Alphonse Bertillon ist tot

Bertillon SystemUnd das schon eine ganze Weile. *Das interessante Blatt vom 26.02.1914* schreibt: Der Erfinder des anthropometrischen Systems gestorben. Alphonse Bertillon, der Direktor des Identifizierungsamtes der Pariser Polizei, ist am 14. d. M. im Alter von 61 Jahren gestorben. Bertillon hatte Chemie studiert und lange Jahre den Beruf als Chemiker ausgeübt, befaßte sich aber daneben mit physiologischen Studien.

Im Jahre 1885 brachte er bei der Pariser Polizei die Bitte ein, an Verbrechern ein von ihm erdachtes Erkennungssystem durch Feststellung der Körpermaße erproben zu lassen. Seine psychologischen Studien hatten ihm die Erkenntnis gebracht,  daß nicht zwei Menschen der Erde hinsichtlich ihrer Körpermaße übereinstimmen. Diese wissenschaftliche Erfahrung stellte er in den Dienst der Polizei und eröffnete damit der wissenschaftlichen Tätigkeit im Polizeiwesen ein weites fruchtbares Feld.

Das anthropometrische System beruht auf der Verschiedenheit der menschlichen Körpermaße und es sind insbesondere folgende Körperteile, die in Betracht kommen: Kopflänge, Kopfbreite, Jochbeinbreite, Länge des Ohres, des Fußes, des Armes, des mittelfingers, des ganzen Körpers, Armspannweite und Sitzhöhe.

Nach Bertillons System werden diese Maße auf besonderen Karten notiert und die Karten ebenfalls nach einem von ihm erdachten System in eine Registratur eingereiht, die es ermöglicht, jede bestimmte Karte aus hunderttausenden in wenigen Minuten herauszufinden.

Die großen Erfolge, die das Bertillon-System bei der Pariser Polizei hatte, veranlaßten sämtliche Sicherheitsbureaus der Kulturwelt, dieses System, welches Bertillon unermüdlich weiter ausarbeitete, einzuführen. …

BilD. Und wieder war es kein Schwarzer, der ein System erfand, mit dem die Polizei Personen identifizieren konnte, Schwarze zählten 1914 augenscheinlich nicht zur Kulturwelt, zum Glück haben wir diesen Rassismus heute fast gänzlich abgelegt.

3 Responses to “Alphonse Bertillon ist tot”


  1. 1 eulenfurz 21. Februar 2014 um 10:56

    Nein, das kann nur ein Postkolonialist sein, der Unterschiede bei Menschen behauptet und damit der Diskriminierung Vorschub leistet!

    Jeder kann ein Neger sein, das ist nur eine Frage des sozialen Umfeldes!

  2. 2 Karl Eduard 21. Februar 2014 um 11:16

    Nein, er hat nicht bei der Post gearbeitet. Er war Chemiker. Also Chemokolonialist.

  3. 3 Rucki 22. Februar 2014 um 10:57

    Wir hatten früher in unserem Dorf, neben der Post, einen Kolonialwarenladen, der verkaufte auch Chemikalien.

    Muss irgendwie zusammenhängen, total Nahtsie oder so.


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