Archiv für 9. Januar 2013

Deutschlands Wirtschaftskraft 1913

Rast auf verschneitem WegweiserDie Coburger Zeitung vom 09.01.1913  zitiert: … Im Sinne dieser Betrachtungen hat soeben eine Jubiläumsschrift der „Dresdner Bank“ eine Reihe statistischer Feststellungen veröffentlicht, die zur Freude aller Deutschen im In – und Auslande manche Sorge fremder Völker um die Mächtigkeit der Grundpfeiler und die Lebenskraft unseres Reiches verständlich erscheinen läßt. Nach diesen Feststellungen ist von 1875 bis 1910 die Bevölkerung Großbritanniens um 37 %, Frankreichs um  8 %, Deutschlands hingegen um 52 % gewachsen. Im Jahre 1910 war der Geburtsüberschuß, auf je 1000 Einwohner berechnet, in England 11,8, in Frankreich 1,8, in Deutschland 13,6.

Gegenüber dem Zustande vor 20 Jahren hat die Sterblichkeit bis 1910 abgenommen: in Großbritannien 28,4 %, in Frankreich 21,8 % und in Deutschland 33,3 %.

Die Staatseinnahmen des Deutschen Reiches und der Bundesstaaten betrugen 1911 zusammen 8534 Millionen, in England 4166,6 Millionen und in Frankreich 3555,8 Millionen Mark. Die Staatsschulden beliefen sich im gleichen Jahre für das Reich und die einzelnen Bundesstaaten insgesamt auf 316,7 Mark auf den Kopf, für England auf 330,3 Mark, für Frankreich auf 666,1 Mark auf den Kopf.

Sparkassenbücher gab es 1910 in Deutschland .. 21 534 000 Mark, in Großbritannien .. 13 209 000 Mark, in Frankreich .. 14 069 000 Mark. Die Höhe der Spareinlagen wurde berechnet für den Kopf auf 258,50 Mark in Deutschland, 98,25 Mark in England, 114,00 Mark in Frankreich.  In absoltuen Ziffern stellen sich diese Einlagen auf  in Deutschland .. 16,780,5 Millionen  Mark, in Großbritannien .. 4,422,5 Millionen Mark, in Frankreich .. 4,514,4 Millionen Mark.

Die Kohlenerzeugung hat sich vermehrt von 1885 bis 1900 um 201,8 % in Deutschland, 69,9 % in Großbritannien, 96,6 % in Frankreich. Der Wert der gesamten deutschen Bergproduktion stieg im letzten Jahre von 2009 Millionen Mark auf 2084 Millionen Mark. Die Kailiausfuhr allein wuchs von 5,583 008 dz auf 5,590,136 dz. In der Periode von 1891 bis 1911 zeigte der Gesamtaußenhandel in Einfuhr und Ausführ einen Zuwachs bei Deutschland um 143,1 %, bei Großbritannien um 65,9 %, bei Frankreich um 105,1 %. Schließlich bleibe nicht unerwähnt, daß die jährliche Vermehrung unseres Volksvermögens auf 4 Milliarden Mark geschätzt wird. Angesichts dieser, doch nur die materiellen Kräfte ausdrückenden Zahlen wird kein Deutscher zweifeln, wie groß das Lebensrecht seines Volkstums ist, wie hoch die Werte sind, die er zu verteidigen hat.

Bild: Nicht nur, daß es 1913 keinen Schnee mehr gibt, auch die Armen werden immer ärmer, während die Reichen ständig reicher werden. Nur diese können sich noch Ausflüge in die karge Landschaft der Mittelgebirge leisten, wo sie auf zusammengekarrtem Schnee posieren, zum Hohn der schwer schuftenden Kohlekumpel, die um kargen Lohn das Volksvermögen vermehren. Es ist ein Jammer!

Schlimmer Antiziganismus

SchimpanseVoller Entsetzen ist der Blogwart gestern über diesen hervorragenden Artikel gestolpert. Er hat ihn betroffen, empört und ein Stück weit auch traurig gemacht. Wie kann man nur dem liebenswerten „fahrenden Volk“ absprechen, Menschen zu sein. Das muß einen doch mehr empören als alle Verfehlungen oder Fehltritte, die  dieses begeht. Jeder anständige und aufrechte Humanist ist sich doch darüber im Klaren, Bettler, Diebe, Räuber, Gewalttäter und Mörder, sind sehr wohl Menschen! Nur auf einer völlig anderen Zivilisationsebene. Womit er nicht gesagt haben will, alle vom fahrenden Volk, wären – Ihr wisst schon. Nein, es gibt auch Ausnahmen. Viele haben es gar nicht nötig oder sind körperlich ausserstande dazu. Also kein Generalverdacht! Alle anderen sind Einzelfälle. Nur, daß das mal festgestellt werden mußte.

Und, fragt der Blogwart, unter Tränen, so gerührt ist er, von den eifrigen Sammlern antiziganistischer Vorfälle, nein, das hat nichts mit einer Abneigung gegen Ziegen zu tun, „möchten Sie vielleicht mit Neandertalern auf engstem Raum zusammenleben, die ja auch nur ihre Bräuche und Traditionen ausleben  und nicht wissen, was ein Wasserclosett ist oder daß man jemanden fragt, ob man etwas nehmen darf, statt ihm mit der Keule auf den Kopf zu hauen? Das Zusammenleben mit solchen Humanoiden ist nur so lange interessant, bis man selber die Keule zu spüren bekommt.

Bild: Wer möchte, daß sich eine Affenkolonie in seiner Stadt ansiedelt? Bitte mal die Hand heben. Dagegen zu sein wäre aber gröblichster Antischimpansismus. Ihr müßt dann schon damit leben, daß sie weder Dein noch Mein akzeptieren, die Bürgersteige vollkacken, durch offene Türen oder Fenster in Häuser eindringen und dort alles verwüsten. Und immerhin haben sie Hände, Füße, ein Gehirn, können Laute artikulieren und benutzen Werkzeuge! Sind Humanoide. Ob sie auch unter Hitler deswegen verfolgt wurden und ein eigenes Denkmal verdienen, das wird man sicher herausfinden.


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