Archiv für 29. August 2012

Greuelpropaganda

Ein Protest der deutschen Heeresleitung. Hauptquartier, 28. August. (W.T.B.) Die deutsche Heeresleitung protestiert gegen die von unseren Gegnern verbreiteten Nachrichten über Grausamkeiten der deutschen Kriegführung. Wenn Härte und strengste Maßnahmen nötig geworden sind, so sind sie veranlaßt worden durch die Teilnahme der Zivilbevölkerung, einschließlich von Frauen an heimtückischen Überfällen auf unsere Truppen und durch bestialische Grausamkeiten, die an Verwundeten verübt worden sind. Die Verantwortung für die Schärfe, die in die Kriegsführung hineingebracht worden ist, tragen allein die Regierungen und die Behörden des von uns besetzten Landes die ihre Bürger mit Waffen versehen und zur Teilnahme aufgehetzt haben. Überall da, wo sich die Bevölkerung feindlicher Handlungen enthält, haben unsere Truppen weder Menschen noch Gut beschädigt. Der deutsche Soldat ist kein Mordbrenner und Plünderer, er führt nur Krieg gegen das feindliche Heer. Die in ausländischen Blättern verbreiteten Nachrichten, die Deutschen trieben die Bevölkerung des Landes im Gefecht vor sich her, ist eine Lüge, die den moralischen Tiefstand des Urhebers kennzeichnet. Jeder, der die kulturelle Entwicklung unseres Volkes kennt, wird dies als solche von vornherein bezeichnen. gez. v. Moltke *Freiburger Zeitung 29.08.1914*

Bild: Belgische Barbareien: Der gefangene „Bürgermeister“ einer eroberten belgischen Stadt auf dem Transport nach Deutschland, der durch das Aufziehen einer Flagge des Roten Kreuzes einen deutschen Stabsarzt in sein Haus lockte und dort ermordete.

Nazipropaganda

„Stellen wir uns einmal vor, daß Frankreich besiegt worden wäre und der Sieger aus irgendwelchen Gründen für gut befunden hätte, Spanien einen Korridor bis nach Bordeaux zu gewähren, in dem er uns das Departement der Niederpyrenäen und Bayonne gelassen hätte. Wie lange hätte Frankreich, wenn es im übrigen eine Nation und ein Staat geblieben wäre, diese Amputation ertragen? Gerade so lange, wie der Sieger Frankreich gezwungen hätte, das zu dulden und Spanien fähig gewesen wäre, seinen Korridor zu verteidigen. Beim Korridor von Danzig und Ostpreussen kann es nicht anders sein. Deutschland kann die Ostgrenze nicht als endgültig annehmen.“ Jaques Bainville „Le consèquences politiques de la paix“, Paris 1920.

„Es ist unbestreitbar: Der Friede ist in Gefahr an den Ufern der Weichsel. Der Korridor ist ein Pfahl im Fleisch Deutschlands; die Zerstückelung eines lebenden Körpers, unter der ein ganzes Land leidet. Die preussisch – polnische Grenze ist ein Widersinn. Die Abtrennung Danzigs ist eine unbegreifliche Maßnahme der Gewalt, die alle Grundsätze von Recht und Gerechtigkeit mit Füßen tritt.“ Robert Tourly „Le conflit de demain“, Paris 1928.

Walter Maas „Die internationale Diskussion über den Polnischen Korridor„.

Bild: „Polnischer Sadismus wütet im Korridor, Deutsche mit Gewehrkolben erschlagen. Werdende Mutter und vierjähriges Kind wurden gefangen und zu Tode geprügelt.“

Wer jetzt glaubt, das wären aktuelle Berichte vom Wüten der Assad – Diktatur, die sich seit einem Jahr gegen ausländische Söldnerbanden wehrt, die unsere Presse liebevoll Opposition oder Aktivisten nennt, der ist schief gewickelt. Hier handelt es sich nicht um Merkel -, sondern um Nazi – Propaganda, die versucht, das edle Polen in den Augen der deutschen Bevölkerung zu diskreditieren. Während wir wissen, daß die deutschen Zeitungen 1939 Nazi – Propaganda verbreiten, weil es eine zentrale Dienststelle dafür gibt, die den Ton angibt, für die Berichterstattung, lügen heutige Journalisten lediglich aus Angst vor Arbeitsplatz- oder Prestigeverlust. Wer will schon gerne zugeben, daß er von seiner Zeitung gefeuert wurde, weil er sich der Wahrheit verpflichtet fühlte? Wir müssen uns aber immer sagen, damals, also zu Hitlers Zeiten, da wären Hitlers journalistische Helfer viel mutiger gewesen, als sie es heute sind. Weil sie es sagen. Und der Blogwart glaubt ihnen.

Passend zum Thema: Bei der Bombe, die sich etwa einen Meter tief im Erdboden befunden habe, handelte es sich nach Angaben Posorkis um eine amerikanische Fliegerbombe mit Langzeitzünder, der durch eine Glasampulle mit Aceton ausgelöst werden sollte. Bomben mit Langzeitzünder hatten nur den Sinn, nach Luftentwarnung, die Rettungskräfte, die Feuerwehr und die auf die Straße zurückgekehrte, überlebende  Zivilbevölkerung umzubringen.


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