Archiv für 16. Januar 2015

Die Saar ist frei

Die Saar ist frei

Bild: Saarbrücker feiern die Einführung des Nationalsozialismus im Saarland. Der Blogwart ruft: Die haben die Demokratie nicht verstanden. Sind Hasspredigern erlegen. Oder Rattenfängern. Haben das Vertrauen in die demokratischen Presseorgane verloren oder wurden von Gestalten repräsentiert, wie sie an der Spitze der gegenwärtigen deutschen Regierung herumwimmeln. Aber ist das ein Grund, Hitler zu wählen? Im Prinzip – ja. Wenn die Alternative alternativlos ist oder man einfach wieder unter Deutschen sein will.

*Freiburger Zeitung 16.01.1935* Reichspropagandaminister Dr. Goebbels vor der ausländischen Presse (Vom Blogwart gekürzt.): … Was mir von außerordentlicher Bedeutung erscheint, sind folgende Tatsachen: Im Saargebiet können die Gründe, die man für die Stabilität des nazionalsozialistischen Regimes seitens des Auslandes ins Feld führt nicht angegeben werden. Im Saargebiet gibt es keine Konzentrationslager, gibt es keine sogenannte Knebelung der öffentlichen Meinung, gibt es kein Pressegesetz und es gibt keine sogenannte Diktatur einer kleinen Clique von Männern. Im Saargebiet war eine Pressefreiheit, so wie sie in Deutschland bestand in der Zeit, als die nationalsozialistische Bewegung noch um die Macht kämpfte.

Nicht nur das. Es stand eine Regierungskommission gegenüber, die alles unterstützte, was gegen Deutschland gerichtet war, die aber niemals sich einsetzte für deutsche Belange …

… Wer sich zu Deutschland bekennt, bekennt sich zu Hitler! Das heißt mit anderen Worten: 90 Prozent des saarländischen Volkes haben sich zu Deutschland und damit zum Nationalsozialismus und damit zu Hitler bekannt.

Aber sonst nichts in der Welt

Bismark*Echos aus der Schattenwelt* Reichstagsprotokolle vom 6. Februar 1888. Reichskanzler Fürst von Bismarck in der ersten Beratung über den Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Anleihe für Zwecke der Verwaltung des Reichsheeres. (Vom Blogwart sehr stark gekürzt.)

… Ich glaube nicht an eine unmittelbar bevorstehende Friedensstörung – wenn ich mich resümiren soll – und bitte, daß Sie das vorliegende Gesetz unabhängig von diesem Gedanken und dieser Befürchtung behandeln, lediglich als eine volle Herstellung der Verwendbarkeit der gewaltigen Kraft, die Gott in die deutsche Nation gelegt hat für den Fall, daß wir sie brauchen; brauchen wir sie nicht, dann werden wir sie nicht rufen; wir suchen den Fall zu vermeiden, daß wir sie brauchen.

Dieses Bestreben wird uns noch immer einigermaßen erschwert durch drohende Zeitungsartikel vom Auslande, und ich möchte die Mahnung hauptsächlich an das Ausland richten, doch diese Drohungen zu unterlassen. Sie führen zu nichts. Die Drohung, die wir – nicht von der Regierung – aber von der Presse erfahren, ist eigentlich eine unglaubliche Dummheit.

(Heiterkeit)

wenn man bedenkt, daß man eine große und stolze Macht, wie es das deutsche Reich ist, durch eine gewisse drohende Gestaltung der Druckerschwärze, durch Zusammenstellung von Worten glaubt einschüchtern zu können.

(Bravo!)

Man sollte das unterlassen, dann würde man es uns leichter machen, unseren beiden Nachbarn (Frankreich und Rußland. Anm. Blogwart.) auch gefälliger entgegenzukommen. Jedes Land ist auf die Dauer doch für die Fenster, die seine Presse einschlägt, irgend einmal verantwortlich; die Rechnung wird an irgend einem Tag präsentirt in der Verstimmung des anderen Landes. Wir können durch Liebe und Wohlwollen leicht bestochen werden – vielleicht zu leicht – , aber durch Drohungen ganz gewiß nicht!

(Bravo!)

Wir Deutsche fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt

(lebhaftes Bravo);

und die Gottesfurcht ist es schon, die uns den Frieden lieben und pflegen läßt. Wer ihn aber trotzdem bricht, der wird sich überzeugen, daß die kampfesfreudige Vaterlandsliebe, welche 1813 die gesammte Bevölkerung des damals schwachen, kleinen und ausgesogenen Preußen unter die Fahnen rief, heutzutage ein Gemeingut der ganzen deutschen Nation ist, und daß derjenige, welcher die deutsche Nation irgendwie angreift, sie einheitlich gewaffnet finden wird, und jeden Wehrmann mit dem festen Glauben im Herzen: Gott wird mit uns sein!

(Lebhafter, andauernder Beifall.)


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