Gestern haben sie den Willy erschlagen

TerroropferNaja, eigentlich nicht den Willy, sondern den Thronnachfolger der Doppelmonarchie Österreich – Ungarn, derselbe, der den greisen Kaiser ablösen sollte. Und es geschah auch nicht gestern, sondern bereits am 23. Juni 1914. Täter war ein Serbe. Dieser brachte nicht nur den hohen Staatsgast um, sondern auch gleich seine Frau und sollte die Österreicher zum Krieg gegen Serbien provozieren. Der serbische Staat genoß zu diesem Zeitpunkt russische Rückendeckung und die Russen standen in Allianz mit Frankreich.

Ohne den Rückhalt des russischen Staates hätte es Serbien nie gewagt, Österreich – Ungarn herauszufordern, das nun nur noch eine Option hatte, auf dieses ungeheuerliche Verbrechen zu reagieren.

Wie die Vereinigten Staaten von Amerika auf den 11. September. Von dem manche Menschen meinen, der Anschlag, bei dem über 1000 Menschen den Tod fanden, wäre von der US – Regierung selbst inszeniert. Wie auch immer, die Medien berichten und die Volksseele kochte hoch. So etwas kann kein Staat hinnehmen, außer der Merkel – Staat, ohne sein Gesicht in der Welt zu verlieren. Gesichtsverlust heißt, der Staat gilt nichts mehr und man kann mit ihm machen, was man will. Er steht da, wie Preussen, kurz vor Jena und Auerstedt 1806.

Das sollten die Schlaumeier bedenken, die immer noch glauben, es hätte eine Möglichkeit gegeben, den Ersten Weltkrieg zu verhindern, in dessen Ergebnis das Schanddiktat von Versailles stand, das mit seinen Auswirkungen auf das Deutsche Volk direkt zu Adolf Hitler führte. Und wenn es heißt, was interessieren uns die alten kamellen, dann sollte sich jedermann überlegen, daß die Lügen, die die „Kriegssieger“ über die Kriegsschuld verbreiteten, heute immer noch nachwirken in den Handlungen der Deutschen.

Wenn diese „Bunt statt Braun“ oder „Kein Bier“ und „Kein Bett für Nazis“ zelebrieren. Der Wille Rußlands, Frankreichs, Englands und Serbiens zum Ersten Weltkrieg, führte 21 Jahre nach seinem Ende direkt in das nächste Massenmorden und die Allianzen waren fast dieselben. Wie auch die Motive. Erst wenn man sich dessen bewußt wird, kann man aufhören, sich für etwas zu schämen, was den Deutschen förmlich aufgezwungen wurde.

Und das ist die Voraussetzung dafür, frei zu denken.

Bild: Terroropfer des serbischen Staates und des russischen Geheimdienstes. Der Krieg solte herbeigeführt werden, um jeden Preis.

9 Responses to “Gestern haben sie den Willy erschlagen”


  1. 1 Jared 27. Juni 2014 um 11:18

    Es muss eher heißen, „morgen werden sie den Willy erschlagen“. Da die Sache wohl von langer Hand vorbereitet wurde, können wir das heute schon mit Gewissheit sagen, oder hätten es wissen können, vor hundert Jahren.

  2. 2 Waffenstudent 27. Juni 2014 um 16:30

    DIE WACHT AM RHEIN MACHTS MÖGLICH:

    http://www.koenigsberger-express.info/

  3. 3 agentjoerg 28. Juni 2014 um 06:19

    Und es geschah auch nicht gestern, sondern bereits am 23. Juni 1914.

    KE, es war der 28. Juni 1914. MfG

  4. 4 Karl Eduard 28. Juni 2014 um 10:59

    Da sieht man mal wieder, was Druckfehler im „Das interessante Blatt“ so ausmachen. Oder Sehschwäche. Je nachdem. 🙂

  5. 5 vitzli 28. Juni 2014 um 12:44

    „und sollte die Österreicher zum Krieg gegen Serbien provozieren.“

    werner lehfeldt schreibt in der jf nr. 27 (die aktuelle), daß der anschlag vom chef des militärischen abwehrdienstes der serben, ein gewisser „apis“, angestiftet wurde.

    der gestand das in einem bis 1953 geheimgehaltenen brief 1917, kurz vor seiner hinrichtung. danach hatte er den verdacht, daß österreich gegen serbien zum krieg rüstet, und wollte mit dem attentat den krieg VERHINDERN. allerdings versicherte er sich vorher, daß die russen im falle des falles serbien im krieg helfen.

    ob das stimmt und was tatsächlich dahinter stand, ist natürlich eine andere sache. immerhin wurde apis für diesen zweck von dritter seite mit geld ausgestattet.

    recht interessanter artikel übrigens. die angebliche kriegsschuld der deutschen ist danach ein ganz schlechter witz. (die russen mobilisierten als erste) ganz offenbar war der versailler vertrag ein verbrechen der siegermächte an den deutschen.

  6. 6 Suum Quique 28. Juni 2014 um 15:29

    Erst Versailles und dann Nürnberg. Vae Victis.

  7. 7 Karl Eduard 28. Juni 2014 um 18:46

    Nicht nur ganz offenbar, sondern auch praktisch. Denn der hatte direkte Auswirkungen auf jeden Deutschen.

  8. 8 Orwell 28. Juni 2014 um 22:16

    Offensichtlich ist:

    in der DDR gab es weder eine Kriegschuld am 1.WK, kein Kriegerdenkmal der WK-Gefallenen wurde angetastet. Nein, es stehen heute noch sogar von der DDR unberührt solche Denkmäler selbst mit den Namen der im 2. WK gefallenen Soldaten.

    In der DDR war auch keinesfalls jeder WK-Teinnehmer ein „Faschist“ oder „NAzi“.

    In der DDR gab es auch keinen „Holocaust“, keine 6 millionen ermordeten Juden, und erstrecht keine Verpflichtungen gegenüber Israels oder dessen Geschäftsführern, Teilhabern und Aktionären.

    So beschissen wie die DDR war, war sie in vielen Fragen auch wissenschftlich korrekter, ehrlicher ( wenns in den Kram passte), Und JEDER wusste was die DDR war, – eine DIKTATUR der Minderbemittelten.

    Es stand auf jeder Alumark.

    Heute haben wir eine DDR die behauptet ein „Rechtsstaat“ zu sein, wo doch alle wissen, dass das „Recht“ nur ein Popanz ist, wie die sogenannte NSU.

  9. 9 Karl Eduard 30. Juni 2014 um 04:04

    @Orwell

    Das ist das schöne an Diktaturen, die sich auch so nennen, das Ehrliche. Jeder weiß, was er zu sagen hat. Jeder kann sich in seiner Nische einrichten, um in relativer Freiheit zu leben. Gut, man kann jetzt nicht kosmopolitisch, als Heimatlosrer, um den ganzen Erdball irren und hier und da von den Segnungen anderer Staaten profitieren. Aber man weiß, woran man ist. Manche sagen, es war ein Gefängnis ohne Freigang. Es war aber sicherer für die Insassen, zu wissen, wo die Mauern sind und wie weit man gehen darf, als heutzutage, wo die Freiheit propagiert wird, man aber gewärtig sein muß, beim überschreiten unsichtbarer Linien erschossen zu werden oder in dunkelhaft zu kommen.

    Dennoch freut sich der Blogwart über die parlamentarische Demokratie, weil immer wieder neue Schweine an den Futtertrog dürfen und auch die alte „Elite“ nicht zu darben braucht.


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