Alle die gewählt haben

Pariser Straßendelikatessenalso, die ihre Stimme abgaben, zur Bundestagswahl und die sich in den nächsten vier Jahren fragen, warum sie nichts zu melden haben, warum ihre Probleme nicht gehört werden, so wie sie sie lautlos herausschreien, mögen sich doch dann bitte des historischen Augenblicks erinnern, als sie am Wahltag Ihre Wählerstimme in die Wahlurne warfen, die dann den jeweiligen Politikern und Parteien zugeordnet wurde und die erst wieder aus der Obhut der jeweiligen Politiker oder Parteien entlassen wird, wenn der Zeitpunkt der nächsten Bundestagswahl herangedämmert ist. Der Wähler gibt seine Stimme ab und hat anschließend nichts mehr zu melden. Das ist das Wesen einer parlamentarischen Demokratie.

Bild: *Österreichs Illustrierte Zeitung vom 7. September 1913* erfreut seine Leser mit Bildern aus dem Pariser Straßenleben. Hier heißt es: „Frische Ziegenmilch wird den Kunden direkt in die Tasse gemolken. Pariser Straßendelikatessen.“ Zustände, sagt der Blogwart, wie heute in Asien. Und natürlich ist es hilfreich, um die Bildunterschriften lesen zu können, Fraktur zu beherrschen.

6 Responses to “Alle die gewählt haben”


  1. 1 Zeckentod 23. September 2013 um 10:22

    Wir werden so „gemolken“ werden, daß es fraglich sein wird, ob die Empfänger die abgetretenen Stimmen überhaupt wieder herausrücken werden bzw. können werden – die Honeckers haben das ja auch nicht mehr geschafft!

  2. 2 MARTIN LUTHER 24. September 2013 um 00:09

    Die bequemen Schäfchen geben gerne die Verantwortung ab…

    Einmal nicht selbst kämpfen müssen, das entlastet viele!

    Mutti Merkel gibt Tittchen!

    Genug Stress auf Arbeit, in Familie – da wären Freiheitskämpfe einfach zuviel. Lieber Beine hoch, Tatort an und entspannen.

    Es geht den meisten noch zu gut.

    Ich habe es gestern aufmerksam beobachtet – wie kleine Masochisten, die machen das gerne!

    Die sind froh, wenn ihre Stimme weg ist!

    Ich weiß nicht, ob es sich lohnt für diese Zombies zu kämpfen. Ich weiß auch nicht warum sich Hitler damals so abgerackert hat – für diese Schäfchen?

    Die wollen doch gar nicht befreit werden – die schlagen dich tot wenn du denen mit Freiheit kommst!

    Da werd ich ja gleich wieder misanthropisch…

  3. 3 Karl Eduard 24. September 2013 um 03:54

    @MARTIN LUTHER

    Einmal ist es das Wesen der parlamentarischen Demokratie, am Wahltag die Verantwortung mit der Stimme abzugeben. Oder hat sich schon mal die Verkäuferin oder der Kfz-Schlosser hingestellt und gerufen, ich bin verantwortlich für den Afghanistaneinsatz? Na siehste! Die Mitwirkung an solchen Entscheidungen ist ihnen nämlich verwehrt und deshalb gibt es Menschen, die nennen sich Volksvertreter und werben damit, verantwortungsvolle Entscheidungen für die hart arbeitenden Menschen zu übernehmen, die schließlich arbeiten und sich um ihre Familie kümmern müssen und es in erster Linie auch wollen. Anstatt Phrasen dreschend herumzuschwadronieren.

    Wer schreibt, daß es den meisten Deutschen zu gut geht, hat wohl den Schuß nicht gehört. Zu gut im Vergleich womit? Mit Somalia oder dem Deutschland 1923 oder dem vom September 45?

    Befreit zu werden, wünschen sich in der Regel nur die, denen die Unfreiheit bewußt ist und die in der Freiheit eine Verbesserung ihrer Lebenssituation sehen und dann geht es ihnen weniger um Freiheit, mehr um die Verbesserung ihrer Lebenssituation. Freiheit kann man weder essen, noch kleidet sie einen in wärmende Mäntel, baut einem ein Haus oder lehrt den Nachwuchs lesen, Schreiben und Rechnen.

    Den amerikanischen Sklaven ging es in ihrer Masse besser als nach der Sklavenbefreiung durch die Nordstaaten, nach gewonnenen Bürgerkrieg. Mit der Befreiung waren sie ihrer Existenzgrundlage beraubt und das erste Bedürfnis des Menschen ist objektiv nicht das nach Freiheit, sondern satt zu essen zu haben, ein Dach über dem Kopf und sich kleiden zu können. Menschen, die das Wort Freiheit im Munde führen, wollen meist etwas ganz anderes. Zum Beispiel mit der D-Mark um den Globus reisen oder im ALDI im Warenüberfluss schwelgen.

    Wollen die Syrer befreit werden? Wohl kaum. Die Iraker wollten auch nicht befreit werden und die Lybier schon gar nicht. Wenn die sich im System eingerichtet hatten, konnten die ihr Leben leben und das will der Mensch auch nur. In Ruhe gelassen werden und sein Leben leben.

    Frag mal einen Nordkoreaner, ob der befreit werden will. Nach einer langen Lobpreisung aller Kims von Anbeginn der Zeit, wird der Dich fragen, ob Du noch ganz dicht bist. Erst einmal weiß der gar nicht, daß es auch anders sein könnte, ohne die Denkmäler auf Hochglanz zu polieren und alle zehn Minuten Lobeshymnen auf die Kims zu singen und außerdem hat er sich eingerichtet. Wie die Deutschen auch.

    Öfter wird doch Orwells 1984 zitiert. Der Blogwart hat das Buch nie gelesen und vom Film nur Teile in Erinnerung. Wenn wir heute aber 1984 haben, wo die Lüge als Wahrheit gehandelt wird, wieso wird dann von den Menschen verlangt, die tagtäglich der Gehirnwäsche ausgesetzt sind, anders zu handeln, als ihnen die Medien und Politiker einbleuen? Weil wir gerne glauben wollen, daß es den Weihnachtsmann gibt?

    Der Marin Luther war übrigens vollständig von Katholiken umgeben und Papstanhängern, dennoch hat er sich nicht hingesetzt und Sturzbäche geweint, daß die Christen nicht seine Auffassungen teilen und den Ablasshandel super finden, weil sie sich oder den Angehörigen die Zeit im Fegefeuer verkürzen können. Er hat unermüdlich seine Auffassungen verbreitet. Trotz Acht und Bann und der Erlaubnis, jedermann kann ihn totschlagen. Man muß ja nun deswegen die eigenen Erkenntnisse nicht gleich an alle Portale nageln aber wenn ein Freund oder ein Bekannter, oder ein Fremder, mit dem man ins Gespräch kommt, mal wieder über die Strompreiserhöhung klagt oder über die Regierung schimpft, dann kann man ihn schon sachte und ohne mit dem Holzhammer zu kommen, zum Nachdenken anregen. Und das ist ja schon mal was. Und wenn man das immer wieder behutsam praktiziert, weil Brachialaufklärung die Leute eher verschreckt und abstößt, dann löst man vielleicht jemanden aus der Matrix. Und das ist doch auch was. Jedenfalls ist es besser, als festzustellen, daß es den Menschen möglichst schlecht gehen sollte, damit sie geneigter sind, den eigenen Ideen zu lauschen.

  4. 4 Kaulquappe 24. September 2013 um 15:13

    Wer schreibt, daß es den meisten Deutschen zu gut geht, hat wohl den Schuß nicht gehört. Zu gut im Vergleich womit? Mit Somalia oder dem Deutschland 1923 oder dem vom September 45?

    Bin auch immer wieder sprachlos. Wenn diese „Experten“ wüssten, welchen Reichtum die Deutschen um 1910 angesammelt hatten und wie er seitdem verschleudert wurde würden sie die demokrötisch gewählten Volksabschaffer davonjagen.
    Aber sie wissen es ja nicht.

  5. 5 Rucki 24. September 2013 um 17:37

    Das Problem des technischen Fortschritts und der mit dem Fortschritt verbundenen Wohlstandssteigerung eines Volkes, ist nicht die Wohlstandssteigerung an sich, sondern das immer weniger Menschen notwendig sind, die Dinge des täglichen Lebens zu erarbeiten.

    Ein jeder Leser hier stelle sich vor, wievielt Arbeitskraft ein Mähdrescher (stählerner Ackersklave) ersetzt. Jetzt denke mal jeder und vor allem jede Leser_In an die fleißigen technischen Sklaven zu Hause. Waschmaschine, Elektro / Gasherd, Geschirrspüler, Staubsauger, Föhn, etc. etc.

    Kaum zu glauben, auch die stählernen Sklaven in der Industrie-Produktion, sie alle generieren Wohlstand, nicht etwa politische Systeme, Politiker oder wer auch immer. Da aber immer weniger Menschen, dank technischen Fortschritts, gebraucht werden, die Grundlagen des täglichen Lebens zu erarbeiten, glauben nun einige ganz Schlaue, der Wohlstand fällt vom Himmel, ganz wie das Manna damals in der Wüste, bei den Israeliten.

    Diese ganz Schlauen werden, meist wegen technischer Minderbegabung, nun Polito- Sozio- Theo- Öko- oder sonst ein -loge bzw. Tschurnalist, und erzählen anderen, der Wohlstand fällt wie Manna vom Himmel, Milchtüten wachsen beim Aldi im Regal nach, es ist genug für alle da, also auch für die, die gar nicht zu unserem Volk gehören. Sie bauen eine riesige Sozial-und Helferindustrie auf, in der sie ihre Abhängigen betütteln lassen.

    Damit nicht genug. Sie behaupten nun noch allen ernstes, unser technischer Fortschritt würde die Natur zerstören bzw. das Klima, weil ja unsere technischen Sklaven nun mal Energie benötigen. Da sie ja, wie oben schon gesagt, technisch nichts können, aber das Sagen haben, erzählen sie allen ernstes man müsse mit mittelalterlichen Maschinen (Windmühlen) oder Sonnenschein (Solarzellen) Strom erzeugen, obwohl sie nicht den blassesten Schimmer davon haben, wie elektrische Regelenergie bis zur Steckdose kommt und zwar 24 Stunden, an jeden Tag des Jahres. Lange genug erzählt, glaubt ein Großteil des Volkes diesen Schwachsinn, und sie schreiten zur Tat. Ganze Landstriche werden ohne Rücksicht auf Verluste mit potthässlichen Windmühlen verspargelt, Dächer mit Solarzellen zugenagelt und somit elektrischer Zappelstrom hergestellt den keiner gebrauchen kann, ins Ausland verschenkt werden muss, damit hier die elektrischen Regelsysteme nicht kollabieren.

    Dieser ganze Irrsinn, genannt Ökoindustrieller Komplex, muss natürlich vom Stromkunden bezahlt werden.Wenn er kein Profiteur des ökoindustriellen Komplexes ist, gehört er zur großen Masse der Verlierer.

    Übrigens, der sozial industrielle Komplex muss auch finanziert werden.

    Das Problem einer Wohlstandsgesellschaft sind die Manna-Geschichtenerzähler, die uns verschweigen, dass das Manna versiegte als die ollen Israeliten aus der Wüste draußen waren. Da soll nämlich ihr Gott gesagt haben, ab jetzt wird wieder malocht, und den Grips den ich in euer Hirn gelegt habe, könnt ihr ja verwenden, euch die Arbeit zu erleichtern.

    Bei uns haben aber die Hirnlosen das sagen, das ist das Problem.

  6. 6 Olli P. 26. September 2013 um 06:42

    „Und natürlich ist es hilfreich, um die Bildunterschriften lesen zu können, Fraktur zu beherrschen.“
    Die jungen Menschen können dies schon lange nicht mehr ……


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