Archiv für 14. Juni 2013

Das Volksgericht tagt

Abgerechnet wird zum Schlußbei *Politplatschquatsch* Es ist der 14.06.2023. Der Volksgerichtshof tritt zusammen. Erster Volksrichter: Hannes Jaenicke, ihm zur Seite: Fernseh – Richterin Barbara Salesch und Volksrichterin Margret Rasfeld. Angeklagt ist der frühere Umweltminister der Regierung Merkel Peter Altmaier. Auf einen Staatsanwalt und Verteidiger wurde, im Interesse eines zügigen Verfahrensablaufes, routinemäßig verzichtet.

Der Erste Volksrichter, Hannes Jaenicke, ergreift das Wort. „Angeklagter. Ihnen wird zur Last gelegt, Innovationen bei der Energieeffizienz und die Fokussierung auf Energieeinsparpotenziale in Unternehmen und Privathaushalten behindert zu haben, damit haben Sie das Leben und das Wohlergehen zukünftiger Generationen aufs Spiel gesetzt. Sie waren gewarnt, Sie wußten, wir werden Sie haftbar machen, wenn Sie die Chancen unseres Zukunftsprojektes aufgrund parteipolitischer Machtspiele fahrlässig gefährden. Ist das so richtig?“

Angeklagter: Nuschelt zusammenhanglos und unverständlich vor sich hin.

Volksrichterin Margret Rasfeld: „Angeklagter, das Volksgericht muß Sie bitten, sich laut und verständlich auszudrücken.“

Angeklagter: Laut und deutlich: „Ja.“

Erster Volksrichter Hannes Jaenicke: „Sie bekennen sich also schuldig im Sinne der Anklage?“

Angeklagter: „Ja Herr Erster Volksrichter.“

Erster Volksrichter Hannes Jaenicke: „Werft ihm dem Pöbel vor! Der Nächste bitte.“

Bild: Mit Leuten, die seine Zukunft verspielt haben, kennt der Deutsche keine Gnade. Obwohl das Volksgericht ununterbrochen in Schichten arbeitet, erliegt immer wieder ein früherer Regierungsmitarbeiter der Erregung der aufgeputschten Menschenmenge. Es ist aber wichtig, so der Erste Volksrichter Jaenicke, daß alles rechtsstaatlich zugeht und seine Ordnung hat.

Vor 80 Jahren

BadenixenSchreibt D. Ben Gurion in *Der jüdische Arbeiter vom 09.06.1933* (vom Blogwart gekürzt.):  Ein zionistisches Aktionsprogramm  … Der Zionismus ist eine historische Bewegung, seine Verwirklichung ein historischer Prozeß. In diesem dauernden Prozeß gibt es verschiedene Stufen. Aber in jedem Augenblick muß die Bewegung wissen, was in der nächsten Etappe folgt, die man so schnell als möglich erreichen muß.

Konzentrierung der Mehrheit des jüdischen Volkes in Erez Israel , staatliche Selbständigkeit – das ist die letzte Etappe in der zionistischen Verwirklichung. Wer Erez Israel mit seinen ungeheuren, nicht ausgenützten Möglichkeiten kennt, Möglichkeiten, die im Land selbst bedingt sind, mit seiner eigenartigen geographischen Lage, mit seinen abwechslungsreichen klimatischen und physikalischen Verhältnissen verbunden sind, hat Grund genug zu glauben, daß Erez Israel fähig ist, die Mehrheit des jüdischen Volkes aufzunehmen. (Wobei Karl der Käfer naturgemäß nicht gefragt wird, schon gar nicht der ansässige Araber. Anmerkung vom Blogwart.)

Die endgültige und letzte Etappe wird natürlich nicht so schnell erreicht werden. Die vorletzte Stufe ist – die Erreichung einer jüdischen Mehrheit in Erez Israel. Eine jüdische Mehrheit ist nicht das Endziel des Zionismus. Zionismus bedeutet: eine radikale Lösung der Judenfrage in ihrem vollem Umfang. … Wenn es in Erez Israel selbst eine Million Araber geben wird und Juden um einen mehr als eine Million, wird damit die jüdische Frage noch nicht gelöst sein. …

Fortsetzung in *Der jüdische Arbeiter vom 16. 06. 1933* :   … Und die große Aufgabe, die jetzt vor uns steht, ist eine solche jüdische Kraft im Land zu schaffen, die sich aus eigener Energie verteidigen kann. Das ist die nächste Etappe in der Verwirklichung des Zionismus.

Die wirkliche Frage der Sicherheit ist nicht nur ein Problem von Militär, Gewehren und Verteidigung im technischen Sinne des Wortes. Es ist mehr eine Frage lebendiger, menschlicher jugendlicher Kraft, die wir im Lande haben. … Wenn wir fähig sein sollen, uns zu verteidigen, müssen wir mit unseren Nachbarn auf einer Stufe stehen, was die Zahl der Männer in einem bestimmten Alter anlangt, sagen wir zwischen 20 und 40. … Wir haben prozentuell mehr Jugend als unsere Nachbarn. Und damit der Ausgleich vollkommen wird, fehlen uns vielleicht noch 40000 bis 50000 junge Menschen. Deshalb ist die Einwanderung von 40000 bis 50000 Chaluzim in der allernächsten Zeit das große Bedürfnis und die hauptsächlichste Sorge des Zionismus. … bedarf es … noch einer Sache; und das ist die Konsolidierung unseres Landbesitzes und unserer Siedlung. … Die Siedlungen sind getrennt, eine von der anderen, und deshalb sind sie nicht ganz sicher. Diese Punkte durch neuen Landerwerb verbinden und eine neue Kette jüdischer Siedlungen schaffen,  – das ist die zweite Vorbedingung für die Sicherheit des jüdischen Jischuw.

Diese zwei Bemühungen – die Einwanderung eines jüdischen Elements und die Verknüpfung der jüdischen Siedlung durch Bodenerwerb und Konsolidierung bilden die Basis für ein zionistisches Aktionsprogramm in einer nahen und sehr wichtigen Etappe auf dem Weg zum Aufbau und Verwirklichung.

Bild: „Kommt nach Erez Israel! Da wohnen zwar schon Menschen aber was schert das uns? Die können mit seiner eigenartigen geographischen Lage, mit seinen abwechslungsreichen klimatischen und physikalischen Verhältnissen, sowieso nichts anfangen. Und haben wir einmal eine ausreichende Anzahl erreicht, bekommt uns keiner mehr fort von dort.“ Wir wissen aber, meint der Blogwart mit mahnenden Worten, das war alles nur wegen des Holocaust, der 1933 in Deutschland tobte und der Wannseekonferenz zehn Jahre später. Das war kein Aktionsplan, ausgetüftelt seit Ende des Ersten Weltkrieges. Das war, wiederholt er noch einmal, wegen der 6 Millionen von Deutschen ermordeten Juden. Das kann man gar nicht oft genug betonen.


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