Dümmer geht immer

RommelHier Michael Wolffsohn. “

Wenn man, weil wirklich unvermeidbar, Kriegsmaterial einsetzt, dann solches, das die eigenen Bürgersoldaten nicht gefährdet und so wenige Menschen auf „Feindesseite“ tötet wie nur möglich. Wenn militärische Gewalt, dann mit Drohnen. Das gebieten Moral und Material.

Weil außerdem andere Staaten längst Drohnen entwickeln, besitzen, einsetzen, kaufen oder verkaufen, würde der bundesdeutsche Verzicht auf Drohnen Wehrlosigkeit bedeuten. Wehrlosigkeit wiederum bedeutete die Gefährdung der Bundesbürger durch die Verantwortlichen der Bundesrepublik.

Der Blogwart ist etwas irretiert. Wenn also eine ausländische Macht Deutschland militärisch angreift, mit Drohnen, dann ist nicht die beste Abwehr dagegen eine funktionierende Luftverteidigung, die diese Dinger abschießt, sondern eigene Drohnen, die die Staats – und Hintermänner dieser Aggression liquidiert?

Ein konkretes Beispiel: Indem sie ihre eigenen Zivilisten als Geiseln nehmen, feuern Hamas-Terroristen vornehmlich aus Wohnhäusern oder Kindergärten wahllos auf Ziele in Israel. Dessen Regierung kann das nicht ignorieren. Sie muss reagieren. Sie könnte die Luftwaffe bombardieren lassen. Dass die Drahtzieher getroffen werden, ist unwahrscheinlich, die Zahl der Nebenschäden ist gewaltig. Noch gewaltiger wäre sie bei einer Invasion. Die Präzision von Drohnen ermöglicht gezielte Treffer auf die Urheber des Terrors.

Die Irritation des Blogwarts nimmt rasant zu. Empfiehlt hier Herr Wolffsohn dem deutschen Staat, Salafisten in Deutschland, statt sie von der Polizei verhaften zu lassen, mit Drohnen zu liquidieren? Oder hat er verpaßt, mit welchem Nachbarland Deutschland gerade im Krieg liegt? Oder eine seiner Kolonien? Oder geht es nur darum, deutsche Drohnen zu produzieren, um sie dann, als Wiedergutmachung und Freundschaftsgeste, dem Staat Israel zu schenken? Drohnen sind doch nur dann relevant, wenn die Bundeswehr selbst im Ausland tätig wird. Also da, wo sie nun überhaupt nichts verloren hat. Daß der Mann Jude ist, ist nebenbei ohne Belang. Er hat lediglich Angst, Deutschland könnte sich gegen eine ausländische Invasion nicht angemessen verteidigen. Und dafür ist der Blogwart dankbar.

Bild: Seit Deutschlands Vorneverteidigung 1939 – 1945, äußern sich immer mehr Menschen mit beschränktem Verstande besorgt über eine mangelnde Begeisterung Deutscher, ihr Leben und ihre Gesundheit auf Schlachtfeldern zu lassen, die sie bisher noch nicht einmal im Urlaub bereisen konnten oder wollten, weil dem Lande jegliche Attraktivität mangelt. Menschen, wie Michael Wolffsohn arbeiten zielstrebig daran, Deutschen die Unlust zu nehmen, andere Länder zu bereisen, fremde Menschen kennenzulernen und sie dann zu töten. Der Einsatz von Drohnen, wie durch Israel, könnte auch deutschen Frauen den Spaß, fremde Leute totzuschießen, wieder näherbringen. Frau sitzt entspannt an der Konsole und eleminiert ihr Ziel. Und was heißt schon Kollateralschäden? Für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte sollte denen kein Preis zu hoch sein.

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5 Responses to “Dümmer geht immer”


  1. 1 vitzli 30. Juni 2014 um 19:21

    man könnte ein pearl hamburg veranstalten, eine visitenkarte von assad hinterlegen und schon käme die passende stimmung auf …

    dann müßte sich unser hochverehrter bundespastor nicht mehr so den mund fusselig reden, um die deutschen für den krieg zu begeistern …

    dann klappt es auch mit den drohnen …!

  2. 2 eulenfurz 1. Juli 2014 um 08:47

    Früher, als Volksheer, war der Verteidigungsgedanke immanent. Man muß aber heuer auch die Ökonomen verstehen, daß das teuer alimentierte Menschenmaterial in der Bundeswehr GmbH doch irgendeinen Nutzen haben muß. Andere müssen für ihr Geld auch arbeiten, warum sollen da Bundeswehrangestellte nicht für ihren Sold sterben können? Also wäre der eine oder andere Angriffskrieg doch gar nicht so verkehrt, sonst denken potentielle Bewerber noch, die Bundeswehr GmbH wäre lediglich ein Abstellgleis für Nichtskönner und Dummbrote.

  3. 3 Rucki 1. Juli 2014 um 09:29

    “ Drohnen sind doch nur dann relevant, wenn die Bundeswehr selbst im Ausland tätig wird.“

    Sicher?

    Was ist denn, wenn das eigene Restvolk aufmüpfig werden sollte?

    Da können Drohnen „gute“ Herrschaftsdienste verrichten gelle.

    Was ist eigentlich mit den französischen Atomraketen? Für was sind die eigentlich (noch) da, vor allen die stationären nach Osten geneigten,
    Reichweite 500 bis 1000km.

  4. 4 Frankstein 2. Juli 2014 um 07:04

    Ich verstehe ja die Erregung, aber sie wird vergehen, wie jede Erektion. Schließlich hörte die Waffenentwicklung auch nach Einführung der Armbrust nicht auf. Moderne Systeme – selbst ohne A-B-C- sprengen das Kosten- Nutzenverhältnis. Sie wurden entwickelt für Massenschlachten auf riesigen Feldern. Eine luftgestützte Panzerrabwehr-Rakete oder eine Hubschrauber-Gatling sind Kanonen für Spatzen. So erfanden die USA den asymetrischen Krieg, auch in Zeiten stagnierender oder rückläufiger Finanzmittel. Die Drohne ist ein Produkt der Buchhalter und muss jetzt militär-strategisch beworben werden. Außerdem ist sie eine Infusion für den militärisch-industriellen Komplex. Zudem trägt sie der Realität Rechnung, dass geeignete Luftwaffen-Führer immer seltener werden. Was eine Folge des schwindenden IQ ist. Dieser Rückgang ist alarmierend und vollzieht sich in zweistelligen Punktzahlen innerhalb einer Generation. Wenn Deutschland überhaupt noch eine Wehrmacht unterhalten will, was fraglich erscheint, ist die Umstellung mit Kampfdrohnen zu beschleunigen. Immerhin beträgt der finanzielle Aufwand bei der Beschaffung nur ein Drittel und für das Personal nur ein Zehntel des Herkömmlichen. Welcher Politiker hätte jemals die Gefahr von zivilen Schäden einbezogen ? Bei Militärführern führt das zu Disziplinarverfahren. Schwund ist immer, sagte schon meine Oma. Wolfsohn verdient seinen Lebensunterhalt mit Militärberatung, wie der Sachverständigen-Beirat mit Wirtschaftsempfehlungen. Die oftmals größere Kollateralschäden verursachen. Die Gesellschaft nimmt den schleichenden Tod billigend in Kauf und steht bei der Möglichkeit des finalen Ablebens auf den Barrikaden. Verkehrte Welt, ist doch das Schreckensende allemal dem Schrecken ohne Ende vorzuziehen.

  5. 5 Frankstein 3. Juli 2014 um 05:59

    Einen bemerkenswerten Nebenaspekt fand ich heute in der Tageszeitung. Erinnert wird an den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Da sich Deutschland damit aus militärischen Konflikten verabschiedet, gibt es überhaupt keinen Grund für eine Drohnendebatte. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten, Pinscher von der Leine befruchtet die eigentlich unnötige Diskussion, um sie dann als nicht aktuell medienwirksam zu begraben, oder sie macht sich Gedanken über die Zukunft ihrer Enkel. Kann man sich so täuschen ? Eine deutsche Politikerin, die sich Zukunftssorgen macht ? Die einen kriegerischen Konflikt plant und dabei amerikanische und hebräische Kriegswaffen schmäht? Die gemeinsam mit Frankreich und Italien deutsche Waffentechnologie bevorzugt ( ferngesteuerte Drohnen sind deutsche Erfindungen !). Wird die Sonne über Deutschland wieder scheinen, wird wirklich alles gut ? Oder wird das Merkel diesen Höhenflug beenden und wenn ja, wann ?


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