Archiv für 5. November 2012

Machtvoller Aufmarsch

Zu einem machtvollen Aufmarsch gegen die von der Bundesregierung initiierte Terrorzelle National Sozialistischer Untergrund, deren einzige Überlebende, Beate Zschäpe, im Kerker schmort,  versammelten sich in allen Städten Deutschlands am Sonntag Hunderttausende Menschen guten Willens und von beschränktem Geiste. In Berlin, das im Jahr 2011 noch 3 490 000 Einwohner zählte, war fast die gesamte Einwohnerschaft auf den Beinen, nämlich rund 1000, um ihre Abscheu vor den zwei toten Männern und der inhaftierten Frau zu bekunden und zu mahnen, „Nie wieder!“.

Das zumindest kann ausgeschlossen werden. Die zu Mördern erklärten Bankräuber haben sich durch Verbrennen und anschließende Kopfschüsse der Gerechtigkeit entzogen und Frau Zschäpe ist wohl derzeit nicht in der Lage, etwas anderes zu tun, als Essen, Trinken, Schlafen und auf die Verhandlung des Volksgerichtshofes zu warten.

Seit 1989 sah Berlin nicht mehr so viel Menschenmassen auf den Beinen, nicht einmal zur Begrüßung des geliebten Präsidenten Obama, in anderen Städten wurden ähnlich viel engagierte Protestierende vermeldet. Was die Anzahl der Aufmarschierten betrifft. Betroffen, empört und traurig sollte uns aber machen, daß die Teilnehmer -, gerechnet auf die Einwohnerzahl, lediglich o,00028 Prozent ergeben, sie verschwindend gering zu nennen, wäre noch sehr, sehr beschönigend ausgedrückt. aber nichts ist zu unbedeutend, als das es die sozialistische Presse nicht zum Elefanten aufbliese. In Magdeburg, der Stadt Ottos des Großen und seiner holden Editha, waren es gerade mal 150, die sich für die Mordtaten öffentlich schämten. Kein Wunder, daß die Bahn jetzt die ICE – Verbindung abgekoppelt hat.

Woran liegt es? War der Sonntag zu sonnig, der Herbst zu schön, das Fernsehprogramm zu spannend? Hätte nicht wenigstens die linke, intellektuelle, progressive Szene die Massen mobilisieren können? „Bürger lasst das Glotzen sein! Auf die Strasse! Reiht Euch ein!“

Geht den Bürgern das Märchen von der NSU schlicht am Arsch vorbei? Der Blogwart hofft es nicht. Vielleicht sind das aber auch nur Anlaufschwierigkeiten und die jährlichen Gedenkfeiern an die mutmaßlichen Morde durch die NSU entwickeln im Laufe der Zeit Volksfestcharakter? Das wäre doch was. Oder nicht? Nur, daß die nachher nicht die Holocaustgedenkfeiern überschatten. Das kann keiner wollen!

Bild: Terrorbraut auf frischer Tat skizziert. Eben schnitzte Ibrahim K. noch hingebungsvoll an einem Döner, da wurde er auch schon vom Terrortrio gemeuchelt. Geistesgegenwärtig gelang es ihm aber, die derzeit inhaftierte Beate Z. in einer eindrucksvollen Momemtaufnahme abzubilden. Erschrocken und blutbefleckt steht sie über ihrem Opfer. Dieser und weitere Indizienbeweise, die in der völlig ausgebrannten Wohnung der Terrorbraut sichergestellt wurden, werden sie überführen. Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen.


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