Polizeihund Muchtar jagt Aufkleberkleber

Man soll es nicht glauben. Mörder entkommen, Räuber entkommen, Vergewaltiger bekommen Dauerasyl im Ort Insel, Dieben geht es glänzend in Sachsen – Anhalt, kurz, die Welt ist schön, wenn da nicht die Aufkleberkleber wären. Na, nicht die von der Fraktion der LINKEN. Bewahre. Das ist sozusagen die Wiedergeburt der Freien Deutschen Jugend, obwohl die ja theoretisch verboten ist.

MAGDEBURG/DPA. Ein Fährtenhund hat die Polizei in Magdeburg zu zwei mutmaßlichen Rechtsextremisten geführt. Die Tatverdächtigen sollen an einem Wahlkreisbüro der Linken rechtsextreme Aufkleber angebracht haben, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Ein Polizeihund nahm die Spur auf und führte die Beamten zu zwei 18 und 23 Jahre alten Männer, die noch unweit des Tatorts auf der Straße festgenommen wurden. Bei ihrer Durchsuchung wurden zwei Ringe mit eingravierten Hakenkreuzen, ein Schlagring und eine geringe Menge Drogen sichergestellt.

Der Blogwart könnte jetzt schreiben, man fasst es nicht, aber das wäre gelogen. Es ist aber Normalität.  Nun fragt sich der geneigte Leser sicherlich, was hat Aufkleberkleben mit Schlagring – oder Drogenbesitz zu tun? Kann nicht jedermann Schlagringe oder Drogen (Alkohol) beliebig zum Eigengebrauch in der Wohnung vorrätig halten? Wo es niemanden stört? Anders wäre es natürlich, man brächte die in Verkehr. Oder verwendete sie, um einem Journalisten das Nasenbein zu zertrümmern. Was strafbar wäre. Nicht wahr? Verfolgt wird also nur das Kleben von Aufklebern. Und zwar mit Fährtenhunden! Zum Glück sind wir aber eine Demokratie. Der Assad könnte sich so etwas nicht erlauben. Jedenfalls nicht, ohne daß der Westen sofort bewaffnete Opposition, sprich Mörderbanden, initiierte.

13 Responses to “Polizeihund Muchtar jagt Aufkleberkleber”


  1. 1 Pecos Bill 20. Juli 2012 um 13:14

    Schon in der 3. Zeile des Presseberichts überkam mich grenzenlose Heiterkeit: Was sind „rechtsextreme Aufkleber“? So etwas wie ein katholischer Bahnhof bzw. eine katholische Pferdebadeanstalt? Gütiger Himmel, diese dummen Zeilenschinder haben Hochschulreife und vermutlich ein Studium abgeschlossen!

  2. 2 Beipflichter 20. Juli 2012 um 13:18

    Mit dieser verfluchten Gentechnik müsste es doch langsam möglich werden, eine Köter-Rasse (oh Verzeihung, welch garstig Wort, „Rasse“ gips ja garnicht), äh meinte „Hunde- Subspezies“ zu züchten, die speziell den fauligen, modrigen Hautgout nazikontaminierter Zeitgenossen auf grosse Entfernung wahrnehmen können. – Was könnte man sich da an Fahndungsarbeit und -Kosten sparen ? – Einfach eine Hundestaffel losgeschickt , der Fascho-Gestanksfahne hinterher, und ruckzuck ist dem braunen Missetäter-Pack das Handwerk gelegt. – Was könnte man da auch an Prävention leisten. Bevor sich irgendwo an einem faschistischen Kondensationkeim braune Zellen bilden, sollte das Land flächendeckend (wie bei Tret-Minen) von einem kaniden Faschisten-Räumdienst durchkämmt werden. Innerhalb von Wochen, allenfalls Monaten, sollte dann doch der langersehnte nazifreie Status zu erreichen sein, oder ?
    Noch sinnvoler wäre es obendrein, diesen „neuen Hund“ in grosser Zahl unters Volk (äh, Verzeihung meinte Bevölkerung) zu bringen. Jeder Haushalt (nagut, sagmermal jeder zweite) sollte einen haben. – Welcher Nachbar könnte sich dann noch heimliche Nazi-Verehrung leisten, wenn’s Hundchen doch schon längst spitzgekriegt hat.

  3. 3 Waffenstudent 20. Juli 2012 um 22:42

    http://deutschlandecho.org/

    Die Kriminalpolizei weist auf folgendes hin:

    Die Domain zur von Ihnen ausgewählten Webseite wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft geschlossen.

  4. 4 Beipflichter 21. Juli 2012 um 08:42

    Bzgl. der schwammigen Terminologie der „Zeilen-Schinderia“ kann man allenfalls wage Vermutungen anstellen, so könnten
    “rechtsextreme Aufkleber” sein:
    – An der äusserst rechten Kante einer Fläche aufgebrachte „Aufkleber“
    – Aufkleber mit als rechtsextrm insinuiertem Inhalt
    – Pöhse, von satanischer rechtsextremer Gesinnung befallene Anbringer von „Aufklebern“
    Viel eindeutiger wäre es doch gewesen von:
    – rechtsextremen Aufkleber-Aufklebern oder von:
    – Aufklebern rechtsextremen Inhalts zu faseln.

    Aber kenn‘ wa doch alles schon , was diese Deutsch-Verhunzer so zuammen labern. Denn von Vollpfosten, die von „kalten Temperaturen“, „billigen Preisen“ sülzen, die in jedem dritten Satz ihre Borniertheits-Mode-Diktion, wie das ewige „letztendlich“ bzw. „schlussendlich“, „angesagt“, „nachhaltig“ oder „umsetzen“ ablassen, ist nicht vile mehr zu erwarten.

  5. 5 Pecos Bill 21. Juli 2012 um 09:16

    Was mir auch aufn Sack geht: Die „mutmaßlichen“ Täter, die auch dann noch mutmaßlich sind, wenn sie bei der Tat GEFILMT werden.

  6. 6 Blond 21. Juli 2012 um 15:38

    Ist doch schon erstaunlich, wozu Spührhunde so in der Lage sind:
    Die erschnuppern glatt noch in der Nähe gebliebene Aufkleberkleber von rechtsextremen Aufklebern!
    Wohl am Klebergeruch.
    Doll!

  7. 7 Blond 21. Juli 2012 um 15:40

    Mehr davon.

  8. 8 vitzliputzli 21. Juli 2012 um 21:24

    @ pecos bill

    „katholische Pferdebadeanstalt“?

    sowas suche ich schon lange für meine beiden rückepferde … 😀

  9. 9 vitzliputzli 21. Juli 2012 um 21:27

    was die terminologie betrifft, bin ich schon froh, daß es sich nicht um „AufkleberINNENkleber“ gehandelt hat.

  10. 10 Hildesvin 21. Juli 2012 um 21:53

    @ Blond: Spürhunde, mit nur einem „h“. „Gebähren“ ist auch nix, von „nähmlich“ ganz zu schweigen. Letzteres erfreut sich ofenkundig zunehmender Beliebtheit.

  11. 11 Blond 22. Juli 2012 um 03:19

    Dank, Dank un nochmals Dank, Hildesvin – jetse un in Ssukunft schraib icke denne Schpührund mit nua een ‚h‘ – faschprochn 😀

  12. 12 Prosemit 23. Juli 2012 um 06:56

    Ein paar abschweifende Bemerkung zu Wissenschaft und Forschung in unserer so wissensfernen Qualitätspresse.

    Wieder einmal der Spiegel, in dem sich die Jungjournalisten austoben dürfen, wie immer fälschlicherweise unter „Wissenschaft“…

    Der Klimawandel macht sich auch in der Ostsee bemerkbar – und zwar unangenehm. Laut einer neue Studie fördert das wärmere Wasser die Vermehrung potentiell gefährlicher Bakterien. Mit jedem Grad höherer Wassertemperatur werde sich die Zahl der Krankheitsfälle verdoppeln.

    Die globale Erwärmung beeinflusst nicht nur das Wetter, sondern auch die Verbreitung von Krankheitserregern. Das betrifft auch Deutschland, wie eine aktuelle Studie jetzt ergeben hat: Die steigenden Temperaturen fördern demnach die Vermehrung krankmachender Bakterien in der Ostsee.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/krankheitserreger-klimawandel-laesst-bakterien-in-ostsee-gedeihen-a-845798.html

    Ich will nicht auf die globale Erwärmung eingehen, muss ich nicht mehr, ein Zitat diesmal aus BILD genügt :


    Frage: Waren die Sommer der letzten Jahre tatsächlich kühler, nasser, unfreundlicher als früher? Oder bilden wir uns das nur ein?

    „Das ist tatsächlich so“, sagt Diplommeteorologe Dominik Jung vom Internet-Wetterdienst wetter.net. „Wir haben uns die Sommer der letzten neun Jahre angeschaut. Tendenziell sind sie kühler und regnerischer gewesen als im langjährigen Mittel.“

    Wer Dominik Jung nicht glaubt, dem legen wir die Langfrist-Analyse eines internationalen Forscherteams ans kalte Herz. In der haben Wissenschaftler die Holzdichte von Bäumen gemessen und so das Wetter der vergangenen 2000 Jahre rekonstruiert. Tatsache ist: Es gibt einen Abkühlungstrend bei der Jahreszeit, die wir Sommer nennen.

    Demnach ist es in jedem Jahrtausend um rund 0,3 Grad kälter geworden. Und diesen Trend spüren wir auch heute noch.

    (By the way, das hiesige Tief scheint bis nach China zu reichen…)

    Nein, es geht mir um die Wissenschaft hinter der Ostseewarmwasserklimakatastrophe.

    Ein Leser hat es leider völlig missverstanden :

    5. mueller-thurau gestern, 21:54 Uhr
    Meldungen heute, am 22.7.12: Wasser Usedom 17 Grad. Wasser Rügen 15 Grad. Wasser Lübecker Bucht 17 Grad. Wir haben nach fünf Tagen Heringsdorf wegen der andauernden Kälte verlassen

    Es geht in dem Beitrag nicht um wärmeres Ostseewasser, sondern um die Frage, was passiert, wenn die Ostsee 30, 35 oder 40 Grad warm wird, Unvorstellbares Elend und massenhaft Tote drohen.

    Man könnte genauso ernsthaft die Frage wissenschaftlich untersuchen, was passiert, wenn der Kölner Dom auf Wanne-Eickel fällt?

    Je nach Fallhöhe, Einschlagswinkel und Auftreffpunkt kann es zwischen Tausend und vielen Tausend Toten geben. Und man kann nachweisen, daß Wanne-Eickel für den Fall dieser Katastrophe nicht vorgesorgt hat und daß dringend Schutz und Aufklärung der Bevölkerung verbessert werden müssen und daß ein Frühwarnsystem notwendig ist. Mit Simulationen kann man das völlig wasserdicht belegen. Mit Simulationen kann man ALLES belegen.

    Die naheliegende Frage, ob der Kölner Dom überhaupt auf Wanne-Eickel fallen kann, kann man mit dem Satz beantworten, daß dieses aus wissenschaftlicher Sicht nicht völlig auszuschliessen ist. Wirklich! Es könnte eine Magmablase unter Köln explodieren oder die Plattentektonik erbarmungslos zuschlagen. Und es ist doch besser, den Menschen vor möglichen Gefahren zu warnen, oder?

    Siehe den Spiegelbeitrag, den wahrscheinlich ein Drittklässler im Rahmen der Projektgruppe „wir kämpfen für Mutter Erde“ schreiben durfte.

    Einen schönen Wochenanfang wünscht
    Prosemit

  13. 13 eulenfurz 23. Juli 2012 um 18:50

    Aufkleberkleben ist kein Aufkleberkleben, sondern ein Verbrechen!


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