Archiv für 16. Juli 2012

Bald freie Fahrt für freie Bürger

Nach dem Einknicken der Bundesregierung vor den „Messerbräuchlern“ in Deutschland, die auch künftig Messer gegen ihren Nachwuchs und jedermann gebrauchen dürfen, wenn es im Rahmen ihrer Religionsausübung erfolgt, frohlockt nun auch die Anhängerschaft des Gottes Chronos, die bis dahin durch allerlei Schilder „Dreißig“, „Fünfzig“, Siebzig“, „Achtzig“, „Einhundertzwanzig“, in ihrer Religionsausübung beschnitten wurden. Die sogenannten Chronisten, die durch Entwicklung einer möglichst hohe Geschwindigkeit in der täglichen Fortbewegung, ihren Gott Chronos ehren, berufen sich auf die „Schnippelausnahme“ der Bundesregierung. Auch Schnellfahrer wurden unterm Naziregime verfolgt, so ein Sprecher. Im Haus für Deutsche Geschichte  würden ganze Räume  Kisten mit Strafzetteldurchschriften beherbergen, mit denen Chronisten unter der Regierung Hitler terrorisiert wurden. Im Gegensatz zum Aztekengold, das immer wieder mal Nachfahren von Azteken erkennen würden, obwohl es eingeschmolzen sei, liesse sich hier ganz klar beweisen, wem wieviel Reichsmark vom schändlichen Naziregime abgepresst wurde. Obwohl bislang keinerlei gleichlautende Forderungen vorliegen, versicherte Außenminister Westerwelle, das nächste atomwaffenfähige U – Boot, das deutsche Werften fertigstellten, würde den Chronisten zugesprochen werden.  Als Entschädigung. Die Atomraketen müssten sie sich aber selbst besorgen. Womöglich durch Erpressung, Entführung oder Mord, wenn es nur nicht auffliege. Und natürlich wären jegliche Geschwindigkeitsbegrenzungen in Deutschland  für Chronisten ab dem 01. August 2012 aufgehoben. Kinder, fügte er hinzu, sollten eben in 30er Zonen noch achtsamer spielen. Oder gar nicht mehr. Freie Religionsausübung ist uns heilig.

Bild: Die Religionsgemeinschaft des Gottes Chronos hat eine lange Tradition in Deutschland. Wenn auch Menschen durch die Ausübung der Religion zu Tode kommen, will die deutsche Bundesregierung keinesfalls weiterhin der Religion Beschränkungen auferlegen. Rasen, so Bundeskanzlerin Merkel, Rasen gehört zu Deutschland.

Hier muß der Blogwart noch einmal bekräftigen: Er hat nichts gegen Azteken oder Chronisten. Wenn die meinen, ihre Blutrituale zelebrieren zu müssen. Bitte  sehr. Er hat auch nichts gegen deren Medientrommler, die sich aufgeklärt geben, denen es im Grunde aber nur darum geht, daß aztekisches Brauchtum auf aller Welt ohne Einschränkung ausgeübt werden muß. Manche sagen, er wäre ein Antiaztek, nur weil er so etwas abstoßend und barbarisch findet und wenn die Azteken blutopfern wollen, dann in Aztekistan. Da ist genug Platz. Im Grunde hat er nur etwas gegen deutsche Regierungen, die sich die Unterhosen im vorauseilenden Gehorsam nass pissen. Ein Gericht hat ein Urteil gefällt? Irrelevant. Und so, wie sie im Kleinen die demokratischen Regularien verachten, so tun sie es auch im Großen. Leute, die immer noch glauben, das Bundesverfassungsgericht hätte bei diesen Leuten etwas zu melden, die sind doch mit dem Klammerbeutel gepudert.


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