Homosexualität in Kirche geheilt

Die Wasserträgerin

*Coburger Zeitung 5. Februar 1924* Im Banne des Hypnotiseurs. Ein Fall, wie er in der Kriminalistik nur vereinzelt dasteht, beschäftigt gegenwärtig das Berliner Polizeipräsidium. Unter dem Verdacht, den Sohn eines hohen Offiziers in hypnotischem Zustand geblendet und sich homosexuelell an ihm vergangen zu haben, ist der 30jährige aus Stettin stammende Dr. phil. A. verhaftet worden. Vor einiger Zeit hatte der Sohn eines in einem Berliner Vorort lebenden Generals einen Dr. Phil. A. kennengelernt. Dr. A. gewann über den jungen Mann bald sehr viel Macht und verleitete ihn zu Spekulationen, von denen der Offizierssohn nichts verstand.

Eines Tages erblindete der Sohn des Generals. Da stellte sich Dr. A. bei den Eltern des jungen Mannes ein und erklärte, daß er auf Grund seiner Kenntnisse über Hypnose, Spiritismus und Okkultismus die Heilung versuchen werde. Er wirkte auf den Kranken nunmehr jeden Tag durch die sogenannte Flammenhypnose ein.

Seitdem Dr. A. den Blinden behandelte, stellten die Eltern fest, daß ihr Sohn ihnen energisch zuredete, ihre nicht unbeträchtliche Kunstsammlung durch Dr. A. verkaufen zu lassen.

Die Blindheit dauerte zwei volle Monate, bis der Sohn eines Tages eine Kirche besuchte. Dort wurde er von einem Dr. Grunwald bemerkt, dem das starre aber doch nicht leblose Auge des Kranken auffliel. Er bestellte den jungen Mann in seine Wohnung und stellte dort, da er selbst sich mit Hypnose beschäftigt, fest, daß der junge Mann organisch völlig gesund sei, daß er lediglich hypnotisch geblendet sei. Es gelang ihm, durch Gegenhypnose die erste Hypnose aufzuheben. Der junge Mann erwachte und konnte vollkommen sehen. Er schilderte nun, wie er von Dr. A. in hypnotischen Zustand gebracht worden sei und daß er, wenn er von seinem Hypnotiseur Befehle erhielt, diese ausführen mußte und dann auch bedingt zu sehen vermochte. Es stellte sich sehr bald heraus, daß der geblendete von Dr. A. während seines hypnotischen Zustandes homosexuell mißbraucht worden war.

Es liegen Anzeichen vor, daß in dieser ganzen Angelegenheit auch politische Gründe eine Rolle spielten. Die Polizei ist gegenwärtig mit der weiteren Aufklärung der Angelegenheit beschäftigt.

Bild: Anders Zorn. Wasserträgerin. Quelle. Der Blogwart meint, eine schöne Geschichte. Heute müssen die Menschen allerdings nicht mehr hypnotisiert werden, um wertlose Aktien oder Prokon – Genußscheine zu kaufen. Und die Überschrift ist natürlich völlig irreführend und passt gar nicht zum Artikel, nur lehnt sich der Blogwart damit an die Berichterstattung heutiger Medien an und das ist auch gut so. Von den Profis lernen, heiß Siegen zu lernen. Und das Bild stellt definitiv keine entartete Kunst dar. Ist also nicht nur nicht künstlerisch wertvoll sondern auch unästhetisch. Dem Blogwart gefällt es aber.

1 Response to “Homosexualität in Kirche geheilt”


  1. 1 Hildesvin 6. Februar 2014 um 22:58

    Nach unserem geifernden Gilb wäre das Opfer ein Arschloch, das selber schuld ist, denn es hat sich hypnotisieren lassen. Dazu gehören bekanntlich immer zwei: Einer, der hypnotisiert, und einer, der sich hypnotisieren läßt…


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