Archiv für 6. August 2012

Der standhafte Zinnsoldat

Am 07.08.1912 meldet die *Freiburger Zeitung*: Der Riesenbrand in Petersburg. Zu dem Brande des Palais Peters des Großen wird noch gemeldet: Eine Kaserne, das Gebäude der Feuerwehr und etwa 30 Häuser wurden von den Flammen erfasst. Ein Teil der Arbeiter des nahegelegenen Sägewerks konnten sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ein Teil fand den Tod in den Flammen. Ein Brandmeister, dessen Kleider Feuer fingen, sprang in seiner Angst in die Newa und wurde mit schweren Brandwunden herausgezogen. Auch ein Feuerwehrautomobil geriet in Brand und mußte in die Newa geworfen werden. Aus dem Palais Peters des Großen wurden nur wertlose Kleinigkeiten gerettet. Der Posten vor Gewehr an der Wache weigerte sich, der Aufforderung des Brandmeisters Folge zu leisten und seinen Posten zu verlassen. Er fand seinen Tod in den Flammen.

Der Sachschaden wird auf 6 Millionen Mark geschätzt. Der Brand ist der größte, der Petersburg seit 50 Jahren heimgesucht hat. 20 Brigaden der Feuerwehr versuchten, der Flammen Herr zu werden, hatten aber mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, da durch die fürchterliche Hitze die Kleider der Mannschaften Feuer fingen und die Schläuche platzten. Das Feuer erreichte schliesslich eine Ausdehnung von 3 Quadrat – Kilometern. …

Bild: Damals war das Leben voller Gefahren und ungezählter Helden. Hier rettet ein junger französischer Soldat in feuerfester Uniform ein Kind aus den Flammen, während die Feuerwehr mittels müdem Wasserstrahl Aktionismus demonstriert. Feuer war zu dieser Zeit etwas sehr, sehr Gefährliches, auch wenn Migranten keine Lösch – und Rettungszüge überfielen. Die Technik und die Einwanderung waren eben noch nicht so weit.

Antifaschismus der Tat

Wie sich nun im Interview herausstellte, hat die Nazi – Ruderin Nadja Drygalla ihren Freund dazu gebracht, sich von der legal auf dem Boden des Grundgesetzes agierenden  NPD zu verabschieden. Und zwar schon vor Olympia. Was ansonsten mit der Rebekka K. – Medaille für Demokratie und Toleranz honoriert wird, also als Antifaschismus der Tat, und das völlig ohne Steineschmeissen, Schädeleinschlagen oder Selbstverstümmelung, wird nun von der demokratischen Presse des noch demokratischeren Deutschlands als unglaublich verabscheuungswürdige Tat angeprangert. Der Blogwart meint: Da soll noch einer durchsehen. Immerhin hat die Frau Drygalla, so ganz alleine, ohne jegliche staatliche finanzielle Hilfe, ein Aussteigerprogramm durchgezogen, weswegen sie jetzt gescholten wird. Und das zu Recht! Wer soll denn noch an das segensreiche Wirken von Vereinen glauben, wenn erzreaktionäre Faschisten sich alleine durch die Liebe netter, blonder Maiden auf den linken Weg bringen lassen. Die Folgen sind ja nicht auszudenken!

Bild: Greta F. . Während einer Einweihungsfeier hatte das kleine blonde Mädchen Gelegenheit, dem damaligen Reichskanzler und Führer des Deutschen Volkes, Adolf Hitler,  eindringlich ins Gewissen zu reden, um ihm das Verwerfliche seiner menschenverachtenden Naziideologie vor Augen zu führen. Weil die Begegnung nur kurz war, ist das Ergebnis wohlbekannt. Nadja Drygalla hingegen leistete hingebungsvoll Tag um Tag, Woche um Woche, Monat um Monat und Jahr für Jahr, antifaschistische Schwerstarbeit und steht deshalb in der deutschen faschistischen demokratischen Presse am Pranger. Ist das denn zu fassen?!

Deutsch Food Haus

Wie sehr Einwanderung die deutsche Gesellschaft bereichert, darüber staunt der Blogwart jedes Mal wieder neu. Jüngstens fand er eine Werbung in seinem Postkasten, was an sich ja nichts ungewöhnliches ist. Geworben wurde für ein neu eröffnetes „Deutsch Food Haus“, das von einem Inder und einer Deutschen betrieben wird, warum sie die Lokalität Deutsch Food Haus  genannt haben? Vielleicht, weil „Zum fröhlichen Inder“ nicht mehr frei war? Oder hatte das andere Gründe? Denn was da angeboten wird, hat mit deutsch nicht das geringste zu tun. Keine Schweinshaxen, keine Thüringer Klösse, kein Labskaus, kein Schnitzel. Nur der Allerweltsdreck, der unsere Tische bunter macht. Irgendwelches ausländisches Zeugs, das man sich auch liefern lassen kann. So man denn will.

Der Blogwart fragt sich nun, wieso Deutsch Food Haus? Hätte es nicht besser German Food House heißen sollen? Hat da das Englisch nicht gereicht? Das German hätten die eingeborenen  Germanen schon kapiert und das Food auch. Und bei House gibt es auch keine Probleme. Vom Klang her. Müssen wir uns nun an solch haarsträubendes Radebrechen gewöhnen? Im eigenen Land? Hebt das das Niveau? Im Land der Goethes, Herders oder Schillers?

Oder ist das nur wieder ein rassistisches Attentat des Gewerbeamtes? Haben sich die ausländerfeindlichen Beamten gedacht, lass den dummen Apu mal mit dieser Sprachverirrung ruhig ein Lokal aufmachen. Sagst Du nichts, soll sich der Laptopinder  ruhig blamieren, der Geldwäscher. Und was ist mit der angebliche Deutschen? Wieso kriegt die die Goschen nicht auf? Fragen über Fragen. Und keine Antworten.

Bild: Im Deutsch Food Haus erwarten den Gast heimische Speisen und Deutsche Küche. Krokodile kommen fangfrisch auf den Tisch, die sich zuvor  glücklich und freilaufend in Elbe, Saale oder Unstrut tummelten.


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