Archiv für 10. Oktober 2013

Neues vom Batschellor

Anne Frank auf Level 12Mach doch mal was Neues, hat der Professor gesagt, mach doch mal was mit Anne Frank!  Folglich hat sich der 25jährige Resari hingesetzt und ein  Jump ‚N‘ Run gebastelt, hier schlüpft der Gamer in die Rolle von Anne, um mit ihr zu leiden, zu lieben und die eigenen Feuchtgebiete zu erkunden, für männliche Spieler sicher ein besonderer Spaß.

Während sich Anne von Level zu Level kämpft, in denen sie diverse Haushaltsgeräte verwenden darf, um holländische Kollaborateure im eigenen Blut baden zu lassen, Brandschutzbeauftragte, die die Feuerlöscher kontrollieren oder spornende  SS-Männer, sammelt der Spieler Erfahrungspunkte und die Einsicht, wie sich Anne Frank gefühlt haben muß, jeden Tag mit Todesangst und unerfüllten Mädchenwünschen.

Ein großartiges Spiel, meint der Blogwart, das mindestens Weihnachten 2014 unter keinem Gabentisch fehlen darf.

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Wieder Türke mit Softair Waffe ermordet

Das Land schaut zu

NAZIS MORDEN UND DIE GESELLSCHAFT SIEHT ZU!!!

Die Nazis in diesem, unserem Lande, schrecken auch vor nichts zurück. Jetzt greifen sie schon zu Softairwaffen,  um Fremde kaltblütig zu erschiessen!

Wie die Polizei erst Mittwochabend mitteilte, ist bereits am Samstag auf den Neffen des 34-jährigen türkischstämmigen Imbissbesitzers, der am 21. September von Neonazis auf dem Bernburger Bahnhof zusammengeschlagen worden war, ein Anschlag verübt worden. Der 18-Jährige wollte am Friedensplatz in Calbe gerade den von ihm und seiner Familie betriebenen Döner-Imbiss verschließen, als bislang unbekannte Täter Schüsse auf ihn abgaben. Die Projektile trafen ihn mehrfach am linken Arm, wodurch er Schmerzen erlitt.

Denen er dann nach langem Todeskampf erlag. Die Täter, schreibt die Zeitung, wären zwar unbekannt, aber wer anders als Nazis, würden so dämlich sein, Softairwaffen zu benutzen, um einen Menschen zu beseitigen? Den Vater des Opfers hatte man, kann man lesen, erst kürzlich mit einem Feuerwerkskörper im Briefkasten attackiert und daß der Vater noch lebt, ist nur dem Umstand zu verdanken, daß er gerade nicht im Briefkasten weilte, als dieser mit lautem Knall explodierte und den angrenzenden Straßenzug in Schutt und Asche legte. Stephan Kramer ist ähnlichem Anschlag auch nur knapp entkommen und trägt seither eine Pistole, die keine Softairwaffe ist, demzufolge muß er auch nicht präzise auf die Schweinsäuglein von Nazideutschen zielen, um bleibenden Schaden anzurichten, sondern kann freiweg draufhalten. Aber das nur am Rande.

Der Blogwart fragt: Wie lange will die Landesregierung die Umtriebe derer dulden, die menschenverachtenderweise nicht davor zurückschrecken, Menschen mit bunten Plastikkügelchen zu beschießen? Und die naturgemäß Nazis sein müssen. Weil andere Personengruppen zu solch Taten gar nicht fähig sind. Müssen wir eine Eskalation der Gewalt erleben müssen, gegen Fremde? Erst beginnt es bei bunten Plastikkügelchen und endet vielleicht mit dem Beschuß durch Wattebäusche? Haben wir in diesem, unserem Lande nichts dazugelernt? Der Blogwart meint: Nein!

Bild: Die Gesellschaft hat wieder einmal zugeschaut. Beim Mord an einem 18jährigen, der zwar nur über Schmerzen im linken Arm klagte, nichtsdestotrotz aber für  Ibrahim Toe oder Robert Fietzke  gestorben ist. Doch die Gesellschaft kann nicht überall sein. Heute ist sie hier und morgen da, immer wachsam und auf der Hut und auf den Schutz wertvoller Menschen bedacht, wie türkische Imbissbetreiber, Ibrahim Toe oder Robert Fietzke. Aber manchmal muß die Gesellschaft einem dringenden Bedürfnis nachgehen, eine rauchen oder ist einfach zu müde, vom Gesichtzeigen. Dann morden die bislang unbekannten Täter , von denen wir wissen, daß es Nazis sind, keine verärgerten Dönerimbisskunden, keine Schuldeneintreiber, die Konkurrenz oder einfach nur Menschen, denen diese Leute mit ihrer Heulsusigkeit auf den Nerv gehen, Menschen mittels Softairwaffen . Zurück lassen sie Schmerzen, weinende Angehörige, die „warum hat es ihn getroffen, warum“, rufen und „Kampf gegen Rechts“ – Profiteure, wie die zwei Abgebildeten. Und wir alle staunen über solche Dreistigkeit und schweigen betroffen. Und eine Frage erhebt sich: Wo waren  Ibrahim Toe oder Robert Fietzke, als diese unfassbare Tat geschah? Kurz einmal „Austreten“?


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