Archiv für 31. Juli 2012

Pussy wer?

In Rußland haben sie Weiber vor den Kadi gezerrt, die öffentliches Ärgernis erregten. Irgendeine Gruppe mit „Pussy“. Deutsche Zeitungen berichten darüber, als wäre das ein kurzer geplanter Gastauftritt zum Gottesdienst gewesen, tatsächlich aber produzierten sie sich an einem Ort und in einer Weise, die die darin versammelten Gläubigen aufs tiefste in ihren religiösen Gefühlen verletzen mußten. Damit setzten sie ungebrochen die sowjetischen Traditionen fort, die aus Kirchen Kloaken machten und die Religion verhöhnten. Klar, daß sie damit in Deutschland als Martyrer betrachtet werden, nicht als pubertierende Gören, die testen, wie weit sie gehen können, in der Verhöhnung von Religion. Nun werden sie, heißt es, wegen Beleidigung Putins angeklagt. Nein! Typischer Fall von Unrechtsjustiz. In Deutschland ist alles ganz anders. Wenn hier jemand unterstellt, die Ex – Bundespräsidentin, wie sie so eine soziale Geste zelebtriert, schmuck  in Rock und Jäckchen gekleidet, gemahne an eine BDM – Führerin, das verfolgt der deutsche Staat nicht. Wir sind anders. Bei uns darf auch jedermann ungetadelt und unverfolgt Gottesdienste stören, immer vorausgesetzt, es handelt sich dabei um christliche Gottesdienste. In einer Moschee wäre das aber ein Haßverbrechen. Also ein Verbrechen, verübt aus Hass auf Mohammedaner. In Kirchen ist das ein Ausdruck von Liebe, Aufklärung und Civilcourage. Wo doch jeder weiß, wie die Inquisition mit Feuer und Schwert in Deutschland wütet.

Im Zusammenhang mit den Bürgerprotesten der Bevölkerung des Altmarkdorfes Insel gegen zwei, von einem menschenfreundlichen Freiburger Tierarzt einquartierten Sexualstraftäter und Mörder, ist die Unterstützung der Vergewaltigerlobby nun in die nächste Phase eingetreten. Es sind gefälschte Aufrufe der Inseler Bürgerinitiatve aufgetaucht, wenn man denen nichts nachweisen kann, daß sie irgendeine Eskalation vorantreiben wollen, dann müssen die Beweise eben selbst produziert werden. Außerdem wurde das Schloß des Bürgermeisters des Ortes beschmiert, das zugleich ein Unternehmen beherbergt. Das ist die Art, in der der deutsche Antifaschismus Ordnungsgelder vergibt, klar gehen solche Schmierereien nicht von selber weg, auch Aufkleber entkleben sich ja nicht von selbst und nur im Falle rechtsextremer Parolen wird der Fährtenhund gerufen, sonst trägt das Risiko der Bürger.  Interessant sind auch die Diskussionen zu den Artikeln der Presse. Da wird argumentiert, ja, im Dorfe gab es schon Vergewaltigung durch Einheimische, das wurde aber vom Dorf gedeckt, nun sollte sich der Ort mal nicht so haben, wo es einen Vergewaltiger gab, da machen zwei mehr doch den Kohl nicht fett. Warum dann Leute aus Stadtteilen wegziehen, in denen die Zahl von Dieben, Räubern, Schlägern und Vergewaltigern dank Zuwanderung steigt, das ist irgendwie nicht nachvollziehbar.

Daß der Bürgermeister ein Schloß hat und auch noch Bismark heißt, das ist schon so nahe an Hitler, da passt kein Blatt mehr dazwischen. Schlösser wurden im übrigen in der DDR verfallen lassen, bis auf wenige Repräsentationsbauten, oder sie wurden gemeinnützigen Zwecken zugeführt, was auf dasselbe hinauslief. So wurde Geschichte vernichtet. Zum Glück gab es nach der Machtübergabe in der DDR 1989 genug finanzkräftige „Wessis“, die in den ehemaligen Besitz ihrer Familien investierten und den Verfall aufhielten. So kann sich heute jedermann am Anblick restaurierter Bauten erfreuen, bis auf die, die sowieso nur Dreck, Verfall und Chaos erfreut. Sonst würden sie ja nicht so handeln. Wie sie es tun. Narrenhände beschmieren Tisch und Wände. Und es gibt intellektuelle Idioten, die das als Kunst deklarieren.

Voll Nazi ist übrigens die Kirchhofmauer des Altmarkdorfes Hindenburg, an der ein überdimensioniertes Schwert prangt und dazu der Text „Unseren Gefallenen der Kriege 1914 – 1918 und 1939 – 1945“. Beim Vorüberfahren wäre der Blogwart fast gegen einen Baum geprallt. Vor Überraschung, namenlosem Entsetzen, Betroffenheit  und natürlich auch Trauer. Kein Wischiwaschigewinsel von „Opfern von Krieg und Faschismus“ oder „Opfern von Gewaltherrschaft“ oder anderes politkorrektes Herumgeheule. Das Gedenken gilt den Gefallenen des Dorfes, nicht den Juden, den Zigeunern, den Antifaschisten, den Homosexuellen, den ermordeten Ladendieben oder Kinderschändern, einfach den gefallenen Soldaten.  Was in aller Welt normal ist. Nicht aber in Deutschland.

Die UNO rät nun der syrischen Regierung die Aktivisten, so heißen ja seit einiger Zeit Mörder und Terroristen in der deutschen Presse, machen zu lassen. Also dem Terror ausländischer, von westlichen Demokratien finanzierter Banden, zuzusehen. 200 000 Menschen sind inzwischen vor den Aktivisten und ihren Mordtaten geflohen. Aber nein, sie fliehen ja nur wegen dem Assad – Regime. Die Begründung ist übrigens so ähnlich putzig, wie wenn Menschen aus Parallelgesellschaften fliehen, weil die Polizei gegen die Auswüchse der kulturellen Bereicherung vorgeht. Schuld hat, ganz klar, die Polizei. So etwas würde die Polizei bei uns aber auch nicht tun. Da können wir ganz beruhigt sein. Die Verbrecherwürde in Deutschland, die ist nämlich unantastbar.

Bild: Vor 100 Jahren, zum Besuch der deutschen Kriegsflotte in Binz, drängeln und schubsen sich die Menschen auf dem Landungssteg, die die Schiffe besuchen wollen. Unglücklicherweise rammt der Dampfer „Kronprinz Wilhelm“ die Holzkonstruktion, diese birst und die Besucher purzeln in die Ostsee. Während die hinten nachdrängen und so weitere Menschen ins Wasser drücken. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen durch die deutsche Marine, die 60 Überlebende bergen konnten, blieben 21 Tote zu beklagen. Ob der Bürgermeister von Binz deshalb zurückgetreten ist, ist nicht vermeldet.


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