Archiv für 6. Mai 2014

Diren Dede unser Oury Jalloh

Helden der ArbeitJede Zeit braucht ihre Helden. In der einen ist es Pawel Kortschagin oder Kapitänleutnant Prien. In der Heutigen sind es Diren Dede oder Oury Jalloh. Ach, seufzt der Blogwart. Es ist nicht leicht, ein Held zu sein. Ja, früher, früher reichte es noch, den Säbel schwingend, Weißgardisten den Schädel zu spalten oder in zerschlissener Kleidung, mit kaputten Stiefeln, Holz zu schlagen, damit die Städter es warm haben. Oder, sich in einen Flottenstützpunkt zu schleichen und einige Kriegsschiffe des Feindes zu versenken. Aber heute?

Schaut man sich an, über wen junge Deutsche Tränen vergiessen, in Rührung vergehen oder welchen teuren Toten sie Liebesbriefe schreiben, muß man am Verstande dieser Leute zweifeln. Was suchen die sich für Helden aus?

Früher war es auch einfacher. Um seinem Idol nachzueifern, mußte man nur ein ganzer Kerl sein. Ein prinzipienfester Kommunist oder flink wie ein Windhund, zäh wie Leder und auch ein wenig Kruppstahlhärte wäre nicht schlecht. Heute jedoch verlangt das Idol, will man ihm nacheifern, mit Rauschgift zu dealen, zu lügen oder sich nachts aufzumachen, um fremde Garagen zu plündern. Wo liegt darin noch die Herausforderung? Zumal nicht jedermann dieser Diren Dede  – Beweiner nach Amerika will, um sich dann bei einem Einbruch erschießen zu lassen.

Und das, meint der Blogwart, ist sehr, sehr bedauerlich. Zumal die Tickets ja nun erschwinglich sind.

Bild: In finsteren Zeiten gab es sie noch. „Helden der Arbeit“. Heute nimmt so etwas niemand mehr ernst. Außerdem ist es uncool. Hingegen jung, beim Einbruch, erschossen zu werden, dafür lassen deutsche Pädagogen schon mal Schulklassen geschlossen aufstehen. Das ist es, dem es nachzueifern lohnt.

Menschen verbrennen ist böööööse

außer, es geschieht durch Anhänger der Kiewer Putschistenregierung. Dann ist das entweder ein Unfall oder keiner Erwähnung wert.

Wir wissen ja, so etwas tun nur Nazis. Wie damals, am Sonnenblumenhaus in Rostock – Lichtenhagen. Als das ZDF noch todesmutig mit den Vietnamesen durchs Gebäude kroch. Oder als die Zwillingstürme in NY brannten. Heißa, wie lustig die Menschen aus den Fenstern sprangen. Weil sie nicht gebraten werden wollten. Aber das waren wiederum Islam – Nazis. Die hatten nur den Koran nicht verstanden.

Damals, jedenfalls, waren wir plötzlich alle vietnamesische Vertragsarbeiter, Sinti und Roma, oder Amerikaner. Aber: Wer sich gegen die Kiewer Zentralregierung stellt, der hat offenbar nichts anderes verdient. Der Blogwart ist aber froh, daß er unter der gütigen Schutzmacht Amerika, die solches schützt, in Frieden leben kann. Nicht auszudenken, sollte sie einmal aufhören, ihn zu schützen.

Ein bischen Spaß muß sein

Im letzten Beitrag wurde ein Kommentar gepostet, den der Blogwart einmal zitieren möchte:

Mit Wahlen wird sicherlich die Zukunft nicht gestaltet ABER man kann die Systemparteien schon ein bisschen ärgern und das sollte man auch tun. Man stelle sich vor, wenn am Wahlabend die verhassten Rechten neben den Parteigrößen der Systemparteien sitzen. Es könnte allerdings auch sein, dass Parteibonzen und Medienheinis aus Protest das Studio verlassen. Das wäre doch eine gute Show.

Nun ja. Wenn es lediglich um den Spaß geht. ABER. Stellen wir uns doch einmal das Undenkbare vor. Da wird eine Partei gewählt, deren Führer die Mitglieder und die Wählerschaft nicht sofort verraten, um von den Systemparteien und den Medien akzeptiert zu werden. Und dann stellen wir uns das Undenkbare vor, sie würde tatsächlich gegen Masseneinwanderung, für strenge Zuwanderungskriterien und deren Durchsetzung stehen. Und weiterhin dafür, daß die deutsche Sozialgesetzgebung nur für Deutsche gemacht wurde. Sie hätte im Wahlkampf gefordert, Doppelstaatsbürgern eine Frist zur Entscheidung zu setzen und die Unentschlossenen nach Aberkennung der Deutschen Staatsbürgerschaft abzuschieben. Sie tritt weiterhin dafür ein, eine Verfassung auszuarbeiten, das Volk darüber diskutieren und abstimmen zu lassen. Eine ihrer Forderungen wäre, der türkischen Religionsbehörde, DITIB, die Arbeit in Deutschland zu untersagen und Muslimen, die in Deutschland nach türkischen oder saudi-arabischen Recht leben wollen, einen Hinflug nach dort zu spendieren. Ohne Rückkehrrecht. Usw. Von der Wiedererlangung staatlicher Souveränität gar nicht zu reden. … Eine richtig fiese „Rechte Partei“ eben.

Wieviel Sendeplatz würde diese Partei am Wahlabend bekommen? Und wie würde sie weiterhin von den Medien dargestellt? Und vom indoktrinierten Bürger gesehen? Und welche Möglichkeiten hätte diese Partei, bis zu ihrem Verbot, oder bis ihre Funktionäre das Programm verraten, im politischen Kasperletheater im Bundestag? Die Mißachtung der damaligen PDS war ein gutes Beispiel dafür. DIE LINKE wird heute immer noch weitgehend ignoriert, trotz aller Anbiedereien an den Parlamentsbetrieb.

Aber jeder soll nach seiner Facon selig werden. Und wenn es um den Spaß geht, ist der Blogwart kein Spielverderber.


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