Archiv für 14. Mai 2013

Der Volkspolizist der es gut mit mir meint

Wo hast Du denn Deinen Vater 1913

er bringt mich hinüber. Er ist unser Freund. Ja, das waren noch Zeiten. Meint der Blogwart. Da waren die Rollen klar verteilt. Hier die Guten und da die Bösen und die Bösen waren die Räuber und Verbrecher und auf jeden Fall der Klassenfeind und seine Handlanger. Der Gute hingegen, das war der Leutnant vom Schwanenkiez oder die Genossen, die während der Serie „Polizeiruf 110“ auf Jagd nach dem notorischen Arbeitsbummler gingen, der, wenn er mal arbeitete, auch gleich das volkseigene Gut veruntreute, um seinen Partykeller damit auszubauen.

Heute hingegen ist das schwierig. Da heißt es senibel sein. Ist es politisch korrekt, den Omar, Murat und den Kemal zu verhaften, nur weil sie gerade den Laden hinter einem ausrauben, nicht ohne die Inhaberin schwer zusammenzuschlagen,  oder sollte man eher dem Kevin Schulze eine gepfefferte Strafe aufbrummen, der mit einem Fahrrad fährt, dem die vorschriftsmäßige Beleuchtung fehlt und die Klingel? Der gewissenhafte, staatstreue  Beamte wird sich für Letzteres entscheiden, ist ihm doch die Karriere näher als der Grund, aus dem er mal Polizist geworden ist.

Der Bürger aber, der in seinem eigenen Blute liegt, kann immerhin Genugtuung daraus ziehen, wenn ihm der Beamte unter vorgehaltener Hand zuflüstert: „Wissen Sie, eigenlich hätte ich die Drei ja verhaftet, die sie ausgeraubt und niedergeschlagen haben, aber am Abend wären sie wieder frei und guter Dinge und damit wäre ja keinem geholfen.“ Und da kann auch der Blogwart nur zustimmend nicken.

Bild: Aus „Sport und Salon vom Mai 1913“. Der Blogwart fand das Foto gut und der Text hat sich irgendwie von selbst ergeben. 🙂

Willkommenskultur

WillkommenskulturAls die ersten Europäer den Boden betraten, wo sie fälschlicherweise Indien vermuteten, da nannten sie die Eingeborenen folgerichtig Indianer. Statt Inder. Die Europäer kamen uneingeladen. Sie sahen völlig anders aus, als die Urbevölkerung, trugen andere Kleidung und praktizierten andere Sitten und Religionen. Die Hoffnung der Inder, die ungebetenen Neuankömmlinge, die nicht in der Lage waren, zu jagen oder Ackerbau zu treiben, wie es die Indianer taten, würden wegen ihrer eigenen Dummheit sterben, erfüllten sich nicht. Auch hier gab es mitleidige Seelen, die die Not der Europäer rührte und sie halfen ihnen mit Lebensmitteln über die ersten  Winter. Das war offensichtlich ein Fehler. Aus Dankbarkeit führten die Europäer das Erntedankfest ein, Soldaten, Gewehre, Kanonen und mit europäischen Krankheiten behafteten Textilien, und erschlugen alles, was irgendwie nichteuropäisch aussah,  was dazu führte, das ganze Landstriche frei von der Urbevölkerung wurden und die Indianer heute in Reservaten leben, also in Ghettos, wo sie Spielkasinos betreiben und damit  ihren Eroberern das Geld aus der Tasche ziehen.

Es gab natürlich auch Widerstand, so wie es überall Widerstand gibt, wo angestammte Bevölkerungsgruppen Invasoren weichen sollen. Immer wieder mal sammelten Kriegshäuptlinge, mehr oder weniger erfolgreich Stämme um sich, um die Eindringlinge ins Meer zu werfen, die hatten offenbar nicht verstanden, was Willkommenskultur bedeutet. Hätte Maria Böhmer damals gelebt, CDU, und wäre sie Indianerin gewesen und in der Position, ihre heutigen Weisheiten zu verkünden, viel Leid wäre den Eingeborenen erspart worden.

Es ist ja im Grunde auch einfacher dankbar zu sein, wenn gerade das Dorf von europäischen Neuankömmlingen abgebrannt wurde, die Frauen vergewaltigt und ermordet, die Kinder erschlagen, und sich zu fragen, wie man den Mördern noch besser ihre Wünsche von den Augen ablesen kann, oder nachzugrübeln, was man jetzt schon wieder falsch gemacht hat, anstatt zum Bogen zu greifen und diese Mörder in die ewigen Jagdgründe zu schicken.

Seht Ihr, und deshalb wird in Deutschland der Ruf nach einer Willkommenskultur in dem Maße immer lauter, je mehr Menschen darüber nachdenken, warum uns diese Leute eigentlich willkommen sein sollten. Je mehr Schandtaten die Zugewanderten begehen, desto intensiver müssen wir sie willkommen heißen. Das ist doch  nur logisch. Oder?

Bild: Da hatten sich die Indianer etwas Schönes eingetreten. Wer konnte schon ahnen, was ein paar Truthähne, Maiskolben oder Kürbisse anrichten. Spätestens nach der Auslöschung der ersten Stämme sprach aber niemand mehr davon, man müsse den Europäern gegenüber eine Willkommenskultur entwickeln. Vermutlich wurden solche Propheten gleich totgeschlagen. Wir sind da zivilisierter. Bei uns wird so etwas Minister oder Kanzlerin.

Good by Jonny

Da haben doch, vor längerer Zeit, Türken in Berlin einen Jonny K. erschlagen. Der war nun auch kein Deutscher. Sondern irgendwie Asiate. Da hat er dann aber doch wieder Glück gehabt. Denn wäre er als blonder Hans von den Türken erschlagen worden, kein deutscher Richter würde danach krähen. Es ist nämlich nicht die Aufgabe, deutscher Richter, Recht zu sprechen und der Gerechtigkeit genüge zu tun. Deutsche Richter sind nur ihrem Gewissen verpflichtet, das heißt, wo nichts ist, da gibt es auch keine Verpflichtung, da handeln sie begreiflicherweise egoistisch. Und wer möchte schon enden wie Richterin Heisig, die sich erst erhängte und dann verscharrte, wo man doch ein angenehmes Leben führen kann?

Natürlich, unterm Hitler, da wären sie alle Helden gewesen. Da hätten sie ihm die Roben vor die Füße geschmissen, wären sogar ins Gefängnis, ein KZ oder gar an die Ostfront gegangen. Unterm Hitler hätten sie das getan. Wir aber leben in einer Demokratie. Da ist so etwas völlig undenkbar. Außerdem haben wir derzeit keine KZs oder eine Ostfront.


Mai 2013
M D M D F S S
« Apr   Jun »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Blog Stats

  • 2.075.294 hits

Archiv