Archiv für 15. November 2012

Mit Ekrasit und Tanks gegen Araberdörfer

Brutaler Vernichtungskampf Englands gegen die Bevölkerung Palästinas. Wie schon zuvor distanziert sich der Blogwart auch von diesem Artikel. Er stammt aus der österreichischen Volkszeitung vom 16.11.1938 und könnte auch aus der Feder heutiger deutscher Journalisten stammen.

Wien, 15. Nov. Seit Jahr und Tag währt nunmehr die grausame Menschenjagd in Palästina, zu der sich die Engländer als letzte Weisheit ihrer Kolonialpolitik entschlossen haben. Die Weltgeschichte kennt viele Eroberungszüge und Kolonialkämpfe. Aber noch nie wurde in neuerer Zeit von der herrschenden Schicht mit einer solchen Systematik getötet und vernichtet, noch nie mit einer solch brutalen Herzlosigkeit der Lebenswille eines bodenständigen Volkes bekämpft, wie jetzt in Palästina. Die Vernichtungsmethoden der britischen Behörden gegen die arabische Freiheitsbewegung sind so barbarisch, daß man sich – endlich – ob man will oder nicht – mit ihnen befassen muß.

Seit Jahren kämpft die bodenständige arabische Bevölkerung einen verzweifelten Kampf gegen die von den Engländern unterstützte, gewollt und mit Wortbruch versprochene Einwanderung landfremder Juden. Da sich die freiheitsliebenden Araber dem Willen der Mandatsherren nicht beugen wollen, weil dadurch ihre Existenz als Volk ernsthaft bedroht wird, schickt man „zur Herstellung von Ruhe und Ordnung“ ihnen eines mit den modernsten Waffen ausgerüstete und wohlausgebildete Armee auf den Hals, um sie mit Gewalt zu zwingen.

Bisher 1600 Araber gefallen. In der rücksichtslosesten Weise wird von den Engländern in Palästina von ihrer waffenmäßigen Überlegenheit Gebrauch gemacht. Man setzt Zehntausende von Soldaten, zahlreiche Kanonen, Panzerwagen und Flugzeuge ein, umstellt ganze Städte und Dörfer und räuchert dann die arabische Bevölkerung in ihnen  aus. Mit Flugzeugen werden auch die letzten versprengten Kolonnen der arabischen Freiheitskämpfer aus ihren Verstecken aufgestöbert und dann zum Angriff reif gemacht. An Toten und Verwundeten zählten die Araber in vier Monaten fast 1600! Zahlenmäßig nicht erfasst werden kann das unerhörte namenlose Elend, das durch sogenannte „Vergeltungsmaßnahmen“ hervorgerufen ist und wird. Wegen geringfügiger Auffälligkeiten legt man durch Sprengtrupps einzelne Häuser, ja ganze Stadtviertel in Schutt und Asche. Es wird keine Rücksicht darauf genommen, ob sich darin noch Menschen befinden, man legt sie nieder, um seine machtmäßige Überlegenheit eindringlich zu demonstrieren. …

Bild: Englands größte Sorge ist Palästina. Die 1500 Kilometer lange Ölleitung von Irak nach Haifa, genannte die britische „Pipe – Line“ ist eine der wichtigsten Lebensadern Englands. …

Neues vom Mars

Europa ist zweimal von Amerika befreit worden. Ohne darum gebeten zu haben. Schau an. Was für elende Heulsusen!

Bild: Amerika rettet Europa vor den kindermordenden und frauenschändenden Hunnen. Die hatten allerdings nie solche Ambitionen. Die Hunnen. Aber egal.

Geiz ist geil hat seinen Preis

Uns liegen inzwischen die Beitragsänderungen in der Kraftfahrzeugversicherung vor. Jede Menge Typklassenverschlechterungen und keine Möglichkeit, mit dem aktuellen Tarif und zusätzlichen Rabatten die Scharte auszuwetzen. Zeitgleich kam die Information von der Unternehmensleitung, 60 von 70 Autoversicherern hätten im Laufe der Zeit nur noch erhebliche Verluste in Millionenhöhe eingefahren, was die Kfz – Versicherung betrifft. Offenbar ist da jetzt flächendeckend der Spielraum ausgeschöpft. Jahrelanger Preiskampf rächt sich irgendwann. Den Billiganbietern steht offenbar das Wasser bis zum Halse. Dennoch wirbt die aktuelle Finanztest mit den günstigsten Autoversicherungstarifen, sagt natürlich nicht, ob die dann das Jahr 2013 noch überleben.

Deutschland, das Billiglohnland. Auch deshalb, weil jedermann zuerst auf den Preis schielt, selber jedoch über ausbleibende Lohnerhöhung stöhnt. Wo soll die aber herkommen, wenn  „Geiz ist geil“ regiert, statt „Leben und Leben lassen“.  Wovon soll der Handwerker leben, wenn sein Arbeitspreis gedrückt wird. Von Luft und Liebe? Wovon der Arbeiter, wenn dann doch die chinesische Billigproduktion gekauft wird? Aber so weit denken die Wenigsten. Am Lustigsten ist es aber, wenn Leute stolz kommen, „Wir möchten unser Auto bei Euch versichern.“ So, als würden sie uns nun das kommende Jahr mit ihrem Auto die Existenz sichern. Die wissen gar nicht, daß wir sie am liebsten zu Türe hinausjagen würden.

 Der einzige Grund, überhaupt noch Kfz zu versichern, ist die Hoffnung, andere Versicherungsverträge zu bekommen, die nicht so schadenträchtig sind. Aber lassen wir den sogenannten mündigen Verbrauchern ihren Irrglauben, der von den sogenannten Verbraucherschützern noch bestärkt wird, Versicherer würden jubeln, sobald der Kunde auf der Matte erscheint und sein Auto versichern will.  Einbildung ist ja bekanntlich auch eine Bildung.

Bild: Nicht einmal der Überraschungsbesuch des Weihnachtsmanns am 24. Dezember jeden Jahres  versetzt Deutsche in größere   Erwartung, als die Beitragsmitteilung ihrer Kraftfahrzeugversicherung. Lieschen Müller (Im Bild) hat gerade erfahren, daß ihr günstiger Kleinwagen in der Kraftfahrzeughaftpflicht um zwei Stufen und in der Vollkaskoversicherung um sogar drei Stufen nach Oben klettert. Hätte sie das geahnt. Sie hätte sich doch einen anderen gekauft. …  Aber so ist das Leben, Frl. Müller. Es schlägt immer die Schwachen und die Autofahrer. Selbstmord ist aber auch keine Lösung.


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