Die RAF war auch Opposition

Die Rote Armeefraktion, also die, mit Raub, Überfall, Entführung, Erpressung und Mord, galt lange Zeit als terroristische Vereinigung, aus der heutigen Berichterstattung über Syrien, zum Beispiel, lernen wir aber, oder zumindest hat es der Blogwart gelernt, wer so etwas tut, wird heutzutage von deutschen Medien als Opposition bezeichnet. Unter Opposition stellt sich der Leser ja so etwas vor, wie Wolfgang Thierse, den Straßenblockierer vom Dienst, der hin und wieder Courage sitzen muß, oder Jürgen Trittin, wenn GRÜNE gerade mal nicht die Bundesregierung stellen. Was die Regel ist. Also völlig friedlich und aggressiv nur mit dem Maul. Außer, es müssen Bahnhöfe verhindert werden, Atommülltransporte oder die Ausübung demokratischer Rechte anderer.

Bis zu Attentaten haben sie es aber bisher noch nicht gebracht, Entführung, Mord oder Raub. Leute, die so etwas tun, die also Schrecken verbreiteten, zu deutsch Terror, wie die Bundeskanzlerin, wo sich jeder denkt, meine Güte, was plant sie nun wieder für Scheußlichkeiten und Absurditäten zum Schaden des Deutschen Volkes, die galten bis dahin als Verbrecher und Deutschland baute sogar ein Extra – Gefängnis für sie. Stammheim.

Sogar heute werden immer wieder Mitglieder der RAF vor den Kadi gezerrt, von denen die deutschen Zeitungen schreiben, auf die syrischen Terrorbanden bezogen, das wäre einfach normale Oppositionsarbeit. Und die hat jetzt sogar Damaskus erreicht. Deutsche Richter sollten wirklich umdenken, und die Leute von der RAF für die Ausübung ihrer demokratischen Rechte als Opposition nicht länger verfolgen. Der Thierse ist ja auch auf freiem Fuß. Und der Trittin. Die Bundeskanzlerin sowieso. Und wenn die SÜDDEUTSCHE, zum Beispiel, Mörder und Terroristen in Syrien Opposition nennt, dann wird die ja wohl nicht die Leser verarschen. Oder doch?

Die heutige Berichterstattung ist ungefähr so, als hätte sich die Weltpresse damals ihre Informationen über Deutschland von der RAF geholt und Ulrike Meinhoff wäre die Pressesprecherin, die von den ausländischen Regierungen zu Gesprächen eingeladen worden wäre. Klingt das verrückt? Aber genau das wird derzeit im Verhältnis zu Syrien praktiziert.

Bild: Aus den Tiefen der Hölle beobachtet der ehemalige Reichspropagandaminister interessiert die Entwicklungen im deutschen Zeitungswesen. „Donnerwetter! Und das völlig ohne verordnete Gleichschaltung. Die sind ja immer besser geworden.“ Der Blogwart kann da nur zustimmen. Waren die deutschen Zeitungen von 1933 bis 1945 noch dem Reichspropagandaministerium unterstellt, lügen sie heute völlig ohne staatlichen Auftrag. Aus Eigeninitiative. Und ganz ohne Scham. Ist das nicht bemerkenswert?

4 Responses to “Die RAF war auch Opposition”


  1. 1 Beipflichter 17. Juli 2012 um 09:48

    Zum letzen Abschnitt:- Verwundern tut das so manchen indes nicht besonders. –
    Denn die Gleichschaltung hat schon vor Jahrzehnten in den Köpfen der „Diskurshoheiten“ stattgefunden. Steter, pausenloser Gehirn-Vollwaschgang kann nicht ohne die intendierten Folgen bleiben. Die so traktierten Grauzellen-Anhäufungen werden in ihren (zunächst erzwungenen) Schwingungen immer synchroner und uniformer. Schliesslich wird ein Schwellwert erreicht, ab dem die synchrone Oszillation zum Selbstläufer wird, also ohne äussere Erregung. – Sie nimmt auch noch an Amplitude zu und erfasst eine exponentiell wachsende Zahl an „Mitschwingern“.

    Noch ist indes die stationäre Phase, die Sättigung, nicht ganz erreicht, d. h., noch gibt es Abtrünnige, die ausser Takt schwingen, die ergo von den vorgegebenen Klima- Gender-, Sozio-, MuKu-, Schuldkult-Frequenzen abweichen. Allo, liebe „Mäinstriem-Qualitäts-Medien“, es gibt noch viel zu tun, packen wir’s an !

  2. 2 STEINSCHLAG 17. Juli 2012 um 10:37

    Na, da hat uns der Blogwart wiedermal schön provoziert,wenn er davon
    spricht,die heutigen Medien lügen aus Eigeninitiative.Recht so.
    Hoffentlich kommt es auch richtig an?
    Denke aber trotzdem ,ja.Denke jedoch,die Lügen von denen sind noch
    infamer,als in den angesprochenen damaligen Jahren.Damals war es
    klar für denkende Leute.Wurde ja angeordnet.
    Während die heutige Volksmasse nicht weiß,wem diese Medien wirklich
    gehören u. welches Ziel sie verfolgen.Es interressiert die Leute nicht.
    Ohne die heutigen Journalisten in Schutz zu nehmen(sie kriechen alle
    für ihren Job),da ja ihre Lebensgrundlage.Wenn sie plötzlich dürften,
    würden sie sich wohl die Finger wundschreiben über die Zustände in
    Politik u. alle daraus resultierenden Verbrechen im Lande.
    Eine Wochenausgabe wäre wohl so dick wie ein mittleres Telefonbuch.

  3. 3 eulenfurz 17. Juli 2012 um 10:48

    Deswegen ist das gründliche Eintauchen in Geschichte gefährlich, weil es Vergleiche ermöglicht. Sagt der eine „couragierte Opposition“, sagt der andere „Terrortrio“, sagt der eine „mutiger Widerstandskämpfer gegen eine dunkle Tyrannei“, sagt der andere „hinterhältiger Bombenleger gegen unsere gottgesandten Führer“. Wat dem ein sein Uhl, is dem annern sein Nachtigall.

    Manchmal ist der eine und der andere dieselbe Person, was vor allem bei den bezahlten Hur … äh … Journalisten vor und nach Regeimewechseln häufiger vorkommt.

  4. 4 antifo 17. Juli 2012 um 11:25

    Die heutige Berichterstattung ist ungefähr so, als hätte sich die Weltpresse damals ihre Informationen über Deutschland von der RAF geholt und Ulrike Meinhoff wäre die Pressesprecherin, die von den ausländischen Regierungen zu Gesprächen eingeladen worden wäre. Klingt das verrückt? Aber genau das wird derzeit im Verhältnis zu Syrien praktiziert.

    Das kann man so sehen. Wenn sich diese „Opposition“ durchsetzt, dann wird man die Mörder und Terroristen als Revolutionäre bezeichnen und feiern — auch diejenigen, die man vor Beginn der Unruhen als gewöhnliche Kriminelle kannte.

    Hier die Variante, die Präsident Assad in einem von BILD und Hurriyet gemeinsam mit ihm geführten Interview:

    „As an example, can anyone in Europe describe de Gaulle as a terrorist? They consider him a man of resistance. Is it possible that the French have the right of resistance and the Palestinians don’t? This is the question… we will continue our support as long as they continue their resistance to restore their rights… it isn’t the issue of Hamas, but rather the Palestinian cause.“

    http://www.sana.sy/eng/22/2010/12/22/pr-323718.htm


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