Archiv für 14. Februar 2014

Feuer auf friedliche Passanten

Blutige Tage in WienAm 14. 2.1934 schreiben die „Wiener neueste Nachrichten“ : In Wien hatten sich die Marxisten vornehmlich in Gemeindenbauten, und zwar im Karl – Marx -Hof  in Heiligenstadt, in der städtischen Wohnbauanlage Sandleiten in Ottakring, im Ottakringer – Arbeiterheim, in der Simmeringer Apollo – Kerzenfabrik, in der Simmeringer Bundesbahnwerkstätte, auf dem Bahndamm der Aspangbahn, auf dem Bahndamm der Ostbahn, in St. Marr im Schlachthaus, in den Gemeindebauten des 10. Bezirkes, am Margaretengürtel im Neumannhof, im 13. Bezirk in einem Jugendheim, im 19. Bezirk im Heim der Budinskigasse,  im Gemeindebau in der Lassallestraße in Florisdorf  schwer bewaffnet mit Maschinengewehren und Handfeuerwaffen eingenistet. Aus allen diesen Gebäuden eröffneten die Schutzbündler nicht nur auf die Sicherheitsorgane und Schutzkorpsangehörigen, sondern auch auf friedliche Passanten schweres Feuer.

Zur Bekämpfung der eingenisteten roten Verbrecher mußten in Heiligenstadt, Ottakring und Florisdorf Geschütze herangezogen werden. Erst nach entsprechender Artilleriebeschießung konnten die Schutzbündler, welche sehr schwere Verluste erlitten, zur Übergabe gezwungen und in die Flucht geschlagen werden. …

Aufs Pferd Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd

Eine SkijöringtourBild: Der Blogwart meint, Vor 100 Jahren waren Angehörigen der Arbeiterklassen, hatte sie nicht gerade den Hauptgewinn im Lotto gewonnen, mangels Geld solche Vergnügungen verwehrt. Da sieht man mal wieder, wie die Schere zwischen Arm und Reich seither aufgeklafft ist und immer weiter aufklafft. Hummer können sich nur die gewählten Vertreter der Arbeiterinteressen leisten. Und das auch nur gratis. Ein Trauerspiel.

Bekämpfung der Unsittlichkeit

Weich wie Samt*Coburger Zeitung 14. Februar 1914* Coburg, 13. Februar. Bekämpfung der Unsittlichkeit. Die Abgeordneten Freiherr Bock zu Schweinsberg (konservativ), Vorster (freikonservativ), Dr. Dittrich – Braunsberg (Zentrum), Dr. Schröder-Cassel (nationalliberal) und Genossen haben im preussischen Abgeordnetenhause den folgenden Antrag eingebracht: Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen:

die Königl. Staatsregierung zu ersuchen, die nachgeordneten Behörden anzuweisen, mit allen gesetzlichen Mitteln die zunehmende Unsittlichkeit hauptsächlich in den Großstädten zu bekämpfen und so der Gefahr vorzubeugen, welcher die Jugend körperlich und seelisch ausgesetzt ist. Dazu ist weiter erforderlich, bei dem Bundesrate  darauf hinzuwirken, daß durch Änderung der bestehenden Gesetze, in erster Linie der §§ 33 a und 33 b der Reichsgewerbeordnung den Verwaltungsbehörden geeignetere Unterlagen zur Unterlagen (im Orginal) der Animierkneipen, Bars, Kabaretts, Rummelplätze und ähnlicher Schankstätten und Schaustellungen gegeben werden, insoweit sie der Unsittlicgkeit Vorschub leisten; besonderes Kinematographengesetz vorgelegt werde; inzwischen von den bestehenden Bestimmungen, insbesondere durch Verkürzung der Polizeistunden nachdrücklicher als bisher Gebrauch gemacht werde.

London, 12. Febr. Suffragetten – Verbrechen. Die von Carnegie gestiftete Bibliothek in Northfield bei Birmingham ist heute morgen niedergebrannt. Es scheint ein Anschlag von Anhängerinnen des Frauenstimmrechts vorzuliegen.

Bild: Mit dem Aufkommen des Films wird klar, viele Menschen vermögen das, was ihnen im Kino geboten wird, von der Realität nicht mehr zu unterscheiden, ja, sie halten die Handlungen und Taten im Film, mit denen das Publikum gefesselt werden soll, für wahr und nachahmenswert. Ist es wirklich erfüllend, ewig eine Singl-Frau zu bleiben, die im Gehen Kaffee schlüft und von tanzenden Babys träumt? Ist die Paarung Gleichgeschlechtlicher, das, was die Natur zur Arterhaltung vorgesehen hat? Der Kinematograph meint: Ja. Doch für den Alltag ist solch ein Leben völlig untauglich.


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