Dürfen die das

Deutsche spielen Holocaustüberlebende

Bild: Als Holocaustüberlebende ist man schlecht frisiert und ungeschminkt. Noch ein Verbrechen, das ungesühnt blieb.

Der Blogwart fragt, warum eigentlich sollten Angehörige des „Tätervolkes“ nicht ihre Opfer spielen? Das ist ja der Beruf eines Schauspielers. Erfundenes darzustellen. So wie bei „Romeo und Julia“. Oder „Faust“.

Der Blogwart fragt weiter: „Frau Hoss, wie haben Sie es nur geschafft, sich in die Lage einer Holocaustüberlebenden zu versetzen, noch dazu in ein Volk, das so viel Leid über die Welt gebracht hat und noch bringt, verzeihung, noch dazu als Angehörige eines Volkes, das so viel Leid über die Welt gebracht hat und noch bringt?“

Frau Hoss: „Das ist mein Beruf. Menschen zum Besten zu halten. Zu unterhalten.“

Der Blogwart: „Aber ist das nicht irgendwie pietätlos?“

Frau Hoss: „Keinesfalls. Irgendwer muß ja das Deutsche Volk mit der Nase in die Exkremente stoßen. Das ist eben ein Job. Wie der des Bundespräsidenten. Nur schlechter bezahlt. „

Der Blogwart: „Von dieser, ähm, amerikanischen Schauspielerin können Sie das aber nicht sagen.“

Frau Hoss: „Was?“

Der Blogwart: „Daß sie schlechter bezahlt wird.“

Frau Hoss: „Nein.“

Der Blogwart: „Und wenn sie eine stramme Nazisse hätten spielen sollen. So eine arisch-sadistische?“

Frau Hoss: „Zum Glück kann ich mir meine Rollen noch aussuchen. Außerdem hätte ich sie natürlich sensibel gespielt. Eigentlich will sie gar nicht sadistisch sein und ist irgendwie auch im Widerstand. Als Frau. Kann es nur nicht so zeigen“

Der Blogwart: „Ich danke für das fiktive Gespräch.“

Frau Hoss: „Ich nicht.“

8 Responses to “Dürfen die das”


  1. 1 Senatssekretär FREISTAAT DANZIG 24. September 2014 um 09:12
  2. 2 Blond 24. September 2014 um 09:27

    Der Blogwart: “Ich danke für das fiktive Gespräch.”

    Frau Hoss: “Ich nicht.”

    Ich auch nicht!

    So als Blond, meine ich.



    Dies hätte mal nicht fiktiv sein sollen.
    Hihi

  3. 3 Hildesvin 24. September 2014 um 14:53

    Man sollte meinen, daß ein Holocaust nicht in carne zu „überleben“ sei, bestenfalls in spiritu.
    Ich kann mich eines Ausschnittes eines Jewlliwood-Filmes aus den frühen Vierzigern entsinnen, wo eine blonde Amerikanerin am Marterpfahl von einem SS-Schergen gestäupt wird – und an ihrer gar kunstreichen, turmhohen Frisur dürften vorher zwei Starfriseur_innen mindestens drei Stunden zugange gewesen sein.

  4. 4 Karl Eduard 24. September 2014 um 16:50

    Das alles beruht auf Tatsachen. Kein Zweifel. Also der Blogwart zweifelt nicht.

  5. 5 Hildesvin 24. September 2014 um 17:12

    Ich doch auch nicht. Übrigens ist auch laut Dogma von 1950 Mariechen Joakimsdottir in carne ins Jenseits entschwebt – und das als Sol-Gel-Struktur. Das Dogma von der Unfehlbarkeit von 1870 hätte man ja noch schlucken können, aber das…

  6. 6 vitzli 25. September 2014 um 00:14

    zweifeln ist gesetzlich verboten. wird die lage mal schlechter, wird auch verzweifeln verboten.

    moderne problemlösungen.

  7. 7 Karl Eduard 25. September 2014 um 04:20

    Wer nicht verzweifelt, blickt auch nicht zur Führung auf. Verzweiflung ist immer gut, denn siehe, es wird die Bundeskanzlerin mit dem Airbus einschweben und alles wird gut.

  8. 8 Blond 25. September 2014 um 07:05

    K.E., das sind Träume.
    Das mit der Mutti.
    Und dem „alles wird gut“.
    Die versucht sich daran ja schon etliche Jahre.
    Aber gebracht hat’s nix.
    Jedenfalls nicht für die Deutschen unterhalb der Reichen-„Elite“.


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