Das falsche Weihnachtsgeschenk?

5 Tage zur Probe

Dann lassen Sie sich doch einfach für 5 Tage, zur Probe, diese flache, leichte Pistole inklusive Munition zusenden. Im Jahr 1912 ist dafür nicht einmal eine behördliche Genehmigung notwendig. Machen Sie kaputt, was Sie kaputt macht, so lange der Munitionsvorrat reicht. Aus Gründen der Effektivität schliessen Sie sich aber mit genügend Gleichgesinnten zusammen, wo es mit der Treffergenauigkeit mangels Übung haperst, da sollte es die schiere Masse bringen. In zwei Jahren können Sie sogar einen Erzherzog erwischen, wenn Sie so lange warten möchten.

Ärger mit der Strompreiserhöhung wegen ökologischen Energiehumbugs? Sie erkennen Ihren Kiez nicht wieder? Um Sie herum herrscht ein babylonisches Sprachgewirr und Sie verstehen nur noch Döner? Sie sind es leid, andauernd wegen Ihres Geschlechtes und ihrer Hautfarbe sexuell belästigt zu werden? Ihr persönlicher Intensivtäter hat sie erneut überfallen und der Richter konnte aus Gründen der Toleranz bedauerlicherweise wieder nichts machen?

Kein Problem! Die von uns offerierte Browning liefert die passenden Argumente, wenn Sie ihrem Volksvertreter einmal verdeutlichen möchten, daß Sie das Volk sind und er nur der Sachwalter Ihrer Interessen. Das wird ihn zwar völlig überraschen aber die Argumentationskraft unserer Pistole hat sich in vielen Diskussionen hervorragend bewährt. Sollte er dennoch keine Einsicht zeigen und darauf beharren, es wäre sein gottgegebenes Recht, auf ihre Kosten zu leben und gegen Ihre Interessen zu arbeiten, nun, dann servieren Sie ihn einfach ab, genügend Nachwuchstalente mit demselben Hang zu parasitärer Lebensweise stehen bereits auf dem Sprung, niemand wird ihn vermissen. Außer seinen Angehörigen und den schwarzbeschäftigten Hausangestellten.

Wir möchten Sie aber bitten, die Waffe in gereinigtem und geölten Zustand zurückzusenden, wenn Sie mit  der Qualität unserer Ware nicht zufrieden sind. Über die verbrauchte Munition erhalten Sie dann eine gesonderte Rechnung. Wir freuen uns auf Ihre Bestellung.

Der Blogwart meint: Erstaunlich, daß es bei diesen bürgerlichen Freiheiten es der überwiegende Teil der Europäer dennoch geschafft hat, das Jahr 1913 zu erleben.

9 Responses to “Das falsche Weihnachtsgeschenk?”


  1. 1 agentjoerg 28. Dezember 2012 um 12:50

    einfach genial, diese anzeige. ich habe mir die grafik schon abgespeichert zwecks weiterverbreitung.

    es ist schon erstaunlich, welche freiheiten der bürger in der guten, alten zeit in europa noch genossen hat.

    P.S. wo haben sie diese genialen bilder aus der alten zeit eigentlich her. ihr fundus scheint schier unerschöpflich.

  2. 2 eulenfurz 28. Dezember 2012 um 13:02

    Und erstaunlich, daß die Anzahl der Kriminaldelikte seit Jahrzehnten größer wird, während die Waffengesetze restriktiver werden.

  3. 3 Karl Eduard 28. Dezember 2012 um 15:44

    @agentjoerg

    Aus den im Internet frei zugänglichen Zeitungen der östereichischen Nationalbibliothek. Siehe „Quellen“.

  4. 4 Pecos Bill 28. Dezember 2012 um 18:42

    Ich kann mich der Argumentation des Werbetextes schwerlich entziehen.

  5. 5 Beipflichter 28. Dezember 2012 um 21:12

    Da drängen sich einem förmlich luschtige Phantasien auf, wie etwa diese:

    In sattsam bekanntem Ambiente (zum Bleistift U.Bahn) erscheinen wie aus dem Nichts die obligatorischen Ölaugen-Patrouillen. – Nach dem ebenso sattsam bekannten Wortwechsel (in Kanak-Sprak) endet des Ober-Ölaugen Plädoyer mit dem klassischen Zitat „eh Alda, isch disch Messa“ !!. Da wäre es doch nunmehro ein herzallerliebstes Kontrastprogramm, so der/die Angemachte fröhlichen Mutes entgengen könnte: „Nö, Irrtum, junger Freund, isch disch Pischtole !!““ (gefolgt von den dem Kaliber adäquaten Knall-Geräuschen)

  6. 6 Freie-Globale-Welt 29. Dezember 2012 um 11:06

    Wurde ich damals etwa in Unkenntnis gelassen? 😕 😀
    Heute gibt es sowas NUR noch unter dem Ladentisch.

  7. 7 Pecos Bill 29. Dezember 2012 um 12:24

    Der Tag wird kommen.

  8. 8 vakna 29. Dezember 2012 um 20:02

    @Beipflichter: Das klappt nur einmal. Ab dann patroullieren die Ölaugen nur noch mit ihren Pistolen, die sie Zuhause unterm Bett haben. Oder denken sie, die halten sich an die Gesetze der dämlichen Kartoffeln?

  9. 9 Friederich 29. Dezember 2012 um 22:03

    Ja, was ist denn hier schon wieder los? Wißt Ihr denn nicht, daß Messer, Gabel, Schere, Licht, Pistolen und Gasöfen nicht in die Hände gewöhnlicher Sterblicher gehören, sondern nur in die von qualifiziertem staatlich beeidigtem, zugelassenem, alimentiertem, uniformiertem und verbeamtetem Personal? Isso!


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