der sagt, jeder ausländische Klempner, der für Geld in Deutschland arbeitet, ist ein Deutscher, wie auch jeder Hottentotten –  Fußballer, der für das Balltreten entlohnt wird, Deutscher ist, dann ist daran nicht zu rütteln. Schließlich haben wir diese „Blut – und Boden – Ideologie“ überwunden, wonach Deutscher ist, der von Deutschen abstammt. Daß nun all die Rußlanddeutschen, die über Jahrhunderte hinweg in Rußland lebten, also praktisch Russen sind, wieder aus Deutschland ausreisen müssen, das steht aber nicht zu befürchten. Wir sind schließlich weltoffen.

Bild: Herkunft ist „Nazi“, wie auch Gene „Nazi“ sind. Mindestens aber Autobahn. Den Rassenbegriff abzuschaffen, dürfte es „Blut und Boden“ -Fanatikern künftig erschweren über bunte Menschen zu lästern und ihnen die deutsche Herkunft abzusprechen.


Juni 2012
M D M D F S S
« Mai   Jul »
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930  

Blog Stats

  • 2.156.430 hits

Archiv