Archiv für 21. April 2014

Gestern war der 20. April

Der kleine NaziAch Du meine Güte, hat der Blogwart gestern gedacht. Heute ist der 20. April! Und ihn hat furchtbar geschaudert. Seit ihn seit Jahren die bundesdeutschen Medien andauernd vor dem 20. April gewarnt haben, hat sich ihm der 20. April tief ins Gedächtnis eingegraben. Daß da etwas ganz Schlimmes passiert ist und immer noch passiert. Der Tag verlief, gotttlob, aber ohne, daß die Welt wieder einmal unterging. So wie jedes Jahr. Stattdessen hingen die Demokraten an den Laternen oder wurden von fleißigen Leuten gerade aufgehangen. Martin Schulz zum Beispiel. Der Gesicht zeigt. Und sich das noch traut. DIE LINKE hingegen „passt auf“. Wie sie das früher schon getan hat. Als sie noch SED hieß und auch immer aufgepasst hat. Die CDU  wiederholt ihre bekannten Wahllügen. Mit denen kommt sie immer durch. Einfach das versprechen, was die Menschen sich von ihr erhoffen und nach der Wahl  das Gegenteil tun. Das ist eine bewährte Strategie. Und warum soll man ein erfolgreiches Pferd wechseln?

Wieso schreitet eigentlich niemand ein, wenn Menschen am Ostersonntag Demokraten aufhängen? Gilt da die Feiertagsverordnung nicht? Genauso für die Spargelverkäufer? 3 Kilo für 12 Euro. So werben die Schilder an der Bundesstraße. Angeblich werden die Stände von Türken betrieben, die den Verkauf damit ankurbeln wollen, in dem sie behaupten, der Spargel wäre aus der Region, verriet ein Einheimischer. Das Dealen besorgen Deutsche. Wegen der höheren Glaubwürdigkeit. Aber ist es nicht das, was der Europagedanke verkörpert? Daß Spargel aus der Türkei als Spargel aus Genthin vertrieben werden kann?

Ein Kommentator hat gefragt, wer die *Hüstel*greise sind. Oder die *Hüstel*kreise. Um mal abgewandelt „Harry Potter“ zu zitieren, das sind die, deren Namen nicht genannt werden dürfen. Zudem ist er fluchbeladen. Es sitzen etliche in Askaban, die glaubten, sie könnten sich darüber leichtsinnig hinwegsetzen. Oder weil sie meinten, es gelte die Meinungsfreiheit. In Deutschland. Das ist auch richtig. In Deutschland darf jeder frei die Worte der Bundeskanzlerin wiederholen. Oder die  Gedanken des Bundespräsidenten.  In Rußland nicht. Wer dort Putin zitiert oder in Sakralgebäuden antireligiöse Parolen grölt, wird sofort nach Sibirien geschickt. Wenn er Glück hat. Weswegen die Befreiung der russischen Menschen vor Meinungsterror, Unfreiheit und der Bezahlung ihrer Gasrechnungen ganz oben auf der Agenda deutscher Demokraten steht.

Früher haben Christen geglaubt, Juden hätten Gottes Sohn verraten. Diesen Jesus Cristus. Seines Zeichens selber Zimmermann. Dieser Einfaltspinsel zog umher, heilte Kranke gratis, speiste auf Wahlversammlungen Tausende mit vier Fischen, drei Broten und einem Maggi – Suppenwürfel, hinderte Leute daran, ihre kulturellen Bräuche auszuleben und zu steinigen, indem er ihnen ins Gewissen redete. Klar, daß er damit das friedliche Zusammenleben störte und maßgebliche *Hüstel*kreise um ihr Einkommen und ihr Vergnügen brachte. Um das Arzthonorar, beispielsweise. Oder die Imbissverkäufer um ihren Verdienst, die während seiner Touren, die Matzen und den Traubensaft feilboten. „Frische Matzen! Ganz frisch mit Kinderblut zubereitet! Kauft Leute! 20 Prozent Rabatt auf Alles! Außer auf Tiernahrung!“ Was natürlich eine Lüge war. Das mit dem Kinderblut. Oder möchte jemand Anderes behaupten? Wenn ja, dann soll er aber seine vollständige Adresse im Kommentarbereich abgeben, damit die Polizei nicht lange suchen muß. Über das mit dem entgangenen Profit hätten diese Leute noch hinwegsehen können aber das mit der Maria, das ging definitiv zu weit. Da kommt jemand auf einem Esel daher und macht den Leuten die Steinigung madig. Damit hatte Jesus den Bogen überspannt. Fehlte noch, daß der ein Buch schreibt. „Judäa von Sinnen.“

Tausend Jahre später finden wir das ganz schlimm. Daß ein gutmütiger Sonderling ans Kreuz geschlagen wurde, um dort elendig zu verrecken, während zu seinen Füßen die Henkersknechte um die dreckige Unterwäsche des Verurteilten würfeln. Der hatte darin immerhin ein schweres Holzkreuz zum Richtplatz schleppen müssen, die Frühlingsfrische war also längst entwichen.

Kreuzigung, die gerechte Strafe für jemanden, der sich in die profitablen Geschäfte der Kosmopoliten einmischt. Heute geht das humaner zu. Die Leute werden eingesperrt, ihr Fallschirm versagt oder sie haben einen Autounfall. Wenn die Erde rasend schnell auf einen zu fliegt oder man sich im unfallsicheren PKW überschlägt, ist da immer noch die Hoffnung, der Rettungsschirm oder die Airbags öffnen sich, am Kreuz bleiben lediglich Jammern und Klagen. In weniger schweren Fällen reicht es auch, die bürgerliche Existenz desjenigen zu zerstören, der diesen *Hüstel*kreisen auf die Füße tritt. Die müssen sich nicht mal einen Stern auf die Kleidung nähen, die das Recht auf Meinungsfreiheit mißbrauchen. Denn das Öffentlich Rechtliche kommt in jede Wohnung und verrichtet dort sein Bildungswerk. Hart und unerbittlich. Und das, sagt der Blogwart, ist auch gut so.

Was den Blogwart aber immer aufs neue verblüfft ist, daß es auch in diesem Frühling wieder grünt und blüht, ohne daß die CDU, die SPD oder all die anderen demokratischen Partei die gerade einen Futterplatz in der Regierung ergattern konnten, etwas dazu beigetragen haben. Da könnte man doch glatt auf die Idee kommen, das Leben ginge auch ohne diese Leute weiter. Und das, liebe Leser, ist nun fast wieder ein Gedankenverbrechen.

Bild: Wenn Kosmopoliten zeitreisen könnten, hätten sie den kleinen Nazi schon im Kindbett erdrosselt oder verhindert, daß sich seine Eltern jemals kennenlernen. Die Welt wäre ein besserer Ort geworden. Die Vereinigten Staaten von Amerika hätten die Indianer höflich gefragt, ob sie sich über Amerika ausbreiten dürfen und die Antwort der Rothäute respektiert. England hätte niemals den indischen Kontinent besetzt und Millionen Inder unter die englischen Werte gezwungen. Napoleon der Erste wäre nie nach Moskau marschiert, nach der militärischen Unterwerfung Europas. Außer den Habsburgern. Und Judas wäre nie auf die Idee gekommen, für 30 Silberlinge den Jesus zu denunzieren. Er hätte es aus reinem Idealismus getan. Denn  gegen die, die das friedliche Zusammenleben der Menschen stören, da muß man doch etwas tun und Gesicht zeigen. Oder? Leider konnten die Pläne der Zeitmaschine, die das Reichsluftfahrtministerium noch im Jahre 1945 zur Erprobung brachte, von unseren Befreiern nie gefunden und ausgebeutet werden. Und das, meint der Blogwart, ist wirklich ein Jammer.


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