Ein kräftiges Wort gegen den Feminismus

So ein Sommerflirtverkündet *Danzers Armeezeitung vom 17. Juli 1913*: Ein kräftiges Wort gegen den Feminismus. In der letzten Nummer der Wiener Zeitschrift „Das Forum“ finden wir folgende Glosse über das Frauenstimmrecht:

„Aus all den Debatten der englischen und kontinentalen Suffragetten ersieht man eines klar und deutlich: Die verehrten Damen wissen gar nicht, um was es sich bei den Männern handelt, wenn sie gegen die Erteilung des Frauenstimmrechts Opposition machen. Recht!? Ist denn überhaupt von „Recht“ die Rede? Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß eine gebildete Frau mehr Anspruch auf Abgabe ihrer Stimme genießt als etwa ein des Lesens unkundiger Bauernknecht, wie Herr professor Bernatzik pathetisch verkündet. Nur ist das hier nicht die Frage. Denn nicht um größere oder geringere Intelligenz dreht es sich hier und auch nicht darum, ob man der Frau aus dem Grunde der Intelligenz ein „Recht“ zubilligen soll. Vielemehr fragt es sich einzig und allein, ob man denn der Frau auch noch Eintritt in die Politik gewähren darf. Vom Standpunkt des hier allein maßgebenden Faktors: der Natur.

Was ist das Weib für die Natur? Die Heimstätte der kommenden Generationen, die Erziehungs – und Pflegeanstalt der erschienenen Generation. Das Männchen ist überall das erwerbende, das den Unterhalt besorgende Moment in der Wirtschaft, und es ist ganz und gar nicht dasselbe, ob nun der Bankier die Börse aufsucht oder der Soldat in den Krieg geht, oder der Advokat seinen Tagessatz verrichtet, oder ob der männliche Löwe in die afrikanische Hürde einbricht und ein Rind nach der Höhle schleppt.

Vom Standpunkt der Natur war es verfehlt, daß das 19. Jahrhundert dem Weibe den Zutritt zum Erwerb ermöglichte, denn die Brut litt darunter, physisch und psychisch, und alle Jugendfürsorgevereine verdanken ihre Existenz lediglich dem Umstand , daß sich das Weib nicht entsprechend pflegen kann, wenn es schwanger ist, und die erschienene Generation nicht entsprechend zu warten und zu erziehen vermag. Alles, was das Weib von seiner natürlichen Pflicht abzieht, ist widernatürlich, und auf die Gefahr hin, den lärmensten Widerspruch zu provozieren, muß es gesagt werden, daß auch der weibliche Arzt und der weibliche Professor nur pervers erscheinen. Wohlgemerkt: nicht vom Standpunkt des Rechtes, sondern der Natur.

Die Natur will es einfach nicht. Das weib soll empfangen, gebären und die Kinder warten und den Erwerb dem Manne überlassen. Vielleicht, daß es im Laufe der Aeonen möglich sein wird, daß auch der Mann einmal gebären wird – die rudimentären Brustdrüsen des Mannes lassen ja die Hypothese zu, daß der Mann sich vor Jahrtausenden gynäkologisch produziert hat – dann mag die Zeit gekommen sein, das Weib an allen Arbeiten des Mannes, also auch der politischen Arbeit, teilnehmen zu lassen.

Möglich übrigens, daß die wie Emanationen einer Epidemie anmutenden Bestrebungen der Weiber auf Zutritt zur Politik von Erfolg begleitet sein werden und daß die in einem nordischen parlament bereits gesetzlich proklamierte Zulassung des Weibes zur Wahlurne auch anderwärts erfolgen wird; aber es soll nicht vergessen werden, daß damit die Familie – eheliche oder uneheliche – den größten Schaden erdulden wird müssen und daß sich in der Kriminalstatistik die entsetzlichsten Folgen zeigen werden.

Erteilt nur den Weibern das aktive Wahlrecht, das passive Wahlrecht wird nicht ausbleiben, und dann ist es nur selbstverständlich, daß in absehbarer Zeit ein Weib das Kriegsportefeulle erhalten wird. Warum denn auch nicht? Ein weiblicher Kriegsminister, was wäre auch dabei? Aber die Kinder der Frau Kriegsminister, wer wird sich ihrer annehmen? Die Gouvernante etwa? Aber die ist ja Sektionschef im Ministerium. Es sind recht anmutige Aussichten…. „

Der Blogwart meint, die waren damals anscheinend mit der Gabe der Hellsichtigkeit gesegnet.

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13 Responses to “Ein kräftiges Wort gegen den Feminismus”


  1. 1 Blond 9. Juli 2013 um 07:02

    Ein weiblicher Kriegsminister, was wäre auch dabei? Aber die Kinder der Frau Kriegsminister, wer wird sich ihrer annehmen? Die Gouvernante etwa? Aber die ist ja Sektionschef im Ministerium. Es sind recht anmutige Aussichten….“
    Wieso „die Kinder der Frau Kriegsminister“(In)?
    Bekommt die Kinder dann nicht der…, quatsch, das Elter2?
    Wegen der Arbeitsteilung und so?
    Schwierig wird’s natürlich – äh, unnatürlich, bei einer lesbischen Elter2 –
    wer dann in Frage kommt für das Kinderkriegen, tja?
    Da muss wohl die Wissenschaft die Natur, wieder Quatsch, die Unnatur
    nachbessern, damit’s was wird mit dem nachwuchs von Frau Kriegsminister und Frau.
    Hihi.

  2. 2 eulenfurz 9. Juli 2013 um 07:34

    Was damals noch abscheulich pervers und irrsinnig grotesk erschien, ist heute Lebenswirklichkeit.

    Nur die Pille kannte man damals noch nicht. Frau Bundeskanzlerine hat keine Kinder, die Außenministerin höchstens Analgeburten usw.

    Von Frauen oder Männern hat naturgemäß nicht einer mehr oder weniger Rechte, sondern sie haben unterschiedliche Rechte. Wohin die Widernatürlichkeit unweigerlich führt, sehen wir: In das Aussterben der Träger abartiger Lebensweisen.

  3. 3 Karl Eduard 9. Juli 2013 um 08:10

    Nur gilt heute die Ausnahme als die Regel. Bzw. wird dazu propagiert. Die Natur aber ist unerbittlich, weswegen man ihr die Fensterscheiben einwerfen, das Auto anzünden und sie beim CDU – Stadtrat als Nazisau denunzieren sollte.

  4. 4 Rucki 9. Juli 2013 um 09:32

    Der Feminismus ist eine Ideologie, die sich mit einer Halbwertzeit von einer, sich nicht reproduzierenden, Generation, mit mathematischer Sicherheit zum Wert „Null° strebt, auf deutsch „ausstirbt“.

    Alsdann übernimmt der Südlandmann das Regiment über die Weibsleut.

    Herzlichen Glückwunsch meine Damen und DamInnen, und das alles noch im „Einklang mit der Natur“ wie es die GrünInnen zu sagen pflegen.

  5. 5 Kaulquappe 9. Juli 2013 um 10:56

    Der Feminismus ist eine Filiale des Marxismus, in der seiner modernen Form des Internazi-Sozialismus. Feminismus bedeutet: Ressourcentransfer von den Produktiven (Männern) zu den Unproduktiven (Frauen), Sozialismus die 10.000ste…
    Es ist doch immer wieder schön wie man mit ein wenig gesunden Menschenverstand kommende Desaster voraussehen kann. Ich hätte da noch einen: „Energiewende“!

  6. 6 Blond 9. Juli 2013 um 12:32

    Nur mal so am Rande:
    Selbst die Kelten kannten schon

    die Emanzipation.
    So gab es dann auch Fürstin und Druidin,
    weit vor unsrer Zeit war das dort „in“.
    Doch auch, wenn’s niemand hat gesehen,
    brachten die nix, war’s um sie geschehen.

    Anders als Heute.
    Hihi.

  7. 7 Karl Eduard 9. Juli 2013 um 12:56

    Die Frage ist doch, wer hat ihre Kinder auf – und erzogen?

  8. 8 eulenfurz 9. Juli 2013 um 13:20

    „Ressourcentransfer von den Produktiven (Männern) zu den Unproduktiven (Frauen), Sozialismus die 10.000ste…“

    Solche Behauptungen sind genauso Ideologie, nur anders herum. Ressoucentransfer geht in beide Richtungen, das eine ist ohne das andere nicht überlebensfähig, und in diesem Einklang hat jeder seine ihm zugehörende, wichtige Rolle.

  9. 9 Beipflichter 10. Juli 2013 um 10:07

    Feminismus hat nicht zu Unrecht, die Titulierung „Tittensozialismus“. Er ist ein Ableger des 68-er Marxismus.

    Das Kriterium „Ressourcentransfer“ ist schon sehr treffend.

    Die Symmetrien zwischen Feminismus und Sozialismus sind zu frappierend, nämlich:
    Die Neidkultur, die Unterstellung einer sinistren Ausbeuter-Gruppe, die es zu entmachten gilt, die Selbstbeweihräucherung als lichtgestaltige, aber brutal unterdrückte Gruppe, deren finaler Durchbruch zum Licht, paradiesische Zustände verheisst.
    Zudem das gleiche Parasitieren von Leistungsträgern, das gehässige Absprechen deren Rechte auf Meriten für ihre Leistungen, das dreiste Abmelken und Abzocken durch Quoten, penetrante Bevorzugungen, die infamerweise als Gleich-blubber-blubber-ung verjkauft werden.
    Und noch sind Männer die strebsamste, leistungswilligste und –fähigste Gruppierung. Und zynischerweise durch anerzogene und genetisch bedingte Dschäntelmän-Reflexe (Frau_Innen-Beschützer-Instinkte) auch noch die Steigbügelhalter und Zahlmeister des parasitären Phänomens „Feminismus“.
    Zum Dank dafür dürfen sie den Hohn, Spott, die Verachtung, Diffamierung als primitive, evolutiv retardierte Vergewaltiger durch feministisch formatierte „Mäinstriem-Medien“ einheimsen.
    Und nicht zu vergessen (wie bei seinem garstiger Zwilling, dem Sozialismus) das permanenten Ableiern der Schuld-Einflüster-Mantras, die Dauermassage mit der Macho-Keule.

  10. 10 Karl Eduard 10. Juli 2013 um 10:17

    Der Verfasser verweist auf die natürliche Rolle beider Geschlechter und von daher stuft er die Beteiligung der Frau an Beruf und Politik als wider die Natur ein, da sie die Frau davon abhält, ihrer Rolle nachzukommen, deretwegen sie überhaupt existiert. Nämlich die Erhaltung der Art zu ermöglichen, die kommende Generation zu gebären, sie aufzu – und zu erziehen und somit auch das Gemeinwesen zu erhalten, das vorherige Generationen geschaffen haben.

    Alles andere ist Pipifax. Oder wie Du sagst blubblerblubber.

  11. 11 Beipflichter 10. Juli 2013 um 10:55

    Sorry wolllt eigentlich einen Komm. aus anderem Blog hier reinsetzen, da nicht gefunden, mehr oder weniger „nacherzählt“.
    Jetzt aber doch noch aufgetrieben, und werde ihn Euch doch noch „zumuten“

    Zitat:

    Man(n) kann fast nicht mehr so viel fressen, wie man kotzen könnte, wenn man die ungebremste Ausbreitung der infamen feministischen Paradigmen mit ansehen muss. Die schlimmsten Protagonisten sind hierbei solche schleimenden, lila Pudel von Männern, die sich mit ihren Anbiedereien irgendwelche Meriten von den HohepriesterInnen des Feminismus erwarten. Dieser auf einer widerwärtigen Melange aus Grössenwahn und Minderwertigkeitskomplexen basierenden Paranoia wurde und wird es immer noch viel zu leicht gemacht, nützt sie doch angeborenen, d. h. phylogenetisch gewachsenen Beschützerinstinkt, und anerzogene Kavaliers-Verhaltensmuster der Männer raffiniert und schamlos aus.
    Die Ähnlichkeiten zwischen den Lügenkonstrukten „Sozialismus“ und „Feminismus“ sind frappierend, weswegen der „F.“ nicht zu Unrecht „Tittensozailismus“ genannt wird. In beiden Systemen, nämlich, wird eine Umverteilung von den Leistungsträgern auf die SchmarotzerInnen postuliert und auch praktiziert. Simultan mit der Ausbeutung werden auch Dauerkampagnen zur Diffamierung, Verhöhnung und Knebelung der Abzuzockenden lanciert, damit auch ja kein nennenswerter Widerstand gegen solchen impertinenten und infamen Praktiken erwächst. Der F. hat überdies den Vorteil, dass er sich als Melkkuh-Zielgruppe die leistungsfähigste und leistungswilligste Fraktion der „Gesellschaft“ ausgesucht hat, nämlich die weiss/abendländischen, bürgerlichen, konservativen (meist christlichen) Männer. Spiegelbildlich zur Dauerschmähung alles Männlichen wird eine groteske Apotheose des Weiblichen betrieben, die in ihrem Wahn schon graduell an stalinistische Personenkulte und Beweihräucherungen heranreicht.
    Da der F. indes im Grunde seine ganze Ideologie ex negativo als gigantischen Rachefeldzug gegen halluzinierte Unterdrückung konstituiert und die Dekonstruktion des Mannes lustvoll und zynisch vorantreibt, muss er irgendwann selbst kollabieren, da er keine eigenen konstruktiven Momente aufweist, sondern nur parasitär sich hauptsächlich von Männern geschaffener Ressourcen bedient.
    Denn, sind die Männer dereinst vollständig verdrängt, entrechtet und zu Parias stigmatisiert, werden auch die Quellen für all den milliardenschweren Quoten- und Gleichstellungs-Irrsinn versiegen.
    Bis dahin werden wir aber eine immer schriller werdende Anti-Männer-Hetze und immer rücksichtloseren Gebrauch der Macho-Keule erleben. Und viele, kleinmütige, schleimspurziehende Männer werden mit krakeelen, da sie sich von den HerInnen der ZeigeistIn ein paar Brosamen erwarten.

    Zitatende

  12. 12 Blond 10. Juli 2013 um 11:40

    Und viele, kleinmütige, schleimspurziehende Männer werden mit krakeelen, da sie sich von den HerInnen der ZeigeistIn ein paar Brosamen erwarten.
    Nicht nur das, sondern auch deswegen, weil es meiner Beobachtung nach noch nie so viele Masochisten unter den als „Männer“-Innen geschimpften Wesen der Gattung Kriechtiere gegeben hat.
    Die haben Freude am geknechtet werden.

  13. 13 Beipflichter 10. Juli 2013 um 12:38

    Ach tatsächlich ? – Dann haben sie ihren seit Jahrzehnten implantierten und oktroyierten National-Masochismus in hübschem Anologie-Prozess auch auf einen Geschlechter-Masochismus rüber-projiziert. Das spendet doppelte Wollust, die Nazi- und Macho-Keule stereo und simultan !!

    Indes stimmt, die Attidtüde des heutigen (mämnnlichen) Bunzelrepublikaners ist nix mehr als die eines kleinen, beschissenen Kläffers, sich winselnd und windend für seine blosse Existenz entschuldigend, in larmoyanten Selbstanklagen sich bei den „überlegenen Wächtern“ der PC anbiedernd, feige, duckmäuserisch und arschkriechend, rückgratamputiert, kurzum die klassiche Null.


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