Archiv für 13. November 2012

Porgy und Bess

Aus Newyork wird der Frankf. Ztg. geschrieben: Vorfälle, bei denen der bekannte Weltboxmeister Jack Johnson im Vordergrund steht, haben in letzter Zeit das Rassenbewußtsein der Neger sehr gestärkt. Johnsons weiße Frau hat Selbstmord begangen und es ergab sich dann, daß er ein Liebesverhältnis mit einer anderen Weißen unterhielt, weswegen übrigens ein Kriminalverfahren gegen ihn eingeleitet wurde, da „sie“ noch minderjährig ist. Seitdem sind nun in verschiedenen Städten Neger – Versammlungen abgehalten worden, in denen Johnsons windschiefe Moral, mehr aber noch seine Vorliebe für weiße Weiblichkeiten sehr getadelt wurde. „Mehr Rassebewußtsein, mehr Rassestolz“ heißt es jetzt, so haben die Negermütter in Washington und Atlanta schon beschlossen, ihren Kindern nur schwarze Puppen zum Spielen zu geben. Auch soll das schwarze Element in den Bilderbüchern für die Kleinen mehr als bisher berücksichtigt werden und zu Neujahr sollen auch Wandkalender mit den Bildern von bekannten Farbigen als Dekorationsstücke  für Negerwohnungen auf den Markt kommen. *Freiburger Zeitung 12.11,1912 1. Morgenausgabe*

Bild: Aus Sport und Bild 1911. Jack Johnson mit seiner damals noch lebenden Frau in der Londoner Wohnung.

Opfergedenken

*Wien, Samstag, 12. November 1938, Das kleine Blatt*. Dr Goebbels über den Fall Grünspan. An dieser Stelle distanziert sich der Blogwart schon mal vom folgenden Text und sagt, natürlich, dieser Hitler, der hatte schon immer etwas gegen Juden, auch, wenn er in „Mein Kampf“ anderes behauptet und die Ermordung des deutschen Botschaftsmitarbeiters vom Rath in Paris, durch einen polnischen Juden, ist nur ein willkommener Anlaß, die Daumenschrauben anzuziehen, dennoch sollte man auch einmal die andere Seite hören, die gewiß so ehrlich und aufrichtig argumentiert, wie die heutigen Politiker und Medien im Falle der NSU oder des Syrienkrieges. Oder wie der Innenminister Hans – Peter Friedrich, Demokrat durch und durch – und ehrliche Haut – , mit seiner Behauptung 110 Rechtsextreme würden im Untergrund agieren und per Steckbrief wegen rechtsextremer Verbrechen fieberhaft gesucht werden.

Vom Blogwart gekürzt. … Am 7. November dringt in Paris in die Deutsche Botschaft ein 17jähriger polnischer Judenjunge ein und verlangt, einen der maßgebenden Herren zu sprechen. Als er vor den Legationssekretär vom Rath geführt wird, erhebt er seine Pistole und gibt, ohne daß ein Wortwechsel oder eine Auseinandersetzung vorangegangen wäre, auf den deutschen Diplomaten mehrere Schüsse ab. Bei seiner späteren Vernehmung (durch die französische Polizei) erklärt er , er habe den Legationssekretär vom Rath persönlich überhaupt nicht gekannt. Es sei ihm auch gleichgültig gewesen, auf wen er geschossen haben. Er habe nur Rache nehmen wollen für seine jüdischen Brüder in Deutschland. … Es kann keinen Zweifel unterliegen, daß er von einer jüdischen Organisation verhetzt und auf diese zynische Mordtat systematisch vorbereitet worden ist.

Der Legationssekretär vom Rath stirbt nach qualvollem Leiden einige Tage später. Die Parallele zum Fall Gustloff liegt auf der Hand. Wie damals wurde von den jüdischen Hintermännern ein Jugendlicher als Attentäter ausgesucht, um die Verantwortlichkeit zu verschleiern. … Auch aus dem Prozessverlauf gegen Frankfurter ging hervor, daß man nicht den einzelnen Mann sondern das nationalsozialistische Deutschland treffen wollte. … Die Gründe für den Mord liegen auf der Hand. … Der Mord an dem Legationssekretär vom Rath sollte ein Fanal sein für die gesamte Judenheit im Kampf gegen Deutschland. Der Mörder selbst hat gestanden, daß er damit ein Warnungssignal habe geben wollen….

Es liegt auf der Hand, daß eine Nation von achtzig Millionen auf die Dauer derartige Provokationen nicht stillschweigend und wehrlos hinnehmen wird. Nach der Ermordung Gustloffs hat das deutsche Volk geschwiegen. Nach dem Tode des Legationssekretärs vom Rath ist es ganz spontan zu Vergeltungsaktionen gegen die Juden in Deutschland geschritten. Der eruptive Ausbruch der Empörung  der Bevölkerung in der Nacht vom 09. zum 10. November ist daraus zu erklären und zeigt nur,  daß die Geduld des deutschen Volkes nunmehr erschöpft ist. … Die Nation zeigte dabei den gesunden Instinkt, der ihr sagte, daß nun zum zweitenmal ein Vertreter Deutschlands im Ausland von einem Judenjungen niedergeknallt wurde, und daß wenn man auf diese Untat schweigen und sie ohne Reaktion hinnehmen würde, deutsche diplomatische Vertreter in Zukunft im Ausland als vogelfrei zu gelten hätten.

… Das deutsche Volk kann beruhigt sein. Der Jude Grünspan war Vertreter des Judentums. Der Deutsche vom Rath war Vertreter des deutschen Volkes. Das Judentum hat also in Paris auf das deutsche Volk geschossen. Die deutsche Regierung wird darauf legal, aber hart antworten.

So weit der Standpunkt der Deutschen Reichsregierung. Die der Blogwart nicht teilt, weil er sich nicht strafbar machen will und er es abscheulich findet, nur, weil einige Leute vom selben Stamm Attentate begehen, da muß man doch nicht gleich alle über einen Kamm scheren. Nicht? Außer, es sind sogenannte Rechtsextreme. Wie dieser Breivik. Dann schon. Oder Bankräuber. Die durchs Land ziehen, um hochwillkommene Ausländer zu ermorden, sagt die Bundesregierung. Aber die würde uns doch nie und nimmer belügen.

Bild: Die Opfer. Links der ermordete Deutsche. Im rechten Teil des Bildes sein Mörder. Beide kannten sich nicht. Vom Rath wurde ermordet, weil er Deutscher und zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort war. Sonst hätte es jemand anderen getroffen. Die Tat nimmt die deutsche Reichsregierung zum Anlaß, die Freiheiten der Juden in Deutschland drastisch einzuschränken.

Bild2: Deutschland ist rehabilitiert. „Ich war in Wien vom schwächlichen Weltbürger zum fanatischen Antisemiten geworden. Adolf Hitler. Mein Kampf.“ Was war passiert? Ein Geheimnis, das im Dunkel und in diesem Buch verborgen liegt.


November 2012
M D M D F S S
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  

Blog Stats

  • 2.268.069 hits

Archiv