Kaum auffällig

Bevor Struppi die kleine Lisa an einem heiteren Sommerabend tot biss, war er kaum auffällig. Völlig hysterische Menschen führten daraufhin den Wesenstest für Hunde ein, die im Verdacht stehen, von ihrer Rasse her, die anerkannten Verhaltensnormen für Hunde zu überschreiten. Zahllose Hunde werden seither diskriminiert, damit sich solche Vorfälle nicht wiederholen. Als an einem heiteren Frühlingsabend ein Rudel zugewanderter Tollwütiger den Jonny K. ins Jenseits beförderte, sprachen die Medien davon, daß die Hunde, die die Tat begingen, zuvor nicht auffällig geworden waren und rehabilitierten sie damit in den Augen der Öffentlichkeit. Demzufolge durfte die Hälfte des Rudels nun wieder unter Leute, völlig ohne Maulkorb, während der Rest von anerkannten Tierpsychologen beobachtet wird, um den guten Kern, der unzweifelhaft in Onur U. und Bilal K. steckt, zu finden, ihn freizulegen und ihn der staunenden Öffentlichkeit zu präsentieren. Sollte einer der Beiden einmal darauf verzichtet haben, ein hilf – und wehrloses Opfer zu schlagen oder zu bestehlen, ist das der untrügliche Beweis, das der Totschlag an Jonny K. eine Verkettung unglückseliger Umstände war und die bis dato Festgehaltenen dürfen in den Schoß ihrer Familien zurückkehren, wo sie bereits sehnlichst erwartet werden. Der Blogwart hofft auf ein gutes Ende. Außer für Jonny K.. Der hat es bereits hinter sich.

7 Responses to “Kaum auffällig”


  1. 1 Kersti 23. Juli 2013 um 07:23

    Lieber Karl Eduard, seit 2000 kämpfen wir Hundehalter gegen die Rasseliste bei Hunden. Zweierlei Maß. Richtig gut, der Beitrag. So ist das eben in unserem Musikantenstadl, eine Randgruppe darf sich ausleben, andere werden drangsaliert. Zu letzteren gehören Hundehalter und Autofahrer.

  2. 2 Beipflichter 23. Juli 2013 um 08:36

    Sehr verwunderlich und absunderlich ist es auch, wie dezidiert bei den Caniden mit dem Konzept der Rasse und den damit verknüpften Eigenschaften und Merkmalen herum jongliert wird, besonders mit solchen, wie Persönlichkeit, Charakter, Temperament, Intelligenz. – Und Rassen mit momentano als pööse klassifizierten Eigenschaften bekommen die volle Ladung der Entrüstung und Empörung gutmenschlicher Wächter_Innen über friede-freude-eierkuchiger Soll-Zustände ab.

    Bei den Hominiden indes, ist allein schon die Erwähnung, bzw. die Bezugnahme zur Rasse ein höchst verwerfliches Gedankenverbrechen. Und sollte sich Jemand erdreisten, ähnlich wie bei den Caniden, Korrelationen zwischen Rasse und Eigenschaften herzustellen, so ist er alsbald in die finstersten Verliese der Nazismus/Faschismus/Rassismus-Kerker zu befördern.
    Den gemäss bestechendster bestmenschlicher Logik und tiefster Weisheit gibt es gar keine Menschenrassen. – Nur das weigern sich weisse, abendländische Rassisten hartnäckig zu verstehen bzw. einzusehen.

  3. 3 vitzli 23. Juli 2013 um 12:55

    @ beipflichter

    naja, bei den menschen gibt es schon eine von linken anerkannte rasse, nämlich den islam. sonst könnte man dessen kritiker nicht als rassisten verglimpfen. 😀

  4. 4 Beipflichter 23. Juli 2013 um 13:21

    Tja, das sind die unerfindlichen Geheimnisse, linken Glaubens, die wird Profanlinge nie verstehen. – So gibt es ja keine Rassen, indes dennoch Rasse-Unruhen, Rassen-Diskriminierungen, Rassismus.
    Genauso, wie es ja gar keine Geschlechter gibt, aber trotzdem, Frau_Innen-Unterdrückung/-Diskriminierung/…/../ (List würde den Rahmen sprengen)
    Desgleichen kann ein Rassist nur ein Weisser, niemals ein Nichtweisser sein, genauso, wie ein Sexist nur männlich sein kann.

  5. 5 Jörg-Peter Schweizer 23. Juli 2013 um 16:37

    Beitrag zur Öffentlichkeitsinformation von der Stuttgarter-Bürgerinitiative gegen Hundesteuer

    Der finanzpolitische Trick mit dem (Zweck)Begriff: „KAMPFHUND“

    Die Rasse „Kampfhund“ die gibt es nicht! Aber warum gibt es dann eine Kampfhundesteuer?

    Aus ungezügelter Gier nach jedem nur erdenklichen Steuereuro laßén sich Politiker unseres Landes unter Ausnutzung des Steuerfindungsrechts so vielerlei haarsträubende Rechtfertigungsargumente einfallen, um somit fiskalpolitische Zielsetzung zu immer mehr Steuereinnahmen, durch Mißbrauch des Gesetzgebungsverfahren zur Durchsetzung fiskalpolitikerdienlicher Interessen, per Gesetz bei der Bevölkerung zu erzwingen.
    Besonders deutlich ersichtlich wird ein solches politisches Gebahren uneinsichtiger rücksichtsloser Steuerfindung gegen Hundefreunde.
    Je ungerechter eine Gesetzgebung desto mehr Rechtfertigungsargumente seitens des Gesetzgebers (der Politiker) müßen herhalten.
    „Unrecht wird aber nicht zu Recht durch intensivere Legitimationsbemühungen“

    Der Begriff „Kampfhund“ wird aus wissenschaftlicher Sicht weder von Kynologen noch von Fachexperten gestützt.
    Womit also berechtigt sich dann die Erhebung von „Kampfhundesteuern“ wenn es die Rasse „Kampfhund“ überhaupt nicht gibt?

    Nun, aus fiskalpolitischer Sicht und Zielsetzung von steuer- u. finanzpolitischer Interessen für immer mehr Steuereinnahmen, begründet sich eine solche politikerdienliche Begriffsbezeichnung „Kampfhund“.

    Fazit:
    Steuereinnahmen aus der regulären Hundesteuer reichen sowohl Landes- als auch Kommunalpolitiker, dem Deutschen Städtetag und dem Städte- u. Gemeindebund bei weitem nicht aus.
    Folge dessen bedient die Politik finanzstrategisch sich des Zweck- u. Alibibegriffs „Kampfhund“ um über Kampfhundesteuern weit mehr an Steuereinnahmen zu generieren.

    Lesen Sie hierzu einen Auszug aus dem Interview vom Januar 2000, welches Chefredakteurin Susanne Kerl von der Redaktion der Hundefachzeitschrift: „DER HUND“ vom Deutschen Bauernverlag Berlin mit der „Stuttgarter Bürgerinitiative“ geführt hat.

    Redaktion: „D E R H U N D“
    (Heft 1 / 2000 Januar) Deutscher Bauernverlag: B E R L I N
    Interview mit Jörg-Peter Schweizer von der Stuttgarter Bürgerinitiative gegen Hundesteuer.

    Auszug aus dem Interview zum Thema: „Kampfhund“:

    DER HUND: Die so genannte „Kampfhundesteuer“ die weit über dem normalen Satz liegt, wird nur für auffällig gewordene, erwiesenermaßen gefährliche Hunde erhoben.

    SCHWEIZER: Um es gleich vorweg zu nehmen: den „Kampfhund“ gibt es nicht.
    Hierbei handelt es sich um einen von der Politik willkürlich geprägten Begriff mit fiskalischem Hintergedanken zu weit mehr Steuereinnahmen durch „(Kampf)Hundesteuer“.

    Politiker waren in der Findung von Argumenten zur Rechtfertigung ihrer Interessen schon immer höchst erfinderisch wenn es darum ging, eine hundeliebende Minderheit ohne Lobby und den Rückhalt der übrigen Bevölkerung in unserer Gesellschaft kräftig zu schröpfen.
    Es wird in Deutschland ständig gegen Hund und Halter gehetzt, auf medienwirksam populistische Art unsachlich polemisiert mit hochgespielter Skandalberichterstattung mit blutrünstig reißerischer Aufmachung (BILD-ZEITUNG).
    Aber auch um Hundefreunde von der übrigen Bevölkerung als schutzlose Minderheit zu isolieren.
    Dazu werden in unverantwortlicher und besorgniserregender Weise bei der Bevölkerung bewußt Ängste geschürt zur Rechtfertigung von „Kampfhundesteuern“.
    Dies beweist, daß für alle Hunde einer zum Kampfhund diskriminierten Rasse kräftig zur Kasse gebeten wird. Auch solche Hunde, welche niemals negativ oder als gefährlich auffielen.

    Eine artbiologische Rasseunterteilung „Kampfhund“ ist absoluter Schwachsinn. Die „RASSE“ Kampfhund gibt es nicht!

    Grundsätzlich trägt die Verantwortung der Mensch am anderen Ende der Leine.
    Aus jedem Hund kann ein gefährlicher Hund gemacht werden.
    Im übrigen fällt auf, daß in der Liste der 14 aufgeführten Rassen als Kampfhunde nur ausländische jedoch keine deutschen Rassen aufgelistet sind, zumal in der Beißstatistik des Deutschen Städtetages Köln der Deutsche Schäferhund ganz oben steht mit den häufigsten Beißvorkommnissen, gefolgt von Mischlingsrassen.
    Die als Kampfhund diffamierten Rassen finden sich erst im untersten Drittel in sehr geringer Anzahl.
    Zudem wißen die Politiker bestens, daß mit einer Kampfhundesteuer Beißvorfälle einzelner Hunde unterschiedlichster aber nicht bestimmter Rassen keinesfalls zu verhindern sind. Lediglich die Stadtkämmerer der Kommunen können sich über noch mehr Steuereinnahmen durch (Kampf-) Hundesteuer freuen.
    Eine solche tier- u. bürgerverachtende heuchlerische Scheinheiligkeit ist jedoch bei Politikern wirklich nichts Neues, geht es einzig um Steuerfindung zur Sanierung und Aufbesserung angespannter Finanzhaushalte und öffentlicher Kassen von Kommunen und Gemeinden.

    Beißvorfälle- u. Vorkommnisse einzelner Hunde, weil in den falschen Händen und durch Qualdressur zum gefährlichen Hund größtenteils brutal gequält, sind ausschließlich deutschem Strafrecht zugeordnet jedoch keinesfalls dem Finanz- u. Steuerrecht. Hierfür gilt ausschließlich unser Strafrecht und die Haftpflicht des Hundehalters aber nicht die Hundesteuer. Das wissen die Politiker nur zu genau.
    In welchem Land leben wir denn überhaupt!

    Das leider seit vielen Jahren andauernde unerträgliche tier- u. menschenfeindliche Kesseltreiben -gegen Hund und Halter- von unbelehrbaren und profilsüchtigen Politikern mit Profilierungsneurose, die sich in blindem hysterischem Aktionismus geradezu überbieten und sich für besonders wichtig halten, kann und darf nicht Aufgabe bundesdeutscher Politik sein.

    Es gibt in unserer Republik für die Politiker weitaus gewichtigere Aufgaben die es gilt anzugehen. Zum Beispiel die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und der beängstigend zunehmenden Armut in der Bevölkerung; auch wenn dies für finanzpolitische Interessen keinerlei lukrativen Nutzen zeigt, so wie bei der Hundesteuer durch Hundehaltung.

    Jörg-Peter Schweizer (Stuttgart
    Bürgerinitiative gegen Hundesteuer

  6. 6 Harald von Fehr 24. Juli 2013 um 10:06

    Sehr gut Herr Schweizer – Danke!
    Doch wie sollte es anders sein – aus berufenem Mund kann nur eine berufene Einstellung kommen.
    Kampfhund – ein Wesen, was es heute nicht mehr gibt- ist es doch mit dem Römischen Reich untergegangen!!!
    Doch es wird von einer Politikerelite und sachlich unkundigen Menschen benutzt, um ein Objekt zur Verfügung zu haben, an dem wiederum Unkundige ihre Dummheit auslassen können.
    Muß doch dieses arme Wesen, was eigentlich ein ganz liebenswertes ist, für die Dummheit und den Frust völlig Verdummter herhalten, wenn es darum geht, einen Schuldigen zu finden.
    Doch nicht nur der sogenannte „Kampfhund“, der eh in der Zeit des Computers eine Erfindung ewig Gestriger ist – nein, überhaupt der Hund, sollte es ihn nicht geben, ach wie trostlos wäre das Leben vieler Menschen, denen eben dieses Wesen das Liebste auf der Welt bedeutet.
    Und erst Politiker und Industrieelle – was wäre, gäbe es dieses liebenswerte Tier nicht?
    Wie viele Industriebranchen gäbe es nicht – wieviel Geld könnte nicht verdient werden, würden nicht Hundehalter von allen und jedem unersättlich, lediglich um ihren Lieblingen etwas Gutes zu gönnen, geschröpft?
    Und dann Diejenigen, die sich noch immer auf das Recht berufen, für den besten Freund des Menschen eine Steuer zu erheben.
    Genau diese Sesselpupser und Tierfeinde sind es, denen wir es noch heute zu verdanken haben, daß es diese unsinnige Hundesteuer in Deutschland noch immer gibt!
    Es wurde bereits schon oft gesagt- doch ich muß jetzt nochmals fragen: „Wann endlich wird die deutsche Politik – Europa sollte hier ein Beispiel sein, zu dem wir ja doch wohl gehören(?), endlich diese unsinnige Steuer, die eine Schmach für unser Land ist, abschaffen???“
    Der Zeitpunkt ist lange überfällig!!!
    Wir alle – die Menschen, die in Not geraten sind und von Hunden gerettet werden konnten und diejenigen, die im Hund das liebenswerteste Geschöpf sehen und sich ein Leben ohne ihn nicht vorstellen können, erwarten von Denjenigen, die jetzt wieder neu „auserkoren“ werden, die Geschicke des Landes zu übernehmen, daß sie endlich zur Vernunft kommen – und diese unsinnige Steuer ein und für allemal abschaffen.
    Nur mit einem solchen Schritt würden sie wieder zu etwas Ansehen unter ihren Wählern kommen!!!
    Mit hundefreundlichen Grüßen
    Harald v. Fehr

  7. 7 Kreuzweis 24. Juli 2013 um 13:41

    Ach, diese klügelnde Argumentieren!
    Ist es nicht für die Katz?

    Weil der Köter eines türkischen Gewohnheitsverbrechers ein türkisches Kind anfiel, werden alle Hunde in der BRD unter Rasseverdacht gestellt?
    Und bei falscher Rassezugehörigkeit „vergast“?
    Und alle. die eine Schandrasse halten, werden mit einer Rassesteuer bestraft? Toll!
    Es geht wohl neben ständiger Geldgier, um die menschliche Problemrassen zu fördern, um die Entwaffnung des deutschen Gartenzwergrasse.

    Wieviele der betroffenen Hundefreunde haben eigentlich eine bekennend deutschenfreundliche Partei gewält???
    Aha – alles geschwätzt!


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