Zum Sachsensumpf

Das moderne Japanschreibt die *Coburger Zeitung vom 20. November 1923* Die Entlarvung Dr. Zeigners. Die „Leipz. N. Nachr.“ teilen u. a. mit: Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat wegen Verdachts der Bestechlichkeit im Sinne des § 332 StGB. ein Verfahren gegen den früheren sächs. Ministerpräsidenten Dr. Zeigner eingeleitet. Dieser Paragraph bedroht überführte passive Bestechlichkeit mit Zuchthaus bis zu 5 Jahren. Dr. Zeigner soll seine Stellung als Vorstand des sächsischen Justizministeriums dazu mißbraucht haben, Leuten, die rechtskräftig verurteilt worden waren, unter dem Deckmantel der Begnadigung diese Strafen zu erlassen, und zwar gegen bar und gegen Geschenke. Als Zeichen der „Erkenntlichkeit“ hat Dr. Zeigner alle Arten von Gegenständen des täglichen Bedarfs entgegegengenommen, so Eier, Mehl, Kartoffeln, Butter, Geflügel, Bekleidungsgegenstände, Schmucksachen und Papiergeld.

Amerikas Hilfe für Deutschland.  In diesen Tagen hat eine Delegation amerikanischer Farmer Berlin besucht und ist auch dem Reichskanzler Dr. Stresemann vorgestellt worden. Sie erlärte, daß sich die amerikanischen Farmer für die Ernährung Deutschlands einsetzen würden. Man werde Deutschland mindestens dieselbe Hilfe angedeihen lassen müssen, die man Japan, China, Indien und Rußland in reichem Maße gewährt habe … (Vom Blogwart gekürzt.)

Für die Armen in Kulmbach hat Generaldirektor Hans Sauermann dem dortigen Stadtrat 5 Zentner Fett im Werte von 650 Billionen zur Verfügung gestellt. Außerdem hat sich die Firma H. und P. Sauermann bereit erklärt, für 150 Arme Kulmbachs in ihrem Betriebe eine Suppenspeisung während der Wintermonate durchzuführen.

Zum Bußtag. … (Vom Blogwart gekürzt.) „… An das deutsche evangelische Volk ergeht heute dieser Ruf zur Buße. Von führenden Männern ist erst kürzlich wieder deutlich eingesehen worden, daß nur in der sittlichen Wiedergeburt des deutschen Volkes die starken Wurzeln seiner wirtschaftlichen und politischen Wiedererhebung liegen. An dieser sittlichen Wiedergeburt soll und will die evangelische Kirche kraftvoll mitwirken. So ruft der Bußtag die deutsch-evangelischen Kreise zu ernster Selbstprüfung und wirft die Gewissensfrage auf: „Weißt du, deutsch-evangelisches Volk was du an den Gütern der Reformation besitzest, an der Freiheit des Glaubens und des Gewissens?

Aber vergiß nicht, daß diese Freiheit nicht zur Willkür, Rücksichtslosigkeit und Zuchtlosigkeit ausarten darf, sondern ihre Schranken findet an den Grenzen, die ein Höherer ihr gesetzt hat. Pflege evangelische Frömmigkeit, übe wahre Bruderliebe an deinen notleidenden Volksgenossen, wecke und stärke protestantisches Ehrgefühl in deinen Reihen, schließe dich mit allen Gleichgesinnten zusammen zu einer deutschen Volksgemeinschaft. So tue Buße und dann erstehe zu neuem Leben.“

2 Responses to “Zum Sachsensumpf”


  1. 1 Dox 21. November 2013 um 02:07

    Der Dr. Zeiger von heute bekommt Petrodollars aus Saudi Arabien.

  2. 2 Kersti 23. November 2013 um 10:32

    Und ich dachte an den Pädophilenskandal in Sachsen, in den das Justizministerium von heute verwickelt ist.


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