80 Jahre Autobahnbau

Sonnenbad

Arbeit für Hunderttausende jubelt die *Freiburger Zeitung vom 24.06.1933* und selbstverständlich meint sie damit nicht das Regime Merkel. Das hat schon längst aufgegeben, das deutsche Volk in Arbeit zu bringen. Stattdessen ruft es nach ausländischen Facharbeitern. Merke(l), ein Volk in wirtschaftlicher und sozialer Abhängigkeit zu halten, ist Antifaschismus in Aktion. So etwas, wie damals, darf sich nicht wiederholen.

Berlin, 23. Juni. (W.T.B.) In der heutigen Ministerbesprechung … Das Reichskabinett genehmigte ferner die Errichtung eines Unternehmens „Reichsautobahnen“. Darin wird die Reichsbahngesellschaft ermächtigt, ein Unternehmen für den Bau und Betrieb eines leistungsfähigen Netzes von Kraftfahrbahnen und Zweigunternehmen zu errichten, welches den Namen „Reichsautobahnen“ trägt. Die Kraftfahrbahnen sind öffentliche Wege und ausschließlich für den allgemeinen Verkehr mit Kraftfahrzeugen bestimmt. Der Reichskanzler hat einen Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen bestellt, der die Linienführung und Ausgestaltung für die Reichsautobahnen bestimmt. Die Verwaltung und Vertretung des Unternehmens übernimmt die Reichsbahngesellschaft. Für die Benutzung der Reichsautobahnen werden Gebühren erhoben. (Noch eine der hitlerschen Bestimmungen, die deutsche Volldemokraten ohne Scham übernommen haben. Merkt der Blogwart an.) Für das neue Unternehmen ist auch das Enteignungsrecht vorgesehen. Im Zusammenhang hiermit wird ein neues Reichswegegesetz erlassen werden. Dieser Plan ist bekanntlich auf die persönliche Initiative des Reichskanzlers zurückzuführen. Es wird in Durchführung des heute beschlossenen Gesetzes

in Deutschland ein Autostraßennetz errichtet werden, wie es bisher in der Welt noch nicht existierte.

In diesem großzügigen Plan kommt der Glaube an die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands und an eine gewaltige Entwicklung des Kraftfahrverkehrs sichtbar zum Ausdruck. Die geplanten Autobahnen, mit deren Bau unverzüglich begonnen werden soll, werden der deutschen Verkehrswirtschaft gewaltige Impulse und der deutschen Landschaft ein völlig neues Bild geben. Sie werden ein kraftvolles Sinnbild des politischen Zeitalters für spätere Generationen sein, das mit der Regierung Hitler begonnen hat. Die Auswirkungen des gingantischen Straßenbauprojektes werden sich nicht nur

in neuen Beschäftigungsmöglichkeiten größten Umfangs

zeigen, sondern auch in einer

völligen Neugestaltung der Treibstoffwirtschaft

und zu einem gewaltigen Aufschwung der nationalen Produktion, insbesondere in den deutschen Treibstoffen führen. Schließlich werden sich in Verfolg dieser Pläne auch ganz neue Perspektiven für die Handelspolitik eröffnen. … „

Bild: Verstecktes Weltherrschaftssymbol. So manipulierte die NS – Presse ihre Leser. Pfui Teufel. Sagt der Blogwart.

5 Responses to “80 Jahre Autobahnbau”


  1. 1 eulenfurz 24. Juni 2013 um 08:01

    Schockierend, entsetzlich, betroffen machend. Meine Mutti meint, daß wir nie wieder Autobahnen fahren werden, sondern nur noch ICE.

    Ich mag auch Ice, vor allem das von Langnese mit Erdbeergeschmack.

  2. 2 Karl Eduard 24. Juni 2013 um 08:22

    Ein erster Schritt in die richtige Richtung – aber, wenn auch die Bahn unentgeltlich Betroffenheitszüge stellt, muß der Blogwart daran erinnern, daß die „Reichsbahngesellschaft“ mit dem Reichsautobahnenbau betraut war und das Schlecken von ICE befreit natürlich nicht von der unaufhörlichen lauten Trauerarbeit um all die damit ins Vernichtungslager Beförderten.

  3. 3 Beantworter 24. Juni 2013 um 10:24

    Dann sollten wir laufen. Das hilft zugleich dem Klima.
    @Karl Eduard: Deine Beiträge sind hervorragend. Heutzutage hilft nur noch Zynismus. Ich meine natürlich Aufklärung!
    Ist der Wasserball ein früher versteckter Hinweis auf die nazistisch-faschistische Bedrohung der friedliebenden Völker Afrikas? Hätte man damals nicht schon den Anfängen wehren müssen? Welche deutsche Firma war für die Herstellung dieses zynischen und menschenverachtenden Wasserballes verantwortlich? Fragen über Fragen.

  4. 4 Karl Eduard 24. Juni 2013 um 10:38

    Nun, natürlich ist es die fotomäßig vorweggenommene Spielfilmszene aus dem Film „Der große Diktator“. Nur ohne Diktator. Aber mit Weltkugel.

  5. 5 eulenfurz 24. Juni 2013 um 19:33

    Und Pinguin_innen als Begleiter_innen … Sind das Neuschwabenländer_innen?


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