Wir ergeben uns nicht

Poroschenko kämpft bis zum Ende

Erklärte der Sprecher des Kriegsministeriums des ukrainischen Putschistenregimes. Von seiner Amtsstube aus. Bravo. Ruft der Blogwart. Nichts anderes hat er erwartet. Wie das die zwangseingezogenen Ukrainer sehen und die ukrainischen Berufsmilitärs, kann er allerdings nicht sagen. Deren Kampfmoral dürfte mit der, der Rumänen oder Italiener der Stalingrader Schlacht vergleichbar sein, deren Front unter dem Ansturm der höher motivierten Russen zusammenbrach, die glaubten, für die Heimat zu kämpfen. Wofür kämpfen die Ukrainischen Wehrpflichtigen? Für die Einheit des Landes? Das hat schon im Sezessionskrieg der amerikanischen Union niemanden so richtig hinterm Ofen hervorgelockt, bis dann die Sklavenfrage ins Feld geführt wurde. Die Sezessionisten der Südstaaten hingegen kämpften für das Recht auf Selbstbestimmung, bis sie dann unter der materiellen Übermacht der Nordstaaten zusammenbrachen.

Hände hoch

Jetzt hat der Putin, will man BILD glauben, ganz schlimm die Deutsche Wehrmacht beleidigt, und damit BILD, weil er meinte, die Truppen des ukrainischen Staates verhielten sich wie die Wehrmacht. Dafür, meint der Blogwart, sollte sich Putin auf jeden Fall entschuldigen.

7 Responses to “Wir ergeben uns nicht”


  1. 1 Reactionär 30. August 2014 um 08:41

    Entschuldigen? Das sollte er, Putin, wirklich. Allerdings hat er im gleichen Atemzug erklärt, die Deutschen können nicht für Verbrechen eines gewissen Hitlers in Haftung genommen werden. Das geht nun gar nicht. Das hat nämlich ein gewisser Stalin schon 1946 erklärt. Und das geht erst recht nicht. Oder?

    http://kaliningrad-domizil.ru/portal/information/politik-and-gesellschaft/putin-das-deutsche-volk-ist-nicht-schuld-an-den-verbrechen-hitlers/

  2. 2 Karl Eduard 30. August 2014 um 08:45

    Stalin kann immer zitiert werden, da er Mitglied der Antihitlerkoalition war. Was Putin ja nun nicht sein kann. Aus objektiven Gründen.

  3. 4 eulenfurz 30. August 2014 um 21:00

    Im Propagandakampf um das Abziehbild, wer der bessere Anti-Nazi ist, hat Putin mit seiner Beschwörung des Großen Vaterländischen Krieges gegen die braunen Bandera-Banden bereits gewonnen. Einen Schnauzer können ihm die westlichen Kriegstintenspritzer also nur noch schwerlich ankleben.

    Die NATO-Propagandisten haben derzeit also einen schweren Stand und können kaum Kriegsbegeisterung schüren. Es wird Zeit für ein Pearl Harbor oder geschändete Brutkästen oder heimliche Massenvernichtungswaffen!

  4. 5 vitzli 31. August 2014 um 12:58

    eulenfurz,

    die „natopropagandisten“ klingt ein wenig neben der sache.

    es geht doch in erster linie nicht darum, die schlimmen langstreckenatomraketen noch ein paar kilometer näher an den verhassten mann ranzufahren, welchen zweck sollte das haben, sondern um profitable rohstoffausbeutung und plünderung, die der schreckliche putin im interesse seines volkes verhindert.

    es sind nicht sinnlos kriegslüsterne natopropagandisten sondern oligarchen und deren helfer, die den krieg schüren, um putin zu entfernen. und die verbindet kein „verteidigungs-“ bündnis, sondern etwas anderes.

    die natopropagandisten sind nur willfährige werkzeuge in der hand der wirklichen akteure.

    in dem zusammenhang fand ich auch sehr interessant, daß klitschko zu dieser eingeschworenen speziellen gemeinschaft gehört, die ich gerne als unsichtbare bezeichne, weil man deren netzwerk nicht auf den ersten blick erkennen kann, und die von der bundesregierung gehätschelt und gefördert wurde.

    das kann man natürlich alles als zufall verbuchen. muss man aber nicht.

  5. 6 Karl Eduard 1. September 2014 um 04:40

    Es geht darum, Rußland wirtschaftlich und politisch auszuschalten. Ob durch planmäßige Zerlegung der Schlüsselindustrien oder mittels Atomwaffeneinsatz. Die Bevölkerung frist in ihrer Gesamtheit den Medien aus der Hand, da ist es nicht abwegig, „zur Abwehr eines unmittelbar drohenden Angriffs“ – siehe Saddams Chemiewaffen – einen Präventivschlag auszuführen, um Rußlands nukleare Bedrohung auszuschalten und den freien Westen und viele Milliarden Menschen zu retten.

    Den Drecksäcken traue ich inzwischen alles Schlechte zu..

  6. 7 vitzli 1. September 2014 um 13:10

    karli,

    angesichts russischer u-boote mit atomraketenbewaffnung erscheint mir ein erfolgreicher präeventivschlag eher unwahrscheinlich. ansonsten würde ich das DENEN auch zutrauen, klar.

    ich halte das „ausschalten“ auch nicht für das ziel, sondern die entfernung des störenfrieds putin (sozusagen durch extrem forciertes „unpopulärmachen“).

    du kennst doch auch den film, in dem berichtet wird, daß unter jelzin zehntausende ami-berater in allen russ. schaltstellen tätig waren.

    DAS wollen die wieder.


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