Leute heute

Der goldene Sonntag in Wien

Christoph Krelle hat es nicht leicht mit seiner Arbeit. Meistens ist sie umsonst. Im Winter. Im Herbst. Oder im Frühjahr. Also nicht immer. Nur, wenn es nicht schneit. Oder der Wind aus der falschen Richtung weht. Das, sagt er, sollte die Bundeskanzlerin aber endlich mal richten, das mit der Windrichtung. Wer Klima kann, so Krelle, der kann auch Wind. Dann gerade. In 20 Prozent aller Fälle, so Krelle, hat es Sinn, was er tut. Der Leser spürt, am liebsten würde der geplagte Mann die Füße auf den Tisch legen und Väterchen Frost einen guten Mann sein lassen. Aber wegen der Erfahrung vergangener Generationen muß er arbeiten. Ohne gesetzliche Grundlagen oder Dienstvorschriften. Nicht mal nach Bauernregeln kann er sich richten. Jetzt will er entlang aller Straßen schnellwachsende Bäume anpflanzen, um nicht immer Schneezäune aufstellen zu müssen. Die, also die Bäume, treten dann regelmäßig Autofahrern in den Weg und verursachen Unfälle. Man kennt das ja. Worauf sie gefällt werden. Die Bäume. Ein Teufelskreis.

Bild: 1900 vorweihnachtlicher Einkaufstrubel.


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