Archiv für 13. Februar 2014

Blutige Kämpfe in Wien

Aufruhr in Österreich*Freiburger Zeitung vom 13.02.1934* „Blutige Kämpfe in Wien. Wien 12. Februar (D.R.B.) In den Montag – Abendstunden haben die Unruhen in den Wiener Arbeiterbezirken wieder erheblich zugenommen. Stärkere Schießereien sollen in den Bezirken Ottakring, Simmering und in Dornbach zur Stunde im Gange sein. Die bisherigen Polizeiangaben von zwei toten und 18 verletzten Polizisten werden bereits als überholt bezeichnet.

Nach den aus den verschiedenen Wiener Vororten einlaufenden Einzelmeldungen gestaltet sich die Lage immer bedrohlicher. An zahlreichen Stellen sind blutige Kämpfe im Gange, die bereits zahlreiche Opfer an Toten und Verwundeten gefordert haben. Ein Mittelpunkt des Kampfes ist der sogenannte Neumann Hof, wo ein Hauptmann des Bundesheeres den Tod fand. Das Kampfbild wechselt von Viertelstunde zu Viertelstunde.

20.30 Uhr: Der Heiligenstädter Bahnhof ist von den Sozialdemokraten gestürmt worden, ein Wachmann wurde getötet, sieben schwer verletzt. Im Gegensturm wurde der Bahnhof vom Schutzkorps zurückerobert, wobei fünf Sozialdemokraten den Tod fanden. Die zahlreichen Schwerverletzten der Sozialdemokraten wurden von den marxistischen Sanitätskolonnen fortgeschafft. …

22.00 Uhr: Am Laager-Berg haben sich 6000 bewaffnete sozialdemokratische Schutzbündler angesammelt. Im 16. Bezirk haben die Sozialdemokraten ein Arbeiterheim verbarrikadiert. Polizei und Schutzkorps, die zum Angriff vorgehen, werden beschossen. Zwei der Angreifer werden schwer verletzt. … „

Die Revolution in Mexiko

Viva Mexiko*Das interessante Blatt vom 14.02.1924* „… Sowohl die Regierungstruppen wie auch die Rebellen unter dem General Adolfo de la Huerta sind mit Flugzeugen, Panzerwagen, Geschützen und Maschinengewehren reichlich ausgerüstet, weshalb auch die Zusammenstöße den Charakter heftiger Gefechte annehmen. Obregon ist noch im Besitz der Küstenstädte und des Petroleumgebietes von Tampico, während Huerta das Innere des Landes besetzt hält. … Die Entscheidung der Kämpfe dürfte durch das Eingreifen Nordamerikas für eine der Parteien erfolgen. Nordamerikanisches Kapital ist an der Ausbeutung der mexikanischen Bodenschätze stark beteiligt, besonders an den reichen Petroleumquellen von Tampico. Der Besitz dieses Gebietes sichert Obregon vorläufig die Beihilfe der Union. Es ist daher möglich, daß er der Aufstandsbewegung  Herr werden wird.“

Bild: Der Bürgerkrieg in Mexiko: Ein Extrazug, welcher mit Frauen und Kindern der zur Front gehenden mexikanischen Soldaten die Truppenzüge begleitet. – Nach altem Brauch begleiten die Frauen ihre Männer, wohin sie auch gehen, kochen das Essen und sorgen für ihre Ausrüstung.

Zweiundzwanzig

Stütze im Alter*Das interessente Blatt vom 19.02.1914* berichtet über einen weibliche Ritterin der Ehrenlegion, die wegen Ihrer hohen Kinderzahl dieser Auszeichnung für würdig befunden wurde. Das Blatt schreibt: „… Würden Frankreichs Frauen dem Beispiel der Md. Amet folgen, dann käme der Tag, wo Frankreich nicht mehr die militärische Übermacht Deutschlands fürchten müßte und gestützt auf seine wehrpflichtige Jugend eine Revanchepolitik verfolgen dürfte. Es ist aber zu vermuten, daß das gute Beispiel der Md. Amet trotz des damit verbundenen Nationaldankes, ohne Folgen bleiben wird. Zweiundzwanzig Kinder, dazu reicht französischer Patriotismus nicht aus.


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