Archiv für 5. Februar 2014

Noch immer blüht der Sklavenhandel

Drei Schwestern*Freiburger Zeitung 5. Februar 1934* … Die internationalen Abmachungen zur Bekämpfung des Sklavenhandels und die Maßnahmen, die von den verschiedenen Staaten zur Durchführung dieser Bestimmungen ergriffen wurden, haben wohl einige Besserung geschaffen, vermochten jedoch das Übel nicht an der Wurzel auszurotten. Immer wird darüber geklagt, daß der Patrouillendienst auf dem Roten Meer, der von Engländern, Italienern und Franzosen versehen wird, völlig unzulänglich sei und daß die Sklavenhändler sich im rechten Augenblick ihren Verfolgern zu entziehen wüßten. Die Engländer unterhalten nur zwei kleinere Patrouillenboote, die Italiener ebenfalls zwei und die Franzosen nur eines, also ein Gesamtbestand, der gegenüber der weiten Fläche des Roten Meeres wenig Wirksamkeit entfalten kann, denn es handelt sich immerhin um einen See von über 2000 Kilometer Lange und einer Breite, die zwischen Suakin und Dschidda eine Breite von fast 800 Kilometern erreicht.

Kaloderma Rasierseife

Ein Offizier der britischen Handelsmarine berichtet über die anscheinend unausrottbaren Reste des berüchtigten Sklavenhandels: „Ein großes arabisches Schiff kam in Sicht, das vor vollem Winde segelte. Als wir ziemlich nahe waren, trug der Wind die herzzerreißenden Schreie von Menschen zu uns herüber, die auf offenem Mitteldeck zusammengepfercht waren. Es waren kräftige, muskulöse Negergestalten, die auf den Ruderbänken saßen, augenscheinlich an den Fußknöcheln gefesselt. Je zwölf oder vierzehn waren zusammengestaut und es gab ungefähr zwanzig dieser entsetzlichen Kolonnen, so daß wir insgesamt 200 bis 300 Sklaven schätzten, die jetzt ihrem Schicksal in Arabien entgegensahen. Wir kamen so dicht, daß wir die vom Schweiß glänzende Haut der Schwarzen erkennen und ihre Gesichtszüge, in denen sich Schrecken und beginnende Stumpfheit ausdrückten, unterscheiden konnten…“

Es ist unglaublich, daß dieser Sklavenhandel in einem Jahrhundert, das sich sonst so gern mit seinen Zivilisationseinrichtungen brüstet, noch weiter bestehen kann. …

Bild1: Trotz der aufrüttelnden Worte des Bundespräsidenten Gauck und der zum Krieg begeisternden Artikel eines H. M. Broder in der  WELT, Deutschland möge doch endlich wieder kräftig drauflosschlagen, überall dort, wo Amerika oder Israel Feinde twittert, können die Deutschen 1934 dem Treiben der Sklavenhändler nur ohnmächtig zusehen. Waffen – und wehrlos gemacht, durch den Versailler Vertrag, verhöhnt, durch sogenannte Abrüstungsverhandlungen, sind sie froh, nicht selbst Opfer arabischer Sklavenhändlerbanden zu werden, die in der Vergangenheit immer wieder Europa heimsuchten. Eine Hochseeflotte darf Deutschland nicht besitzen. „Sie drohen mit den Pfoten, die Entente hat`s verboten!“

Bild2: Um den Bedarf weißer Männer nach Rasierspiegelhaltern zu befriedigen, kaufen Araber regelmäßig Neger auf, die das Resultat gegenseitiger Überfälle schwarzer Stämme sind. Manchmal fangen sie auch selbst welche. Da die europäischen Mächte den Sklavenhandel verboten haben, erzielen solche Rasierspiegelhalter in London oder Paris die höchsten Preise. Kaloderma hat sich für seine damaligen Schandtaten nie entschuldigt. Die Araber übrigens auch nicht. Von den Negern, die die Überfälle auf Nachbarstämme ausführten, sowieso nicht. Aber wenigstens haben sie uns von Hitler befreit. Meint Frau Ebene.

Homosexualität in Kirche geheilt

Die Wasserträgerin

*Coburger Zeitung 5. Februar 1924* Im Banne des Hypnotiseurs. Ein Fall, wie er in der Kriminalistik nur vereinzelt dasteht, beschäftigt gegenwärtig das Berliner Polizeipräsidium. Unter dem Verdacht, den Sohn eines hohen Offiziers in hypnotischem Zustand geblendet und sich homosexuelell an ihm vergangen zu haben, ist der 30jährige aus Stettin stammende Dr. phil. A. verhaftet worden. Vor einiger Zeit hatte der Sohn eines in einem Berliner Vorort lebenden Generals einen Dr. Phil. A. kennengelernt. Dr. A. gewann über den jungen Mann bald sehr viel Macht und verleitete ihn zu Spekulationen, von denen der Offizierssohn nichts verstand.

Eines Tages erblindete der Sohn des Generals. Da stellte sich Dr. A. bei den Eltern des jungen Mannes ein und erklärte, daß er auf Grund seiner Kenntnisse über Hypnose, Spiritismus und Okkultismus die Heilung versuchen werde. Er wirkte auf den Kranken nunmehr jeden Tag durch die sogenannte Flammenhypnose ein.

Seitdem Dr. A. den Blinden behandelte, stellten die Eltern fest, daß ihr Sohn ihnen energisch zuredete, ihre nicht unbeträchtliche Kunstsammlung durch Dr. A. verkaufen zu lassen.

Die Blindheit dauerte zwei volle Monate, bis der Sohn eines Tages eine Kirche besuchte. Dort wurde er von einem Dr. Grunwald bemerkt, dem das starre aber doch nicht leblose Auge des Kranken auffliel. Er bestellte den jungen Mann in seine Wohnung und stellte dort, da er selbst sich mit Hypnose beschäftigt, fest, daß der junge Mann organisch völlig gesund sei, daß er lediglich hypnotisch geblendet sei. Es gelang ihm, durch Gegenhypnose die erste Hypnose aufzuheben. Der junge Mann erwachte und konnte vollkommen sehen. Er schilderte nun, wie er von Dr. A. in hypnotischen Zustand gebracht worden sei und daß er, wenn er von seinem Hypnotiseur Befehle erhielt, diese ausführen mußte und dann auch bedingt zu sehen vermochte. Es stellte sich sehr bald heraus, daß der geblendete von Dr. A. während seines hypnotischen Zustandes homosexuell mißbraucht worden war.

Es liegen Anzeichen vor, daß in dieser ganzen Angelegenheit auch politische Gründe eine Rolle spielten. Die Polizei ist gegenwärtig mit der weiteren Aufklärung der Angelegenheit beschäftigt.

Bild: Anders Zorn. Wasserträgerin. Quelle. Der Blogwart meint, eine schöne Geschichte. Heute müssen die Menschen allerdings nicht mehr hypnotisiert werden, um wertlose Aktien oder Prokon – Genußscheine zu kaufen. Und die Überschrift ist natürlich völlig irreführend und passt gar nicht zum Artikel, nur lehnt sich der Blogwart damit an die Berichterstattung heutiger Medien an und das ist auch gut so. Von den Profis lernen, heiß Siegen zu lernen. Und das Bild stellt definitiv keine entartete Kunst dar. Ist also nicht nur nicht künstlerisch wertvoll sondern auch unästhetisch. Dem Blogwart gefällt es aber.


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