Archiv für 29. Mai 2013

Unterschiede bereichern das Leben

sagte der Kannibale, dann aß er den weißen Großwildjäger zum Frühstück. Wieviele unterschiedliche Menschen hast Du heute schon gesprochen? Fragt dieser Blog und der Blogwart ergänzt, ist das lediglich Naivität  oder bereits etwas anderes?

Määääh

BücherverbrennungSchafe sollten ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse der Wölfe entwickeln. Das fordert der bekannte Migrationsforscher Klaus Bade. Seit einigen Jahren ist der Wolf  in Deutschland auf dem Vormarsch, dieser, so Klaus Bade, habe seine natürlichen Wolfsbedürfnisse und, so hob er mahnend hervor, eine gänzlich andere Kultur, als sie, beispielsweise, unter Schafen gepflegt werde. Klaus Bade, muß hier der Blogwart einfügen, wird von den Schafen finanziert, im Auftrage der Schafsvertreter erforscht er die Auswirkungen der anhaltenden Wolfszuwanderungen: das spurlose Verschwinden von Schafen oder den Tod von Schafen, die unter den Reißzähnen der Wölfe ihr Ende finden. Davon lebt er. Daß Wölfe Schafe töten und diese wissen wollen, wieso?

Es sei bedauerlich, so Klaus Bade, daß Schafe angesichts dieser unglücklichen Verkettung von Umständen, die zum Tod von Schafen geführt hätten,  diese ein gewisses Unverständnis oder sogar eine Abneigung gegenüber Wölfen entwickelten, um so wichtiger wäre es, die Ängste vieler Schafe vor dem Wolf ernst zu nehmen und abzubauen. Denkbar wären Integrationskurse für Schafe. Vom Lamm bis zum Bock hätte so jeder die Chance, den einwanderungsbedingten Kulturwandel besser zu verstehen.

Ja. Sagt der Blogwart, der diese Argumentation gut nachvollziehen kann, Schafe sollten vor allen Dingen lernen, wie gut es für sie ist, wenn der Wolf sie reisst und warum er das tut. Da fühlt sich das Schaf doch gleich viel wohler im Magen.  Des Wolfes. Das Märchen „Rotkäppchen und der böse Wolf“ sollte übrigens auf den Index kommen. Es hat irgendwie etwas schafverhetzendes an sich. Siehe auch bei Vitzliputzli.

Bild: Wir übergeben die schafverhetzenden Schriften der Brüder Grimm den reinigenden Flammen des Feuers, nie wieder sollen sich Schafe vor Wölfen fürchten müssen. Wölfe sind die Schwestern und Brüder der Schafe, sie haben sie zum Fressen gern. Passend: Wölfe löschen Mufflons aus. In Deutschland. Das Wort Holocaust verbietet sich aber, da es für ein singuläres Ereignis reserviert wurde.

Verfolgte des Naziregimes

Schutzhaft*Das interessante Blatt vom 01.06.1933* beschäftigt sich mit der Türkenbelagerung Wiens. Wen das interessiert und dieser Fraktur lesen kann, folge dem Link zur Illustrierten. Diese Zeitung entstammt im übrigen der österreichischen Nationalbibliothek und ist frei zugänglich für jedermann, in Deutschland lagern solche Sachen im Giftschrank, Leser könnten sich selber ein Bild über diese Zeit machen und wer kann das schon wollen? Der deutsche Staat jedenfalls nicht. Und schon gar nicht die geschätzten jüdischen Mitbürger. Als der *Zeitungszeuge* herausgegeben wurde, gab es schon schwere Bedenken von besagter Seite, seither sind mindestens 90 Prozent der Deutschen zum Nationalsozialismus konvertiert, man hätte es eben besser wissen müssen!

Im hinteren Teil der Ausgabe *Das interessante Blatt* findet sich das obige Foto, die Geschichte der Verfolgung der Preistreiber und Wucherer unterm Naziregime sollte baldigst erforscht werden. Und ein Denkmal brauchen sie natürlich auch.

Bild: Geschäft wegen Preiswuchers polizeilich geschlossen, Geschäftsinhaber in Schutzhaft in Dachau, Der politische Polizeikommandeur Bayerns, gez. Himmler. So etwas, wie dargestellt, darf sich nie wiederholen, daß Menschen, die versuchen aus dem Unglück der Allgemeinheit Kapital zu schlagen, dem Volkszorn durch Schutzhaft entzogen werden. Niemals.

Herr Richter was spricht er

Hochzeit im deutschen Kaiserhaus 1913Die *Freiburger Zeitung vom 29.05.1913* unterhält seine Leser mit Gerichtsberichten. Interessant daran ist, findet der Blogwart, nicht nur, daß Dienstmädchen im Kaiserreich durchaus 1400 Mark auf die „hohe Kante“ legen konnten, wobei die Kaufkraft der Mark ungleich höher war, als der Euro heute.

In den Annalen der Gerichte selten oder einzig dastehend, dürfte ein Fall von Körperverletzung sein, der heute das hiesige Schöffengericht beschäftigte. Am 6. Mai wurde hier von dem Schöffengericht ein russischer Baron von Smirnoff wegen Hochstapeleien zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Er hatte einem Dienstmädchen nach und nach unter dem Vorgeben, dasselbe erhalte bei ihm in Paris eine gute Stelle als Haushälterin. Wenige Tage nach seiner Verurteilung versprach Baron v. Smirnoff einem Mitgefangenen, namens Christian Ansen aus Köln, mit dem er im Hofe des Untersuchungsgefängnisses mit Holzzerkleinern beschäftigt war, 50000 Mark Belohnung, wenn er ihm eine Hand abhacke. Anfänglich sträubte sich Ansen gegen das Ansinnen des Barons; auf das wiederholte Zureden erklärte er sich schließlich hierzu bereit – ein wuchtiger Hieb mit dem Holzbeil und die Hand v. Smirnoff war halb vom Gelenk abgetrennt. Ansen wurde beim Anblick des aufspritzenden Blutes von Unwohlsein befallen, den Schwerverletzten verbrachte man in die Krankenabteilung des Landesgefängnisses.

Was v. S. mit der Verstümmelung bezweckte, ist nicht ganz klargestellt, vermutlich hoffte er auf freien fuß zu kommen oder als Kranker leichter zu entwischen. Die Ärzte glauben, ihm die Hand wieder an den Arm heilen zu können, doch bleiben die Finger voraussichtlich steif. Daß v. S. seine Freiheitsgelüste nicht in die Tat umsetzt, dafür ist umfassend Sorge getragen. Gegen den gefälligen Ansen wurde ein Verfahren wegen Körperverletzung eingeleitet, dessen ERgebnis heute eine Strafe von zehn Wochen Gefängnis war.

Bild: Die Presse berichtet weiterhin über die Hochzeit der Tochter des deutschen Kaisers Viktoria Luise, ein Ereignis, zu dem die Monarchen Englands und Rußlands geladen waren, ein Familientreffen sozusagen. Nur schade, daß der deutsche Kaiser 1914 die ganze Harmonie kaputtgemacht hat, lernen heute unsere KInder in der Schule. Ein Grund mehr, sich bis in alle Ewigkeit zu schämen.


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