Alte Bauernregeln für den März

Hungrig aber glücklich 1934*Freiburger Zeitung 28.02.1934*  Märzenschnee tut den Saaten weh. Nasser März ist keines Bauern Herz, der der Sonne wehrt, wird wenig begehrt. Ists im März zu feucht, wirds Brot im Sommer leicht. Ist Kunigunde (3.) tränenschwer, dann bleibt gar oft die Scheune leer. Märzenregen bringt keinen Segen. Feuchter März, der Bauern Schmerz. Ists an Mariä schön und hell, gibts viel Obst auf alle Fäll. Märzenblüte ist ohne Güte. Im Märzen kalt und Sonnenschein wird eine gute Ernte sein. Wenn im März viel Winde wehn, wirds im Maien warm und schön. So viel im März die Nebel steigen, so viel im Sommer sich Wetter zeigen. Märzenferkel und Märzenfohlen, alle Bauern haben wollen. Trockner März und feuchter April, tut dem Landmann nach seinem Will. Was der März nicht will, das holt sich der April, was der April nicht mag, das steckt der Mai in den Sack. Ein schöner Josephtag (19.) das ganze Jahr gut werden mag. Märzenstaub ists Pfund den Thaler wert. Trockner März, April naß, Mai luftig und von beiden was, bringt Korn in den Sack und wEin in das Faß.  Ists Marie (25.) schön und rein, wird das Jahr sehr fruchtbar sein. Joseph klar gibt ein gutes Honigjahr. Auf Märzendonner folgt ein fruchtbar Jahr, viel Frost und Regen bringen Gefahr. … Auf Märzenregen folgt kein Sommersegen. Wie die 40 Ritter (10.) das Wetter gestalten, so wird es noch 40 Tage anhalten. …

Bild: In England ziehen 1934 die Arbeitslosen nach London, um ihre Sorgen und Nöte dem Parlament vorzutragen. In Deutschland werden sie in Beschäftigung gebracht. Das ist der Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur. Abscheulich. Meint der Blogwart.


Februar 2014
M D M D F S S
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
2425262728  

Blog Stats

  • 2.216.644 hits

Archiv


%d Bloggern gefällt das: