Archiv für 20. November 2013

Die Achse der Juten

Nazis tragen Pferdeschwänzefragt zu Recht, warum obige Meldung keinen bundesweiten Aufschrei hinterlassen hat, oder zumindest in Hamburg oder wenigstens beim deutschen Bundespräsidenten. Letzterer mahnte ja, daß wir nicht wegsehen sollen, wenn Ausländer auf Bahnhöfen oder woanders unter den Stiefeltritten der Nazis qualvoll verenden. So wie der Jonny K.. Hier hat es nun eine Pädagogin der Volksrepublik China erwischt, die von einem Neonazi mit dunklem Teint und Pferdeschwanz überfallen wurde und keine Lichterkette – nichts. Wahrscheinlich weil die üblichen Fotos glatzköpfiger Models zur Meldung nicht taugten und sich bei der Täterbeschreibung keine Assoziation von dumpfen Deutschen aufbaut, die jeden Asiaten, dessen sie ansichtig werden, zusammenschlagen müssen.

Vielleicht hat der Täter auch „Beste Grüße vom Nationalen Widerstand“ gerufen, nur hat die Touristin es nicht verstanden.

Bewaffnet und in Gruppen

Der Blogwart meint daher, Touristen, die wegen ihres fremdländischen Aussehens in Deutschland gefährdet sind, in Deutschland von fremdländisch Aussehenden überfallen zu werden, sollten zumindest wissen, wie sie den Täter zu beschreiben haben. Nämlich so, daß die Politik den Fall auch ausschlachten kann. Touristen sollten also noch vor der Einreise gebrieft werden, wie das auf neudeutsch heißt und nicht ahnungslos so fremdenfeindliches Zeug daherplappern. So was hat natürlich auch keinen Anspruch auf Entschädigung. Geschweige denn, daß eine Straße nach ihr benannt wird oder ein Denkmal aufgestellt.

Das taugt auch nicht, um Jahrestage zu begehen, zumal die Chinesin überlebt hat. Es wäre doch zu schön, würden sich am wiederkehrenden Tag ihrer Ermordung durch Rechte, immer wieder Zivilcouragierte versammeln und ein Ende des braunen Terrors fordern. So war es einer mit dunklem Teint und Pferdeschwanz. Was für ein Unglück!

Bild. Es ist übrigens eine Ente, daß das chinesische Außenministerium Reisenden nach Deutschland empfiehlt, diese Reisen nur noch bewaffnet und in Gruppen durchzuführen. Ausländer in Deutschland hätten von Deutschen nichts zu befürchten. Sie könnten dort ungestraft alles tun, wozu sie Lust hätten. Auch das, was bei ihnen daheim strengstens untersagt sei. Nur vor Leuten, die nicht aussehen, wie Deutsche auszusehen haben, vor denen müßten sie sich in Acht nehmen. Hier sei größte Vorsicht angebracht.

 

Zum Sachsensumpf

Das moderne Japanschreibt die *Coburger Zeitung vom 20. November 1923* Die Entlarvung Dr. Zeigners. Die „Leipz. N. Nachr.“ teilen u. a. mit: Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat wegen Verdachts der Bestechlichkeit im Sinne des § 332 StGB. ein Verfahren gegen den früheren sächs. Ministerpräsidenten Dr. Zeigner eingeleitet. Dieser Paragraph bedroht überführte passive Bestechlichkeit mit Zuchthaus bis zu 5 Jahren. Dr. Zeigner soll seine Stellung als Vorstand des sächsischen Justizministeriums dazu mißbraucht haben, Leuten, die rechtskräftig verurteilt worden waren, unter dem Deckmantel der Begnadigung diese Strafen zu erlassen, und zwar gegen bar und gegen Geschenke. Als Zeichen der „Erkenntlichkeit“ hat Dr. Zeigner alle Arten von Gegenständen des täglichen Bedarfs entgegegengenommen, so Eier, Mehl, Kartoffeln, Butter, Geflügel, Bekleidungsgegenstände, Schmucksachen und Papiergeld.

Amerikas Hilfe für Deutschland.  In diesen Tagen hat eine Delegation amerikanischer Farmer Berlin besucht und ist auch dem Reichskanzler Dr. Stresemann vorgestellt worden. Sie erlärte, daß sich die amerikanischen Farmer für die Ernährung Deutschlands einsetzen würden. Man werde Deutschland mindestens dieselbe Hilfe angedeihen lassen müssen, die man Japan, China, Indien und Rußland in reichem Maße gewährt habe … (Vom Blogwart gekürzt.)

Für die Armen in Kulmbach hat Generaldirektor Hans Sauermann dem dortigen Stadtrat 5 Zentner Fett im Werte von 650 Billionen zur Verfügung gestellt. Außerdem hat sich die Firma H. und P. Sauermann bereit erklärt, für 150 Arme Kulmbachs in ihrem Betriebe eine Suppenspeisung während der Wintermonate durchzuführen.

Zum Bußtag. … (Vom Blogwart gekürzt.) „… An das deutsche evangelische Volk ergeht heute dieser Ruf zur Buße. Von führenden Männern ist erst kürzlich wieder deutlich eingesehen worden, daß nur in der sittlichen Wiedergeburt des deutschen Volkes die starken Wurzeln seiner wirtschaftlichen und politischen Wiedererhebung liegen. An dieser sittlichen Wiedergeburt soll und will die evangelische Kirche kraftvoll mitwirken. So ruft der Bußtag die deutsch-evangelischen Kreise zu ernster Selbstprüfung und wirft die Gewissensfrage auf: „Weißt du, deutsch-evangelisches Volk was du an den Gütern der Reformation besitzest, an der Freiheit des Glaubens und des Gewissens?

Aber vergiß nicht, daß diese Freiheit nicht zur Willkür, Rücksichtslosigkeit und Zuchtlosigkeit ausarten darf, sondern ihre Schranken findet an den Grenzen, die ein Höherer ihr gesetzt hat. Pflege evangelische Frömmigkeit, übe wahre Bruderliebe an deinen notleidenden Volksgenossen, wecke und stärke protestantisches Ehrgefühl in deinen Reihen, schließe dich mit allen Gleichgesinnten zusammen zu einer deutschen Volksgemeinschaft. So tue Buße und dann erstehe zu neuem Leben.“


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