Archiv für 25. Februar 2014

Generalfeldmarschall v. Hindenburg

Der Putsch in München 1923*Die Coburger Zeitung vom 25.02.1924*Der folgende Brief des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg wurde dem „Berl. Lok. – Anz.“ zur Veröffentlichung zugestellt:

„In letzter Zeit sind vielfach Aufforderungen an mich ergangen, es zu verhindern, daß der unselige Prozess gegen meinen treuen Kriegsgefährten General Ludendorff stattfindet. Jeder vaterlandsliebende Deutsche wird mit tiefem Schmerz dem Prozess entgegensehen, und daher sind mir die an mich gerichteten Wünsche nur zu begreiflich. Aber bei ruhiger Überlegung muß man sich sagen, daß in einem Staatswesen ein Eingriff in die Rechtspflege eine Unmöglichkeit ist.

Auch glaube ich nicht, daß mein Gehilfe in großer und schwerer Zeit bei seinem geraden Charakter den Gedanken gutheißen würde, ihm eine Ausnahmestellung erwirken zu wollen.

Halten wir uns daher in diesen trüben Tagen an den festen Glauben, daß eine rein sachliche gerichtliche Klarlegung zeigen wird, daß alle Handlungen meines lieben Kameraden und Gehilfen lediglich auf glühende und selbstlose Vaterlandsliebe zurückzuführen sind, eine Annahme, die ich in dem Bestreben, beiden Teilen gerecht zu werden, auch seinen augenblicklichen Gegnern nicht vorenthalten will. v. Hindenburg

Bild: 1923 schlug das Weimarer Regime eine friedliche, wenn auch nichtgenehmigte,  Demonstration der Opposition mit Waffengewalt nieder. Nur wenige Oppositionelle führten damals aus Liebhaberei Gewehre, Revolver oder Pistolen mit sich. Hätte ein Boxer sie angeführt, wäre die Angelegenheit anders ausgegangen. So war nur ein Postkartenmaler bereit, die Sache der Opposition zu vertreten. Das Ende ist bekannt. Seitdem kann der Westen nicht mehr ruhig zusehen, wenn Bewaffnete um Hilfe rufen, um, mit demokratischen Mitteln Gewählte, aus dem Amt zu schießen. Zum Glück. Sagt der Blogwart.

Heldengedenktag 1934

Von meinen Mitessern ist keine Spur mehr zu sehenDer amtierende Reichskanzler wird in der *Freiburger Zeitung vom 25.Februar 1934* zitiert: … „Wer ein ganzes Volk vertritt, der wird sich reiflich die Folgen überlegen, die ein leichtsinnig vom Zaun gebrochener Streit nach sich ziehen kann! Wer nur einen kleinen Klüngel sein eigen nennt und fürchten muß, vom Volke beseitigt zu werden, der mag der Versuchung verfallen, durch äußere Erfolge die mangelnden inneren auszugleichen.

Wir brauchen keine außenpolitischen Erfolge, denn das Volk gehört uns.

Wer ein ganzes Volk in seiner Gesamtheit hinter sich fühlt, der wird besorgt sein, daß er dieses Blut nicht leichtsinnig vergeudet, und er wird unentwegt daran denken, die Interessen dieses Volkes wahrzunehmen mit den Mitteln des Friedens, der Arbeit und der Kultur, die der Geist dem Menschen gegeben hat. Er wird nur im äußersten Notfalle appellieren an die nationale Kraft. Wer aber sein Volk so hinter sich weiß und hinter sich hat, der kann dann auch schweren Zeiten ruhig entgegensehen.“ …

Die Eidesleistung am Heldengedenktag: „Ich schwöre Adolf Hitler unverbrüchliche Treue, ihm und den von mir bestimmten Führern unbedingten Gehorsam.“

Bild: Während die staatlichen Amtsträger auf Adolf Hitler schwören, der doch das ganze Volk hinter sich weiß, wird in der Presse unverblümt gegen Juden, Volldemokraten, Zigeuner und Leute gehetzt, die am Arbeitsfleiß der Deutschen teilhaben wollen und ein Recht darauf haben. Später werden Intellektuelle, wie Herr Grass, behaupten, sie hätten nicht gewußt, wem sie sich verpflichten. Es ist immer dasselbe.

Die Amsel pfeift wieder

Prinzessin Elisabet zu Sam-SalmDie Amsel pfeift wieder von First und Zweig frühlingsfroh ihre alte Weise. Winterfrost hat sie am Boden gehalten, mit der steigenden Sonne ist sie aber in die Höhe gekommen, und jetzt ist sie im Baumwipfel und grüßt ihre Freundin mit dem gold-glänzenden Gesicht, im Liede, wenn sie abends hinter dem Talrande sinkt.

Mags nun auch noch so oft winterlich stürmen und schneiden; das Schneeglöckchen unten am Boden, die nickenden Hasel- und Weidenkätzchen über ihm und die Amsel im wiegenden Astgewirr, werden recht behalten. Der Frühling kommt, allen wintermüden Geschöpfen zu Lust und Freude. *Coburger Zeitung 24.02.1914*

Jena, 20. Febr. Die moderne Heilwissenschaft. Zwanzig Mitglieder des weimarischen Landtages fanden sich Mittwoch nachmittag in Jena ein, um den Landesheilanstalten einen Besuch abzustatten. Staunen erregte die chirugische Heilmethode. Ein junger Mann, der durch Brandwunden Nase und Schnurrbart verlor, hatte unter Zuhilfenahme von anderen Fleischteilen seines Körpers wieder eine nase bekommen, auch ein Schnurrbart zierte wieder seine Lippen; einem Jungen, der nur mit einer Wange auf die Welt gekommen war, wurde die zweite auf ähnliche Weise verschafft; einem jungen mädchen, dessen Gesichtszüge entstellt wurden, weil ihm die Augenwimpern fehlten, hatte solche aus der eigenen Kopfhaut erhalten, von der kleine Teile losgelöst und über die Augen verpflanzt worden waren.

Bild: 1914 Prinzessin Elisabeth zu Salm-Salm

Demokratie siegt in der Ukraine

Getreiderente in der Ukraine 1943Und der Blogwart freut sich. Wenn Bewaffnete einen mit demokratischen Mitteln und Mehrheit gewählten Präsidenten hinwegputschen, dann kann er nicht anders als zu rufen: Bravo, Volldemokraten! Zumal der ukrainische Präsident das ja verdient hatte. Er war korrupt, hat Parteifreunde bevorzugt, hat gewalttätige Demonstrationen gewaltsam niederschlagen lassen, statt um Frieden zu beten und, der Knaller, er hatte ein luxuriöses Anwesen! Fehlte nur noch, er habe sich pädophilen Neigungen hingegeben. Der Schlingel.

Kiew ein Fanal des deutschen Sieges

Hier schiebt der Blogwart die historische Erinnerung an den DDR – Jugendsender ELF99 ein, wie er staunend durch Wandlitz stromerte und die IKEA – Möbel bewunderte. Heute kann sich jedermann mit IKEA – Möbeln ausstatten. Die Revolution war also ein voller Erfolg.

Wieviele Ukrainer künftig auf dem Niveau des nunmehr geflüchteten ukrainischen Präsidenten leben werden, wird sich zeigen. Auf jeden Fall müssen die Werktäten Deutschlands noch kräftiger in die Hände spucken, um das Bruttosozialprodukt zu mehren, denn jetzt wollen nicht nur die EU – Staaten versorgt werden, sondern auch die revolutionären Ukrainer.

Bild1: Wo deutsche Volldemokraten hinkommen und Rat erteilen, da blüht das glückliche Leben. Bereits 1943 zeigten deutsche Aufbauhelfer, wo es in der Kornkammer Rußlands langgeht. Das haben die Ukrainer nicht vergessen und nehmen dankbar jede Hilfe an, vorzugsweise in Euro. Und wo der Herr Klitschko nun mehr Freizeit hat, könnte er ja mal in Berlin demonstrieren. Das wäre doch was.

Bild2: Wenn Merkel und Steinmeier hinlangen, wächst bald kein Gras mehr. Nur noch Unkraut. Deutsche mußten und müssen  das leidvoll erfahren. Nun dürfen auch glückliche Ukrainer von den Qualifikationen unserer Spitzenpolitiker profitieren. Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker.


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