Die Wahrheit über die heutige Türkei

Aus *Danzers Armeezeitung 04.07.1912* Von einem genauen Kenner des Landes. In dem Kriege zwischen Italien und der Türkei stehen unsere Sympathien nicht auf Seite Italiens. Italien hat mutwillig eine imperialistische Politik inauguriert, ohne Not angegriffen, und sich wiederholt kühn über Verpflichtungen hinweggesetzt, die es gegenüber den verbündeten Mächten eingegangen war, auch die theatralische Inszenierung der militärischen Aktionen ist nicht nach unserem Geschmack.

Naturgemäß neigen daher unsere Sympathien mehr auf die türkische Seite. Wir erkennen auch bewundernd die Leistungen der Türken und Araber, die organisatorische und operative Tätigkeit der türkischen Offiziere in Tripolis an. Wir sind überzeugt, daß auch die kleinen Besatzungen auf den türkischen Inseln getan, was sie konnten, und zweifeln auch nicht, daß die Türkei die Dardanellenbefestigungen; so weit instand gesetzt hat, daß eine Forcierung dieser Engen unmöglich gemacht wurde.

Aber gerade deshalb müssen wir uns hüten, unzutreffende Schlüsse aus den bisherigen Kriegsereignissen zu ziehen. Die kriegerische Gloriole, die sich einzelne Offiziere und Truppenkörper in den Kämpfen gegen die Italiener gewinnen, darf nicht unser kritisches Auge trüben. Wir veröffentlichen hier eine Schilderung der heutigen Türkei aus der Feder einer militärischen Persönlichkeit, die durch ihre mehrjährige dienstliche Tätigkeit in der Türkei und zwar nicht allein in Konstantinopel, sondern auch in entfernteren europäischen und asiatischen Teilen des türkischen Reiches, Gelegenheit hatte, wesentlich tiefere Einblicke in das Wesen der türkischen Reformen zu gewinnen, als dies sonst europäischen Beobachtern möglich ist. Der Verfasser ist uns persönlich bekannt und wenn wir ihn aus naheliegenden Gründen hier auch nicht nennen können, so sind wir bereit, über ihn solchen Stellen unserer Wehrmacht, die ein sachliches Interesse an diesem Gegenstande haben, entsprechende Auskünfte zu erteilen. Vorbemerkung der Redaktion.

I. Soll ein neuer Geist in einen Staat einziehen, so ist es unbedingt notwendig, ganz unten mit der Reform anzufangen, nämlich bei der Volkserziehung in den Schulen. Wenn sich auch das jungtürkische Komitee für Einheit und Fortschritt bemühte, neue Schulen im Lande zu gründen, und auch die Regierung hierfür eintrat, so ist in den drei Jahren seit der Verfassung so gut wie gar nichts geschehen. Man hat wohl Schulhäuser gebaut, jedoch kein ausreichendes, seinen Aufgaben gewachsenes Lehrmaterial gefunden. Die einzigen Schulen, die augenblicklich  dem Lande einen Nutzen bringen, sind die ausländischen, die aber wieder nur von einem verschwindend kleinen Teil der Bevölkerung besucht werden. Ein eigentlicher Schulzwang besteht überhaupt nicht.

Die einheimischen Volksschulen sind in ihren Einrichtungen noch um Jahrhunderte zurück in der Entwicklung. Ein Blick in eine solche genügt, um sich ein Bild von hiesiger Jugenderziehung machen zu können. Der ganze Raum ist audgefüllt mit einer Matte, auf der Lehrer und Schüler hocken und in ihrem einzigen Lehrbuch, dem Koran lesen. Dies sind Schulen in den größeren Städten, in den kleineren und in den Dörfern gibt es überhaupt keine. Das Lehrpersonal ist ohne jegliche Ausbildung.

Wird für die geistige Entwicklung des Volkes schon nichts getan, so für die körperliche erst recht nichts. Turnen oder andere Übungen sind den türkischen Schulen völlig fremd. Hierzu tritt, daß sich die Eltern in keiner Weise um ihre Kinder bekümmern, abgesehen von den wohlhabenden, angesehenen Familien, die aber nur den kleinen Teil des Volkes ausmachen. So wächst also die neue Generation des türkischen Volkes heran, von der man bereits so viel Vorteil für das Land erwartet. Daß sie natürlich ebenso wird, wie ihre Väter, vielleicht noch schlimmer, liegt klar auf der Hand. … .

Dazu passend: Massenhafte Einwanderung Blöder und deren Vermehrung macht Amsterdam immer dümmer. Berlin und andere westliche Großstädte ziehen aber heftig nach.

Ja, sagt der Blogwart, damals, vor 100 Jahren, wußte man noch, daß aus Kroppzeug nur immer wieder neues Kroppzeug entsteht, wenn man nicht die Bedingungen ändert, unter denen das Kroppzeug heranwächst, was eben nicht heißt, die schulischen Anforderungen an das geistige Niveau von Eseln anzupassen. Wie das heute geschieht, in Deutschland. Und ist es nicht toll, wie die deutschen Regierungen  Verhältnisse herbeiregieren, wie sie vor 100 Jahren in der Türkei herrschten? Nun soll es ja auch Islam-, verzeihung, Koranunterricht regulär geben. Der ersetzt dann vollwertig den Rest der wissenschaftlichen Ausbildung. Wenn Allah sagt, so ist es, dann ist es eben so.

Und ist das nicht furchtbar? Bereits zwei Jahre vor dem Ersten Weltkrieg unternimmt Italien eine Friedensoffensive sowohl in Afrika, als auch im Mittelmeer. Und das völlig ohne Zutun des Deutschen Kaisers. Nicht mehr lange, dann gibt es einen weiteren Balkankrieg und das bei Friede, Freude, Eierkuchen, ringsherum. Daß der deutsche Kaiser aber den Ersten Weltkrieg angezettelt hat, das ist eine bekannte Tatsache. Das zu Leugnen, steht allerdings noch nicht unter Strafe.

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