Archiv für 19. Februar 2013

Religionsausübung

Villa Bacho

Bild: Gefunden und frech geklaut bei As der Schwerter.

Wäre das nicht ein Thema für eine Bildbeschreibung? Und wem gehören die Röhrenjeans, die die Jugendlichen umringen? Putzen die Kids daheim auch so enthusiastisch das gute Tafelsilber und räumen ihr Zimmer auf oder den Klassenraum in der Schule? Und wem wird da gehuldigt? Was bedeuten diese güldenen Quader, die auf Hochglanz gebracht werden. Dienen sie  Pythagoras? Kniend. Das eine Mädchen wirkt ein wenig abgelenkt. Ist sie nur erschöpft oder mangelt es ihr am Glauben und der nötigen Demut? Ist dieser Dienst eine freiwillige Leistung? Oder auf Belohnung oder die Vermeidung von Strafen ausgerichtet? Sollen vielleicht Sünden getilgt werden? Fragen über Fragen und keine Antworten. Wen das nun an Nordkorea erinnert, dessen Bevölkerung über die Makellosigkeit von Kim – Denkmälern wacht, macht sich der Verharmlosung der nordkoreanischen Volksdemokratie schuldig.  Was keine Volksverhetzung ist. In Deutschland. Vielleicht aber in Nordkorea. Jedem das Seine.

Nachtrag: Es waren einmal drei Steinmetzkinder, die waren so helle und intelligent, daß ihr Vater ihre geistigen Eigenschaften gar nicht genug rühmen konnte. Prahlerisch verkündete er bei passender und unpassender Gelegenheit, ihr Geschick reiche sogar dazu, Granit in Gold zu verwandeln. Das hörte der Bürgermeister, der, obwohl ihn stete Finanznot plagte, jeden Tag mit seinen männlichen Konkubinen ausschweifende Orgien abhielt oder prunkvolle Empfänge. Unverzüglich ließ er den Steinmetz vor sich bringen und drohte ihm mit Entzug der Gewerbeerlaubnis, wegen Nichteinhaltung der Frauen-, Behinderten- und Ausländerquote, in seinem Einmann – Betrieb,  und damit, daß seine Kinder fortan Schulen besuchen müssten, auf denen die Ausländerquote bei 99 Prozent läge. Das hatte der Vater bisher zu vermeiden gewußt.

Er konnte aber noch so barmen und jammern, das alles wäre nur Hirngespinst und Phantasie und eitle Großtuerei, und seine Kinder könnten nichts dergleichen, den Bürgermeister, den es nach dem nächsten Hummer gelüstete, konnte er damit nicht erweichen. So nahm der unglückselige Vater ein Taxi, fuhr nach Hause und wartete auf seine Kinderlein, um ihnen zu beichten.

Wie zu erwarten, waren nicht nur die Mädchen entsetzt, auch der Junge, ein recht kräftiger Bub, sah die Zukunft in düsteren Farben herandämmern und erwog im Stillen auszuwandern, vielleicht zu den Pinguinen?

Inmitten all der Verzweiflung, denn bei aller Intelligenz verfügte natürlich keines der Kinder über das erforderliche Geschick, aus Straßenpflaster Gold oder gar Geld zu machen, tat es plötzlich einen Donnerschlag und ein kleines, fast glatzköpfiges Männchen erschien mitten unter den weinenden Kindern und sprach: „Fürchtet Euch nicht! Ich bin Dr. Gregor Gysi und werde euch helfen. Ihr müßt mir nur Eure Erstgeborenen geben. Solltet Ihr aber meinen Decknamen erraten, unter dem ich beim Ministerium für Staatsicherheit geführt wurde, dürft ihr eure Kinder behalten.“

Ohne zu zögern stimmten die Kinder zu, denn die Mädchen hatten nie vor, Kinder zu bekommen, vielleicht einen Hund oder eine Katze oder etwas anderes Pflegeleichtes und der Bursche, dem der geschiedene Vater ein warnendes Beispiel war, hegte keine derartige Ambitionen. „Top, die Wette gilt!“ Riefen die Kinder des Steinmetzen wie aus einem Munde und schon am anderen Tage konnten staunende Kameraleute verfolgen, wie Beatrice Marie, Louise Maja und Antoine Paul Jerome, so hießen nämlich die vom Gysi – Anwalt Geretteten, aus grauem Granit Gold hervorputzten. Da war eine Freude unter dem Volk! Nicht zu beschreiben. Und unter den Politikern erst!

Beatrice Marie, Louise Maja und Antoine Paul Jerome aber waren vom Regen in die Traufe geraten. Tagein, tagaus, unter Arbeitsbedingungen, schlimmer, als bei Amazon, mußten sie nun Steine schmirgeln, bis sie sich in Gold oder wenigstens Geld verwandelten. „Dann lieber auf eine Multi – Kulti – Schule und jeden Tag verdroschen werden“, seufzte Antoine Paul Jerome. Woran man wieder sieht, daß sich der Teufel immer eine Hintertür offenhält, um letztendlich doch zu triumphieren. ENDE.


Februar 2013
M D M D F S S
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728  

Neueste Kommentare

Penny & Lane bei Endlich wieder Kriech
vitzli bei Endlich wieder Kriech
Tante Lisa bei Nach der Prüfung
Onkel Peter bei Hungersteine – Klimawand…
hildesvin bei Germania
Waffenstudent bei Germania
Tante Lisa bei Seemannsgarn
Tante Lisa bei Seemannsgarn
Waffenstudent bei Wann verlernen die Idioten das…
Tante Lisa bei Seemannsgarn

Blog Stats

  • 2.288.961 hits

Archiv