Archiv für 26. November 2012

Gunter Demnig verlegt neue Stolpersteine

schreibt die Mitteldeutsche Zeitung. Damit erinnert er die Zeitzer daran, daß ihre Vorväter einstmals  Lydia und Hermann Blumenthal und Auguste Lewy schweres Unrecht antaten, so wie die Hamelner Bürger ihrem Rattenfänger, der sie später dafür büssen ließ, indem er sämtliche Kinder aus der Stadt lockte. Bis auf die Lahmen und Kranken. Was er dann mit ihnen trieb, darüber gehen die Meinungen auseinander, jedenfalls können die Zeitzer froh sein, daß, obwohl so scheußliche Untaten in Vorzeiten von ihren Groß- und Urgroßvätern verübt wurden, an der Familie Mendelsohn, Frau Hedwig Flatow, der Familie Flörsheim, Herrn Siegfried Fürst, Lydia und Hermann Blumenthal, und auch der Auguste Lewy, diese gänzlich auf die Ausrottung der Nachkommenschaft der damaligen Zeitzer verzichten.

Stattdessen drangsalieren sie  sie mittels Künstlern, wie Gunter Demnig, der aus der Idee des Gedenkens und Mahnens ein schönes Geschäft gemacht hat, von dem er und seine Kindes – und Kindeskinder noch in etlichen Generationen hübsch leben können, das Wort Holocaustprofiteur will der Blogwart bei dieser Gelegenheit aber nicht einmal denken.

Im Mittelalter gab es übrigens die Flagellanten, das waren Menschen, die durch die Straßen zogen und sich selbst oder gegenseitig blutig peitschten, tatsächlicher oder eingebildeter Sünden wegen. Heute gründen sie Initiativen wie „Stolpersteine für Zeitz“.  Eine feine Sache, meint der Blogwart.

Bild: 1641 Antisemitismus in Frankfurt.


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