Archiv für Oktober 2013

Die Urangst als Lebensversicherung

Schlange am Busenschreibt Spiegel Online. „Schon das kleinste Anzeichen einer Schlange versetzt Affen in höchste Alarmbereitschaft – im dichten Unterholz des Urwalds ist das eine Überlebensversicherung.“ Und „Im Vergleich zu den anderen Bildern löste der Anblick der Schlange die schnellsten, heftigsten und meisten Reaktionen in den beobachteten Neuronen aus“, schreiben Isbell und ihre Kollegen.“ Und da, meint der Blogwart, liegt der Hase im Pfeffer begraben. Gut, Primaten werden von Schlangen gefressen, aber, hebt der Blogwart mahnend den Finger, nicht alle Schlangen fressen Primaten, weil nicht alle Schlangen dazu in der Lage sind. Dennoch hegen diese Affen einen Generalverdacht gegen Schlangen. Das hilft ihnen beim Überleben. Sagen die Forscher.

Der Blogwart aber mahnt, so ein Verhalten, wie es die Primaten zeigen, kann in unserer aufgeklärten Zeit nicht geduldet werden. Zumal sich der Zentralrat der Schlangen immer lauter über grassierende Schlangenphobie unter den Primaten beschwert. Das ist für die Schlangen einfach beleidigend! Phobie gegen Schlangen, von Seiten der Primaten, muß so lange Straftatbestand werden und bleiben, bis die Primaten sich mehr vor der Strafe als vor den Schlangen fürchten.

Bild: Da hat es Kleopatra wohl mit der Willkommenskultur für die Nattern doch etwas übertrieben, sagt der Blogwart. Natürlich sollten wir offen und ohne Vorurteile auf die Schlangen zugehen, wenn sie dann aber in Reichweite unseres Knüppels sind, kräftig dreinschlagen. Immerhin hat man ja nur ein Leben, nicht? Millionen Jahre Evolution können sich schließlich nicht irren.

Mission to Mars

BarosoEU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso will die Balkanländer in die EU aufnehmen, damit sie künftig untereinander harmonieren und nicht die Völker aufeinanderschlagen, wie weiland zu Zeiten der NATO und ihrer Friedensinterventionen. Also nicht mehr Staat gegen Staat, sondern nur Volksgruppe oder Ethnie gegen Volksgruppe oder Ethnie innerhalb der neuen EU – Mitgliedsstaaten.  Die Infrastruktur werde, so Barroso, dann weniger verwüstet. Morde, Brandschatzungen oder ethnische Säuberungen werde es dann immer noch geben aber das, so führte der EU-Kommissionspräsident aus, sei auch so beabsichtigt.

Nach der Assimilation der Balkanstaaten, auf deren Finanzierung sich die deutsche Bevölkerung schon heute freue, wie auf einen Hirntumor, würde man zügig die afrikanischen Staaten der Europäischen Union beitreten lassen, denn die Hälfte der Neger, wäre sowieso schon hier. So könne man vom Import der restlichen  Bevölkerung absehen, es müßten dann auch weniger ertrinken, wenn Deutschland den deutschen Sozialhilfesatz gleich an die Bedürftigen in Afrika auszahle. Die Deutschen, mahnte Josè Manuel Barroso, müßten eben den Gürtel noch enger schnallen und etwas länger arbeiten, statt in der sozialen Hängematte faul den Tag zu verträumen.

Das langfristige Ziel, kündigte Herr Barroso an, wäre, sämtliche Staaten der Welt unterm Dach der EU zu vereinen, um Frieden auf Erden zu schaffen und ein dauerhaftes Einkommen für alle Angestellten der EU. Aber, so Barroso, einen Schritt nach dem anderen. In ferner Zukunft, halluzinierte der EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso weiter, wäre es durchaus möglich, auf den Planeten und Monden unseres Sonnensystems Verwaltungseinrichtungen der Europäischen Union anzusiedeln, ein Projekt, betonte der verdienstvolle Humanist, das nicht vordergründig der Postenbeschaffung für Vettern, Cousinen, Ehefrauen oder Politikern gelte, denen man einen Gefallen schulde, sondern der Vereinheitlichung von Normen, Regeln  und insbesondere dem Frieden unter den Planeten. Aber das, schloß Herr Baroso, wäre noch Zukunftsmusik, genau wie der transportable Kommunkator der Enterprise.

Bild: Zerstörer der Völker. Josè Manuel Barroso. Ludwig der Bayer wurde ertränkt, weil er den Staatsschatz für seine, zugegeben, phantastischen Ideen plünderte. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso muß so ein Schicksal nicht befürchten. Es geht im ausschließlich um Frieden und Harmonie. Und das will doch jeder.

Einiges

Zum 18. Oktober 1813

Bild: Coburger Zeitung vom 18. Oktober 1913

Über die Bewaffnung des deutschen Heeres aus dem Jahre 1813 – 1814

*Die Militärzeitung vom 29. Oktober 1913* schreibt dazu: … So fehlten für einen großen Teil der im Frühjahr zu den Waffen Strömenden selbst die Gewehre und die Waffenröcke. Da mußten englische, österreichische, von den Russen gelieferte Gewehre aushelfen, da wurde auf die Bestände aus der Zeit Friedrichs des Großen zurückgegriffen und es kam oft vor, daß in derselben Kompagnie die Gewehre verschiedensten Kalibers nebeneinander benutzt wurden, ja, daß noch Monate nach der Mobilmachung das dritte Glied manchen märkischen und schlesischen Landwehrbataillons nur mit Piken bewaffnet war. …

Die Artillerie hatte Kanonen und Haubitzen. Es waren durchweg glatte Vorderlader. Die Kanonen waren Sechspfünder. Sie entsprachen dem deutschen Neunzentimeterkaliber, die Haubitzen waren Siebenpfünder gleich dem Siebzehnzentimeterkaliber. Die Munition bestand aus Vollgeschossen. Daneben hatte man Granaten. Die Lafetten waren sehr schwerfällig. Die Geschützrohre bestanden aus Bronze.

Die Hauptwaffe der Kavallerie war der ungeschlachte Säbel, der mit der Scheide 5 Pfund wog. Der heutige deutsche Offiziersdegen wiegt nur zwei Pfund. Die nächste Waffe der Kavallerie war die Steinschloßpistole, die drei bis vier Pfund wog und infolge des starken Rückschlags ihrem Besitzer oft gefährlicher war als dem Feinde. Wurde doch sogar in einem Reglement zu größter Vorsicht mit dieser Waffe aufgefordert!

Die Waffe der Infanterie war das sehr lange Steinschloßgewehr mit dem Bajonett. Ohne Bajonett galt die Infanterie der Kavallerie gegenüber fast wehrlos. Das Gewehr wog trotz seiner Länge bloß zehn Pfund, also nur ein Pfund mehr als das deutsche Infanteriegewehr 1898. Aber wie es mit dem Schießen aussah, erhellt aus einem Bericht Scharnhorst`s der jetzt noch im Archiv des Generalstabs liegt. Beim Schießen auf eine zehn Fuß lange und zehn Fuß ( ca. 3 Meter x 3 Meter Anmerkung Blogwart) hohe Scheibe wurden auf 200 Schritte 40 Prozent, auf 300 Schritte 33 Prozent Treffer erzielt. Nachdem jede Kompagnie zwanzig Schüsse abgegeben hatte, mußte das Schießen eingestellt werden, weil die Gewehre schon zu stark verunreinigt waren. (Sie konnten nicht mehr geladen werden. Anmerkung  Blogwart.) Die Durchschlagskraft war so gering, daß auf 200 Schritte Entfernung bloß zwei je ein Zoll ( 2,5 bis 3 cm) starke Fichtenbretter, auf 300 Schritte aber nur ein ein Zoll starkes  Brett durchschlagen wurde. Eine aus einer Pistole auf 15 Schritte gegen einen Fichtenpfosten geschossene eisengeschmiedete Kugel prallte glatt ab … .

*Coburger Zeitung 18.10.1913* – Die Jahrhundertfeier der Völkerschlacht wurde heute in den Schulen wie folgt gefeiert:  … II. Lutherschule. 1. Gesang: Andreas Hofer, Volksweise. 2. Deklamationen: Die Opfer von Wesel, Schmidt; Geharnischtes Sonett, Rückert; Vaterlandslied, Arndt. 3. Gesang: Das Lied vom Feldmarschall, Volksweise. 4. Deklamationen: Aufruf, Körner; Lützows wilde Jagd, Körner; Die Leipziger Schlacht, Arndt. 5. Gesang: Beim Feuer am 18. Oktober, Gläser. 6. Festrede: Vor 100 Jahren. Herr Hauptlehrer Döbrich. 7. Deklamationen: Völkerfrühling, Ludwig. 8. Gesang: Vaterlandslied. Volksweise. …

Der Blogwart fragt: Singen Schüler in Schulen heute noch selbst, oder deklamieren sie eigenmündig, außer im Unterricht? Und wenn ja, zu welchem Anlaß?

Begeisterung: … Solange das deutsche Volk sich die Begeisterungsfähigkeit, die es von jeher ausgezeichnet hat, bewahrt, steht seine Zukunft auf festem Boden. Aber dieser Boden müßte brüchig werden, wenn in deutschen Landen jene Bestrebungen mächtig werden, die das als Lug und Trug bekämpfen, wofür sich seither der deutsche Wille begeistert hat: Religion, Königtum, Vaterland, Treue und Liebe….

Millionen Japaner auf dem Weg nach Europa

WiphaNach dem verheerenden Taifun Wipha, der, wie Herr Schwanke berichtete, auch die Atomruine (Orginalton Schwanke) Fukushima nicht kalt ließ, machten die ersten japanischen Containerschiffe los, um Flüchtlinge nach Europa, das heißt Deutschland zu bringen. Die Japaner fliehen aus ihrer Heimat, so heißt es in einer  Stellungnahme für das Erste Deutsche Fernsehen, weil die Kolonisation der europäischen Mächte und der Druck der Vereinigten Staaten auf Japan, westliche Werte und Verhaltensweisen zu übernehmen, die traditionelle Lebensweise der Japaner zerstört habe.

Seitdem suchen immer wieder Wirbelstürme, Erdbeben, Großfeuer und gutgemeinte Ratschläge aus den Kreisen alternativer, grüner Deutscher, oder der Kanzlerin,  Japan heim, dessen verzweifelte Menschen es aufgegeben haben, vor diversen Schreinen Reis vom Himmel zu erflehen oder auf die Ankunft caritativer Hilfskolonnen der UNO zu warten. Das Maaß sei voll, so lautet die einhellige Meinung, und, daß Europa Japan etwas schulde, das die japanischen Menschen jetzt mit aller Macht einfordern würden, ob die Europäer damit einverstanden wären oder nicht. Mit der Ankunft der ersten Flüchtlingswelle in Hamburg wird in ca. 2 Wochen gerechnet.

Das Neueste

Inflation 1923*Coburger Zeitung vom 17. Oktober 1923* … Die Reichsregierung ist fest entschlossen, dafür zu sorgen, daß die öffentliche Ruhe und Ordnung in Sachsen aufrecht erhalten bleibt. Sollte es sich als nötig erweisen, so wird sie die in Sachsen liegenden Truppenteile verstärken. … In Hildesheim wurden 72, in Alfeld 30 Kommunisten verhaftet, darunter bekannte Führer aus Hannover. Zahlreiches politische Material wurde beschlagnahmt, u.a. Mobilmachungspläne.

In Mannheim gab es bei Zusammenstößen mit Plünderern und Polizei 2 Tote und eine Anzahl Schwerverletzte, 40 Plünderer wurden festgenommen. In Köln wurde ein junger Mann erschossen. In Düsseldorf wurden 37 Personen verhaftet. In Berlin wurden bei Tumulten Erwerbsloser vor dem Rathaus eine Anzahl Personen verletzt.

Den 14 Rädelsführern des Küstriner Putschversuches ist die Anklage, die auf Hochverrat lautet, zugestellt worden. Für die Verhandlung sind vorläufig zwei Tage vorgesehen. …

Kulmbach, 14. Okt. Teuerungsaufstände ereigneten sich auf dem letzten Wochenmarkt. Einem Besitzer, der das Pfund Zwetschken mit 12 Millionen verkaufen wollte, sollten die Pferde ausgespannt werden. Während die Polizei den Attentäter auf die Wache  brachte, machten sich  – angeblich – Erwerbslose über die Fuhre her und verkauften das Pfund um 3 Millionen, so daß der Wagen bald geleert war. …

Nürnberg 15. Okt. Die ungeheuren Preissteigerungen auf dem Lebensmittelmarkt haben am Sonnabendmarkt eine förmliche Panikstimmung ausgelöst. Alte Leute, die mit einem irrsinnig anmutenden Lachen von den Ständen weghasteten, Frauen, die immer wieder mit aufgeregten Fingern ihr vieles Papiergeld zählten, das trotzdem nicht reichen wollte, und überall verzweifelte, angstvolle, ratlose Gesichter – das war die Grundstimmung. Die Marktpolizei hatte bei Verkaufsbeginn zu tun, um die teilweise ungeheuerlich hoch einsetzenden Preise wenigstens etwas zu drücken.

Bild: 3 Milliarden für eine einfache Männerkleidung: Die notwendigsten Kleidungsstücke in je einem Exemplar kosten heute in Berlin drei Milliarden.

Die Jahrhundertfeier zur Völkerschlacht

Blücher und York*Die Freiburger Zeitung vom 16.10.1913* schreibt: Memel, 15. Oktober. Heute abend 6 Uhr begann hier der Staffettenlauf Memel – Leipzig. Der Vorsitzende des Turnvereins, Rechtsanwalt Goßlowsky, übergab am Nationaldenkmal nach einer Aussprache dem ersten Läufer den Behälter mit der Urkunde, die ein Treuegelöbnis der deutschen Turnerschaft an den Kaiser enthält und dem Monarchen bei der Einweihung des Völkerschlachtdenkmals übergeben werden soll.

Wien, 15. Okt. Die Feier der Völkerschlacht bei Leipzig wurde heute abend mit einem Zapfenstreich, an dem sämtliche Regimentskapellen der Wiener Garnision teilgenommen haben, eingeleitet. Die Kapellen marschierten mit klingendem Spiel, geleitet von Lampionträgern, über die von einer vieltausendköpfigen Menge erfüllte Ringstraße vor das Schwarzenbergdenkmal, wo die Volkshymne angestimmt und von Tausenden mitgesungen wurde.

Der Anteil Österreichs

Erfrischungstrunkan den Befreiungskriegen gegen Napoleon und die bevorstehende Einweihung des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig nimmt *Danzers Armeezeitung vom 16. Oktober 1913* zum Anlaß folgender Schlußbetrachtung:

Bis zum Monat Oktober 1813 stellte Österreich gegen die Heere Napoleons 8019 Offiziere, 393568 Mann, während Preußen mit Heranziehung der notdürftig formierten Landwehr, die teilweise mit englischen Monturen bekleidet war, im ganzen 160000 Mann stellte. Da wir 1813 zu gleicher Zeit  gegen französische Truppen in Dalmatien, Istrien, Kroatien, Krain und Bayern zu kämpfen hatten, so verblieben für den Hauptkriegsschauplatz gegen Napoleon noch 130000 Mann unter Feldmarschall Schwarzenberg.

Bei Leipzig allein betrugen unsere Verluste 452 Offiziere, 16051 Mann. Mit welchem Heldenmut unsere Truppen in dieser Schlacht kämpften, zeigen uns die Verlustlisten. Manche Regimenter und Bataillone verloren bis zu 60 Prozent ihres Standes, so daß sie nach der Schlacht ins Inland zwecks Restaurierung geschickt werden mußten. In der Schlacht bei Hanau, der letzten Schlacht, die der korsische Löwe lieferte, verlor das Regiment Jordis Nr. 59 17 Offiziere und 1258 Mann, und zwar allein an Toten und Verwundeten.

Diese hier zitierten Daten sollen uns beweisen, welche Opfer Österreich für die Befreiung Deutschlands in erster Linie gebracht hat. Es ist keine „leere Phrase“, wenn wir sagen: Zu einem Leipzig wäre es ohne unsere Armee nie gekommen. Auf dem Denkmal, das am Hundertjahrstage der Schlacht feierlich enthüllt wird, erinnert nichts, daß Österreichs Heere hier mitgefochten haben.

Bei der großen Feier auf jenem historischen Boden werden Deputationen von unseren 43 Infanterieregimentern, 5 jägerbataillonen, 22 Kavallerie- und 25 Artillerieregimentern, die an der Schlacht teilgenommen haben, nicht anwesend sein. …

Bild: Neues erschütterndes Fotodokument deutscher Kriegsverbrechen aus dem Ersten Weltkrieg aufgetaucht. Eine mit Ketten an den Brunnen geschmiedete junge Frau in den Vogesen wird gezwungen, deutsche Soldaten mit Wasser zu versorgen. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum fragt: „Wer kennt diese Soldaten und kann Hinweise geben, die zu ihrer Ergreifung und Aburteilung führen? Sachdienliche Informationen werden auf Wunsch vertraulich behandelt und entsprechend vergütet.“

 


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