Archiv für 4. Juni 2013

Noch mehr NS – Opfer

Maikäferkrieg in Werder 1933*Das interessante Blatt* aus Österreich vom 08. Juni 1933 schreibt: Maikäferinvasion in Deutschland. Nach den Berechnungen der Fachwissenschaftler sind für die Jahre 1933 und 1934 Millionen von Maikäfern zu erwarten. Die Invasion, die in Aussicht steht, scheint größer zu werden als irgendeine Maikäferplage, deren man sich aus den letzten Jahren oder Jahrzehnten erinnern kann. Die ersten Schwärme sind schon in Werder a. d. Havel eingetroffen. Der Schaden, den diese gefräßigen Tiere in kurzer Zeit anrichten können, ist ungeheuer. Unsere Aufnahme zeigt ein Bild vom Maikäferkrieg in Werder. Schulklassen, der Freiwillige Arbeitsdienst und S.A. wurden herbeigezogen. Die gesammelten Käfer werden getrocknet und als Hühnerfutter verwendet.

Verhaftung von Kommunisten. Lörrach, 1. Juni. (1933) *Freiburger Zeitung* vom 03.06.1933. In Weila. Rb. wurden fünf Personen, die der kommunistischen Partei angehörten oder ihr nahestehen festgenommen und nach Lörrach ins Amtsgefängnis überführt. Sie stehen im Verdacht, an dem Abschneiden der beiden Hitler – und Hindenburg – Linden auf der Tüllinger Höhe beteiligt zu sein. Ob dies zutrifft, muß die Untersuchung ergeben.

Bild: Zweifellos eine bisher unaufgearbeitetes Kapitel der NS – Geschichte. Millionen internierter und ermordeter Maikäfer, die zu Hühnerfutter verarbeitet wurden. Geld für eine würdevolle Erinnerungsstätte durch den deutschen Staat? Pustekuchen! Es gibt eben Opfer, deren Leiden uns immer wieder eingehämmert werden – während der Maikäfer stumm und ergeben  sein Schicksal erträgt.  Maikäfer, seufzt der Blogwart, haben einfach keine Lobby. Und, setzt er hinzu, Baumfrevel war schon damals das Kampfmittel politischer Aktivisten. Nur, was können die Linden dafür?

Noch mehr Tote im Ruhrgebiet

Teuerungskrawalle in Deutschland Dresden 1923*Die Coburger Zeitung* berichtet am 04.06.1923, und der Leser möge sich bitte vergegenwärtigen, daß diese Zustände nur möglich sind, weil sich Deutschland im Vertrauen auf das Wort eines amerikanischen Präsidenten, Wilson,  selbst entwaffnet hat. Der Krieg ist übrigens seit vier Jahren offiziell vorüber.

Chronik der Gewalt und Schande. Eine neue Kontribution von 10 Millionen Mark, sofort zahlbar, ist der Stadt Duisburg durch den kommandierenden General auferlegt worden. Als Grund ist angebliche Sabotage an Eisenbahn – und Telegraphenlinien angegeben. Der Stellvertreter des Oberbürgermeisters wird persönlich für die Zahlung haftbar gemacht. – In Duisburg wurden 68 Eisenbahner mit ihren Familien, insgesamt 182 Personen, ausgewiesen. – Ein ganz nichtswürdiger Fall der Ausweisung ereignete sich im Bezirk Trier. Dort wurden am 29. Mai 12 Eisenbahner von der Straße weg verhaftet und mit vorgehaltenem Revolver gezwungen, zu folgen. Sie kamen so, wie sie waren, ohne Bluse und Rock, im Arbeitskittel, zum Teil ohne Kragen und Hut, in Gießen an.

Deutsches Volksopfer

– Die „Kölnische Zeitung“ meldet aus Trier: In der Nacht zum 3. Juni wurde auf dem Hauptmarkt der Gärtner Ditz erschossen. Augenzeugen bezichtigten die beiden Sonderbündler Schneider und Reuter des Mordes, welche sich der Festnahme durch Vorzeigen eines französischen Schutzscheines entzogen. – In Bochum fuhren französische Panzerautos in schnellem Tempo durch die Hochstraße. Dabei verlor der Führer eines Lastkraftwagens die Herrschaft über den Wagen und fuhr auf den Bürgersteig in die Menge hinein. Ein junges Mädchen wurde dabei getötet, ein zweites trug schwere Quetschungen davon. – Der Hafen von Mannheim ist von den Franzosen für sieben Tage geschlossen worden.

Ein Zwanzigmarkstück 260 000 Mark! Der Ankauf von Gold für das Reich erfolgt vom 4. ds. Mts. ab zum Preise von 260 000 M für ein Zwanzig – und 130 000 M für ein Zehnmarkstück. Der Ankauf von Silbermünzen erfolgt bis auf weiteres bis zum 5000fachen Nennwertes.

Teuerungsdemonstration. In Dessau kam es in mehreren Geschäftsstraßen zu größeren Volksansammlungen vor den Lebensmittelgeschäften. Aus den Ansammlungen heraus wurde die Forderung nach einer schärferen Kontrolle der Lebensmittelpreise laut. Zu ernsten Ruhestörungen oder Gewalttätigkeiten gegen Geschäftsinhaber kam es aber nicht, und die wahrscheinlich von verantwortungsloser Seite aufgeputschten Scharen, meist Fauen und radaulustige Burschen, zerstreuten sich bald wieder, ohne daß die Polizei nachdrücklicher einzugreifen brauchte. – In Bautzen herrscht Ruhe.

Bild: Da die deutsche Staatsregierung alles Geld braucht, um unsere ausländischen Freunde zufriedenzustellen, darbt die eigene Bevölkerung. Nichts Neues also. Aber überraschend für Leute, die immer wieder betonen, wieviel sie doch aus der Vergangenheit gelernt hätten. Demzufolge kommt es zu Demonstrationen von Leuten, die weder HARTZ IV noch Tafellebensmittel beziehen. Die also wirklich hungern. In Dresden (Bild oben) werden im Anschluß an solche Zusammenkünfte auch schon mal Geschäfte geplündert und verwüstet.

So ein Jahrhunderthochwasser

Wasserwandeln

ist wirklich schlimm. Aber, sagt der Blogwart, zum Glück passiert das nur alle 100 Jahre und nicht alle 10 oder 15. Und die Bilder sind dann immer dieselben, wie man sehen kann. Der Pegel steigt und Dörfer und Städte werden überschwemmt. Wie immer. Für Volldemokraten ist das kein Problem. Sie waten durch die Fluten, während die Anwohner ihre Habe und ihr Leben retten. Vergessen, daß die Gelder für den Hochwasserschutz üppiger hätten ausfallen können aber da waren ja noch so viele andere Projekte, die hatten weitaus größere Priorität, als das bischen Wasser. Das kommt und das geht, denkt sich so ein Volldemokrat, der ausländische Mitbürger aber bleibt. Und zwar das ganze Jahr und nicht nur einen Monat. Und darben soll er ja auch nicht, wenn er schon ungebeten im Land ist. Schließlich müssen die Integrationsprojekte bezuschusst werden und die Projekte, lernfaulen Jugendlichen, die Zeit zu vertreiben, Frauen einen Sinn im Leben zu geben, Posten für importierte Facharbeiter, oder Veranstaltungen, die die einmütige Geschlossenheit gegen Braun demonstrieren, da brauchen Theater Fördergelder, um Regisseuren ein Auskommen zu schaffen, für Stücke, die kein Aas sehen will und ein paar neue Moscheen müssen auch her, gefördert mit Landesgeldern, oder der der Stadt. Schließlich ist man nicht nur weltoffen, sondern noch für Vieles andere mehr und, nun ja, Hochwasserschutzmaßnahmen, die sind nun einmal nicht prestigeträchtig, jedenfalls nicht so prestigeträchtig, wie ein neues Integrationsprojekt oder eine öffentliche Straßenumbenennung, um an einen ausländischen toten Drogendealer zu erinnern.

Der Innenminister Friedrich hat es bereits getan. Er ist am Wasser gewandelt und nun, denkt sich der Bürger, wird alles besser. Und damit hat er Recht. Denn die Pegel werden wieder fallen und das ist, man glaubt es kaum, auf die überragende Arbeit der jeweiligen Landesregierung zurückzuführen. Die überschwemmten Gebiete werden abtrocknen und in spätestens drei Jahren, wird sich kein Wähler oder Volldemokrat mehr daran erinnern, daß Jahrhunderthochwasser nicht nur alle 100 Jahre auftreten. Denn das wäre zuviel verlangt und auch völlig gegen die Natur von Volldemokraten, die nicht weiter denken, als von einer Wahl bis zur nächsten, eine Zeit, in der sie dem Wähler ein X für ein U vormachen und die, die heute jammern, weil sie ihre Möbel vom Erd- ins Obergeschoß räumen mußten oder deren Automobile abgesoffen sind, werden den Umstand verdrängen, daß ihren Vertretern andere Angelegenheiten am Herzen liegen, als ihre Sicherheit, denn Sicherheit, so ein furchtbarer Journalist, mit Blick auf einen der arabischen Frühlinge, ist kein Wert an sich, eine Aussage, die jeder Hochwasser – und Gedächtnisgeschädigte, sich als Sinnspruch in die Küche hängen sollte. Sicherheit ist kein Wert an sich. Zum Trost. Und zur Erinnerung. Denn das nächste Jahrhunderthochwasser, das kommt so gewiß wie der Muezzinruf in einer deutschen Großstadt.

Es gibt in manchen Orten übrigens Pegelmarken. In Kirchen oder an Hafenanlagen. Dort haben in der Vergangenheit, also noch vor Einführung der Volldemokratie in Deutschland, Stadtoberhäupter zur Mahnung den Wasserstand für die Nachwelt festgehalten. Menschen konnten daraus ihre Schlüsse ziehen, als sie es noch konnten. Das aber ist Vergangenheit und so sehr mir diese Pias Leid tun, die nun mit dem Jeep durchs Wasser fahren und deren Mütter im Wasser bis zur Hüfte stehen, bedauern kann ich sie nicht. Und das, meint der Blogwart. Ist sehr unsensibel von ihm.

Nebenbei: Der Unterschied zwischen Volldemokraten und früheren Monarchen besteht nicht nur darin, daß Letztere ihr Amt vererben, sondern auch, daß ihr eigenes Wohlergehen von dem ihrer Untertanen abhängt. Während Erstere ihre Diäten erhöhen, unabhängig davon, wie elend es ihrem Volke geht, hängt der Wohlstand eines Monarchen, der sich als Landesvater und Erster Diener seines Staates versteht, von der Fähigkeit seiner Untertanen ab, Steuern zu zahlen. Deshalb ist er bestrebt, den allgemeinen Volkswohlstand zu mehren und nicht, ihn zu verschleudern. Letztere mußten auch für ihre Lebensspanne planen und darüber hinaus für ihre Kinder und Enkel. Volldemokraten nur bis zu dem Tag, an dem sie genügend Legislaturperioden überstanden haben, egal, ob sie Schaden anrichteten oder nicht, um in den unverdienten Ruhestand zu gehen. Und nach ihnen die Sintflut. Mehr Pegelstände bei Politplatschquatsch.

Bild: Es gibt Deutsche, die glauben, Hochwasser gebe es nur in Bangladesch, Pakistan oder in einem anderen Teil des Universums. Sie sind darum baß erstaunt, wenn die heimischen Medien von heimischem Hochwasser berichten. Das, meinen sie, sollte es eigentlich nicht geben dürfen. Aber, fügt der Blogwart hinzu, bisher gibt es noch keine gültigen Gesetze in Deutschland, die dem Hochwasser das Auftreten verbieten. Vielleicht sprechen Sie einfach mal mit Ihrem Abgeordneten darüber? Oder organisieren eine Sitzblockade. Aus Protest. Und laden sich diesen Thierse dazu ein. Einen Versuch ist es doch wert. Oder nicht?


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